Sarah Stricker: Fünf Kopeken

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Sarah Stricker: Fünf Kopeken
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783847905356

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Meine Mutter war sehr hässlich.

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Handlungsort

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"Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt. 'Doofsein kannst du dir mit dem Gesicht wenigstens nicht erlauben', sagte er, und wie mit Allem im Leben hatte er natürlich auch damit recht. Also machte meine Mutter das, was sie am besten konnte: alle stolz. Mein armer Großvater konnte sich kaum entscheiden, welche ihrer tollen Begabungen das gesamte Gewicht seiner übersteigerten Erwartungen am meisten verdiente. Das Einzige, wozu meiner Mutter leider völlig das Talent fehlte, war die Liebe." Dass die Mutter der Erzählerin ein Wunderkind ist, das steht schon vor ihrer Geburt fest - mehr Wunder als Kind, denn von der Kindheit hält der Großvater fast noch weniger als von der Schönheit. Beides steht ihm nur im Weg bei dem Plan, mit seiner Tochter und dem Modegeschäft das zu schaffen, was ihm als Wehrmachtsoffizier nicht mehr gelungen ist: die Welt zu erobern. Gefühle gewöhnt er ihr dabei vorsorglich ab. Hochintelligent, hochbegabt und nur ganz heimlich hochgradig einsam, ist die Mutter auf dem besten Weg, genau das Leben zu führen, das er sich für sie ausgedacht hat - als die Liebe mit einem Mal doch zuschlägt, und das mit einer solchen Wucht, dass die Mutter ein halbes Leben braucht, um sich davon zu erholen. Nie war Hässlichkeit schöner, Liebe nie gemeiner und Sprache selten solch ein Fest wie in Sarah Strickers fulminantem Debütroman.

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Anstrengener Schreibstil und zermürbende Geschichten zwingen zum Abbruch der Lektüre

Aus Sicht der Tochter wird die Lebensgeschichte der Mutter erzählt, der von kleinauf eingetrichtert wurde, möglichst intelligent zu sein, denn hässlich sei sie sowieso. Der Großvater lässt keine Zärtlichkeiten oder Liebe zu, sondern trimmt das Kind nur auf Intelligenz und Wissen. So erzieht er sie zu einer intelligenten, aber leider sozial sehr verkümmerten Person, die selber nicht in der Lage ist zu lieben.

Ich musste dieses Buch nach etwas über 100 Seiten abbrechen, da ich den langatmigen Erzählungen zu dem Leben der Mutter einfach nicht mehr folgen konnte und wollte. Alleine 100 Seiten braucht es, bis die Erzählerin endlich bei der Jugendzeit der Mutter ankommt. Die Sätze sind teilweise ewig lang, ineinander verschachtelt, bildreich dargestellt und für mich einfach nur anstrengend zu lesen. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass ich alleine auf diesen 100 Seiten für diese arme Person der Mutter, die keine Liebe erfahren durfte und wie ein Roboter groß gezogen wurde, nur Mitleid empfinden konnte und es ganz furchtbar fand, was diesem armen Mädchen angetan wird. Gleichzeitig ist es keine wirkliche Erzählung eines Lebens, sondern immer wieder kurze Fetzen, an die sich die Tochter erinnert und zwischen denen sie munter hin und her springt. Was noch zusätzlich dazu geführt hat, dass mich das Lesen nur angestrengt hat.

Durch die Ich-Perspektive aus Sicht der Tochter wurde wohl versucht diesem grausamen Schicksal etwas die Härte zu nehmen, aber ich muss sagen, dass das bei mir nicht gelungen ist.

Bestimmt ist das Buch sprachlich eine großartige Leistung, mich haben aber diese langwierigen Sätzen sehr stark ermüdet. Zusammen mit diesem erschütternden Inhalt war das Lesen für mich einfach nur eine Tortour, weswegen ich dieses Buch leider abbrechen muss.

Alles in allem ein anstrengender Schreibstil gekoppelt mit einer zermürbenden Geschichte, was mir zusammen die Lust am Lesen genommen hat.

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