Gabriele Jaric: Die Liebenden von der Île de Ré

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Gabriele Jaric: Die Liebenden von der Île de Ré
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746631714

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
An dem Tag, als Jackson mich bat, den Koffer zu packen, gab ich mich geschlagen.

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Handlungsort

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Von der Liebe bitter enttäuscht, kehrt Charlotte aus Amerika zurück. Auf der Île de Ré, einer malerischen Insel im Atlantik, will sie einen Neuanfang wagen. Dabei trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe Rafi wieder, sondern stößt auch auf eine Serie von Gemälden, in denen die Geschichte einer alten Schuld ihrer Familie verborgen scheint. Erst mit Rafis Hilfe gelingt es Charlotte, das Rätsel aufzuklären. Doch als ihre Gefühle für ihn wiedererwachen, weiß sie nicht, ob sie ihrem Herzen noch trauen kann ... Eine wunderbar atmosphärische Familiensaga an der französischen Atlantikküste.

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Familiengeheimnisse in angenehmer Atmosphäre

Inhalt:

Charlotte, auch Charlie genannt, kehrt nach einer bitteren Enttäuschung in der Liebe von Amerika zurück in ihre Heimat Frankreich. Dort dreht sich alles um die zerstrittende Verwandschaft. Die deutschen und die französischen Großeltern Charlies sprechen nicht mehr miteinander, doch verraten Charlie den Grund dafür nicht. Dieser liegt bereits lange zurück. Auf der Suche nach einer neuen Lieben und den Geheimnissen ihrer Familie begleiten wir Charlie in einer harmonischen Atmosphäre auf einer französischen Insel.

Meine Meinung:

Erwartet habe ich von dem Buch die Aufdeckung eines mysteriösen Familiengeheimnisses. Anfangs dreht sich nur wenig darum, da Charlottes Trennung von Jackson und seiner Tochter im Vordergrund steht bzw. ihre Rückkehr in die Heimat. Ziemlich schnell holt sie Julie, die Tochter, zu sich nach Frankreich und verbringt mit ihr gemeinsam sehr viel Zeit. Julie ist wirklich ein sehr süßes Mädchen und hat die Geschichte sehr gut aufgelockert.

Schließlich beschäftigt sich Charlie immer mehr mit ihrer Familie und deren Vergangenheit, um den Grund für den Streit herauszufinden. Ich hätte mir das alles ein bisschen verstrickter und aufregender vorgestellt als es dann tatsächlich war. Verwirrend sind die vielen Verwandten, die ich lange nicht namentlich zuordnen konnte. Außerdem löst sich das Rätsel hauptsächlich in langen Gesprächen, die ich teilweise etwas mühsam fand.

Charlie ist ein sehr interessanter und sofort sympathischer Charakter. Doch abgesehen von ihr lernt man kaum jemanden richtig kennen. Ein großer Pluspunkt des Buches ist die besondere Atmosphäre, die es versprüht. Ich wäre so gerne auch auf der Insel.

Das Buch hat mir gut gefallen, hatte aber auch seine Längen. Dennoch kamen einige Themen meiner Meinung nach zu kurz wie zum Beispiel Charlies Freundschaft zu Jana. Für meinen Geschmack hätte man aus der Geschichte viel mehr machen und mehr Spannung einbauen können. Denn von der Idee her hat sie mir sehr gefallen.

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Ruhiger Wohlfühlroman

Von der Liebe bitter enttäuscht, kehr Charlotte aus Amerika zurück. Es zieht sie zurück nach Frankreich auf die Ile de Ré, wo sie ihre Kindheit bei ihrem Onkel Jo verbrachte. Doch vorher besucht sie noch ihre Großeltern in Deutschland und im Elsass. Immer wieder gibt es Andeutungen auf ein Geheimnis in der Vergangenheit, dass mit ihren Eltern zu tun hat. Doch niemand sagt Charlie was damals passiert ist. Ob sie dieses Rätsel jemals lösen kann und wird es ihr gelingen auf Ré zur Ruhe zu kommen?

Meine Eindrücke
Als erstes erleben wir Charlottes letzte Tage in Amerika. Es fällt ihr nicht schwer sich von Jackson zu trennen, aber der Abschied von seiner Tochter ist nicht einfach. Trotzdem bleibt ihr keine andere Wahl. Die Beschreibung der letzten gemeinsamen Zeit von Julie und Charlotte hat mich sofort für das Buch eingenommen.

In Deutschland angekommen besucht sie zuerst ihre Großeltern, bei denen sie einen Teil ihrer Kindheit verbracht hat, denn ihre Mutter Marianne hatte kein besonderes Interesse an ihr.
Danach geht die Reise weiter ins Elsass, zu den Eltern ihres verstorbenen Vaters. Früher waren die beiden Familien eng befreundet, doch das ist lange vorbei. Was in der Vergangenheit zu diesem Zerwürfnis geführt hat, will Charlotte niemand erzählen.

Sie kommt erst zur Ruhe als sie wieder bei ihrem Onkel Jo auf der Insel Ré ist. Die gemütliche Atmosphäre in seinem Hotel und die liebevolle Beziehung der beiden zueinander werden deutlich spürbar und ich konnte gut verstehen, warum es Charlie an diesen Ort der Geborgenheit zurückzieht.
Doch lauern hier auch die Erinnerungen an ihre lieblose Mutter, die vor ihrem Tod lieber Zeit mit Malen verbrachte anstatt sich um ihre Tochter zu kümmern.

Leider hat der Klappentext vieles der Handlung vorweggenommen. Das ist schade, denn so gab es nur wenige Überraschungen während der Lektüre.
Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Der ruhige Schreibstil der Autorin und die Wohlfühlatmosphäre auf Ré haben dafür gesorgt, dass ich mich beim Lesen herrlich entspannt habe. Am liebsten würde ich auch gerne ein paar Tage in Jo's Hotel auf Ré verbringen. Das Buch hat mir Lust auf eine Reise an die französische Küste gemacht.

Charlie als Protagonistin war auch ganz nach meinem Geschmack. Sie hat das Herz am richtigen Fleck und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und zu erkennen wo ihre Zukunft liegt.

Fazit: Ein ruhiges Wohlfühlbuch um eine junge verletzte Frau und ein Familiengeheimnis.

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Eine dramatische Familiengeschichte

sowohl über die Landesgrenzen von Deutschland und Frankreich wie auch über mehrere Generationen hinweg ist es, die Gabriele Jaric hier beschreibt. Die Fäden laufen an einem höchst atmosphärischen und romantischen Ort zusammen, nämlich auf der Atlantikinsel Île de Ré, dort, wo alles begann.

Protagonistin ist die junge Charlotte, die nach einem desaströsen Liebesabenteuer in den Staaten zurückkehrt in die Schöße ihrer Familie: ja, so muss man es tatsächlich sagen, denn es sind deren viele: ganze zwei Großelternpaare, ein deutsches, ein französisches sowie eine Reihe von Onkeln und Tanten, die teilweise nicht miteinander reden - und auch nicht mit Charlie, wie Charlotte genannt wird - sie hat keine Ahnung, warum. Jedenfalls war es schon immer so - aber muss es immer so bleiben?

Irgendwie geht es nämlich um ihre vor Jahren verstorbenen Eltern und ihren Bruder, der bereits vor ihrer Geburt verstarb - ganz lange zurück geht also alles. Charlotte kehrt zurück auf die Île de Ré, wo sie bei ihrem Onkel Jo, einem erfolgreichen Hotelier, aufwuchs und erlebt ihrerseits stürmische Emotionen auf zwei Ebenen - sowohl im familiären Bereich als auch im Liebesleben.

Ein eher ruhiges Buch, in das jedoch jede Menge Unruhe hineinkommt, da viel zu viele Protagonisten mitmischen. Ich jedenfalls habe ständig den Überblick verloren, wenn es um die weitläufige Verwandtschaft von Charlotte und deren Netzwerk untereinander ging. Zudem wurden einige Geschichten aus alter Zeit und die damit zusammenhängenden, seit Ewigkeiten bestehenden Befindlichkeiten, aus meiner Sicht nicht schlüssig aufgeklärt bzw. begannen viele der Geschichten - denn dieser Roman besteht aus einer ganzen Reihe von Lebensgeschichten, wobei die vor Charlie die Hauptgeschichte ist und die anderen sich quasi in einem Reigen um sie herumgruppieren. Und irgendwie hängt jeder, selbst ihr verflossener Lover in den Staaten, tief in ihrer Vergangenheit mit drin. Mir war das, ehrlich gesagt, alles viel zu verwirrend, auch wenn mir einige der Figuren - besonders die Mannschaft in Jos Hotel, regelrecht ans Herz gewachsen sind und ich die häufigen Querverweise zu irgendwelchen Musikstücken - die größtenteils genau meinen Geschmack tragen - sehr goutiert habe. So hat mich die Autorin dazu gebracht, nach langer Zeit mal wieder "Mozambique" von Bob Dylan zu hören, wonach es mir - diese Wirkung hat Dylan grundsätzlich auf mich - richtig gut geht. Ein Buch, das solches bewirkt, kann ich nicht ganz ohne Empfehlung lassen - vielleicht gibt es darin ja auch den ein oder anderen Anstoß für Sie persönlich!

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