Agnès Martin-Lugand: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

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Agnès Martin-Lugand: Glückliche Menschen küssen auch im Regen
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Les gens heureux lisent et boivent du café
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783764505288

Informationen zum Buch

Seiten
208

Sonstiges

Originalsprache
französisch
Übersetzer/in
Erster Satz
"Maman, bitte!"

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Was bleibt, wenn man alles verliert, was man je geliebt hat?

Seitdem ihr Mann Colin und ihre Tochter Clara bei einem Unfall starben, lebt Diane zurückgezogen. Der Einzige, den sie in ihre Wohnung lässt, ist ihr Freund Félix, mit dem sie bis vor einem Jahr ein Literaturcafé betrieben hat. Eines Tages jedoch beschließt sie Hals über Kopf, Paris zu verlassen und nach Irland zu ziehen, was ursprünglich einmal Colins Traum war. Ihr Ziel heißt: Mulranny. In dem kleinen Dorf am Meer hofft sie ein neues Leben aufbauen zu können – an einem Ort, an dem Claras Lachen nie erklang. Sie hätte aber nie erwartet, dass es ausgerechnet im regnerischsten Kaff der Welt jemanden gibt, der wieder Licht in ihr Leben bringt …

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Angenehm zu lesen, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck

Diane hat sich nach dem tragischen Tod ihres Mannes Colin und der gemeinsamen Tochter Clara aufgegeben. Sie leidet unter Depressionen, ist antriebslos, verlässt ihre Wohnung nicht mehr, raucht eine Zigarette nach der anderen, trinkt und kann sich nicht mal mehr zum regelmäßigen Duschen oder Essen aufraffen. Wäre da nicht ihr bester Freund Félix - Diane wäre wohl schon verhungert. Doch irgendwann geht ihr Félix mit seiner offensiven Art so auf die Nerven, dass sie in das kleine irische Nest Mulranny flieht. Wird es ihr in der Fremde gelingen, wieder zu neuem Gleichgewicht zu finden?

Die Psychologin Agnès Martin-Lugand war sechs Jahre im Rahmen eines Kinderschutzprogramms tätig. Ihr Debüt "Glückliche Menschen küssen auch im Regen" war ein so großer Erfolg, dass es nun sogar verfilmt werden soll und sich die Autorin nur noch dem Schreiben widmet. Warum das so ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Zwar erzählt sie trotz des ernsten Themas sehr beschwingt und leicht, aber nicht in jeder Muschel befindet sich eine Perle.

Dianes Verzweiflung, ihre Trauer und Depressionen wirken sehr authentisch. In Irland lernt sie dann jedoch Edward kennen und der ist alles andere als das. Vielleicht liegt es daran, dass er so etwas wie ein "Tortured Hero" ist. Ein Mann, dessen Seele zutiefst verletzt wurde und nun wie ein zu oft geprügelter Hund nach allen Händen schnappt - selbst nach denen, die ihn streicheln wollen. Die beiden können sich auf Anhieb nicht ausstehen, haben aber drei Gemeinsamkeiten: Sie rauchen Kette, trinken gerne Guiness und sie lieben den Strand.

Besonders das ewige Rauchen hat mich irgendwann genervt, aber vielleicht röcheln die Raucherlungen in Frankreich noch anders als hier in Deutschland. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten mochte ich auch das Ende. Es war für mich nachvollziehbar, gerade weil es nicht dem Happyend eines gewöhnlichen Liebesromanes entsprach.

Die Autorin schafft es, den Leser in die Gefühlswelt von Diane zu entführen, während der Rest der Personen eher oberflächlich bleibt. Ebenso der Rest des Buches. Mulranny? Irland? Die stürmische See und den Regen könnte man auch anderswo haben. Das Cottage? Könnte überall stehen. Es entstanden in meinem Kopf keine Bilder und bei dem immer wiederkehrenden Gequalme verspürte ich zusehends einen Hustenreiz.

"Glückliche Menschen küssen auch im Regen" hat mir gut gefallen. Ich mochte das Buch trotz der nun angebrachten Kritik gerne, befürchte aber, dass es keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen wird.

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Glückliche Menschen küssen auch im Regen

"Glückliche Menschen küssen auch im Regen" von der Autorin Agnes Martin-Lugand ist ein bewegende Geschichte, die einen wirklich sehr berührt.

Die Protagoniste, die 32jährige Diane, lebt in Paris und hat bis vor einem Jahr mit ihrem besten Freund Felix ein Literaturcafe betrieben. Doch seit dem Tod ihres Mannes und ihrer Tochter hat Diane ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Ein ganzen Jahr vergräbt sie sich, raucht eine Zigarette nach der anderen und träumt von früher. Ihr Freund Felix, der das Cafe nun mehr schlecht als recht alleine betreibt - er ist halt kein Geschäftsmann- versorgt Diane mit Lebensmittel und versucht sie mit Berichten über sein ausschweifendes Leben auf andere Gedanken zu bringen. Eines Tages beschließt Diane Paris zu verlassen. Sie zieht nach Irland, in das kleine Dörfchen Mulranny. In dem kleinen Dorf am Meer hofft sie ein neues Leben anfangen zu können. Sie hätte aber nie erwartet, dass es ausgerechnet im regnerischsten Kaff der Welt jemanden gibt, der wieder Licht in ihr Leben bringt.

Eine Wahnsinnsgeschichte, die einen wirklich bis zur Seele berührt. Mich hat das Buch von Anfang bis zum Ende gefesselt. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Dianes Schicksal ist sehr traurig und ihr Schmerz ist förmlich zu spüren. Die Autorin hat einen herausragenden Schreibstil, der einen wirklich beigeistert. Das kleine Dorft Mulranny sehe ich förmlich vor mir und die Herzlichkeit der Menschen in Irland ist zu spüren. Auch hört man das Rauschen des Meeres bei Dianes Strandspaziergängen. Ein wirklich überwältigender Roman, der mir wunderbare Lesestunden beschert hat.

Das Cover gefällt mir auch sehr gut, passt zum Gesamtpaket. Dieses bewegende Buch werde ich gerne weiterempfehlen und ich vergebe selbstverständlich 5 Sterne.

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