Anne-Gine Goemans: Gleitflug

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Anne-Gine Goemans: Gleitflug
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Glijvlucht
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783458175490

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
niederländisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Mein Name ist Gieles.

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Handlungsort

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Es gibt gewöhnlichere Wohnorte als den von Gieles, vierzehn Jahre alt und hellwach: Mit seinem Vater und seinem Onkel lebt er in einem alten Bauernhof direkt neben der Landebahn eines Flugplatzes. Vater Willem ist als Flughafenförster dafür zuständig, daß keine Vogelschwärme die landenden und startenden Maschinen behindern, und Onkel Fred betreibt mit ungebremstem Optimismus einen Campingplatz für »plane spotters«. Gieles' Mutter dagegen ist meistens abwesend, ihre ganze Hingabe gehört ihren Hilfsprojekten in Afrika. Und Gieles selbst? Der ist verliebt, in Meike, die es mit ihren Piercings ein wenig übertreibt, vor allem aber in seine vier Gänse, die nur so lange ein Bleiberecht auf dem Gelände haben, wie sie sich nicht in die Luft erheben. Doch genau das bringt Gieles auf eine zündende Idee, wie er die Aufmerksamkeit seiner Mutter zurückerobern kann: das Geheimprojekt »Geniale Rettungsaktion 3032«. »Gleitflug« ist ein Roman über das Fliegen, die Freundschaft und den Kampf für die eigenen Träume – saukomisch, sehr anrührend und zum Verlieben.

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(Aktualisiert: 25 Februar 2013)

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Stück für Stück ein wahrer Genuss

Der vierzehnjährige Gieles lebt mit seinem Vater und dem Onkel in einem kleinen Haus direkt neben der Landebahn eines Flughafens. Seine Mutter ist lieber als Entwicklungshelferin in Afrika unterwegs, als bei ihrer Familie zu sein. Nur wenige der Anwohner sind nach dem Bau des Flugplatzes geblieben. Gieles Vater ist zuständig dafür, dass keine Vogelschwärme die Flugzeuge beim Landeanflug zum Absturz bringen und bedient sich dabei eher unorthodoxer Methoden. Der Vogelliebhaber hält nichts davon, die Tiere zu erschießen, sondern fährt lieber mit dem mit einem Lautsprecher ausgestatteten Auto auf dem Gelände herum und beschallt Möwen und Dohlen mit Raubvogelrufen. Auch Gieles liebt Vögel - besonders aber seine vier Gänse, mit denen er die "Geniale Rettungsaktion 3032" ausheckt, um seine Mutter wieder für die Familie zu gewinnen. Nebenbei ist er noch unsterblich verliebt in ein Mädchen namens "Gravitation", das er über das Internet kennen gelernt hat und das offensichtlich eine ausgeprägte Vorliebe für Piercings und Tattoos hat. Zu seinem einstmals besten Freund Toon verliert er immer mehr den Zugang, doch dann tritt der dicke Super Waling in sein Leben - und mit ihm eine geheimnisvolle Geschichte.

Es gibt Bücher, die schließe ich auf Anhieb in mein Herz. "Gleitflug" ist eines davon. Die Protagonisten sind so charmant, liebenswert und verschroben, dass ich gar keine andere Wahl hatte. Und doch - noch bevor ich überhaupt Gelegenheit dazu hatte, die Personen kennen zu lernen, erwischten mich zwei Sätze direkt auf den ersten Seiten:

"Giles zögerte. Wie sollte er dem weltberühmten Gänsespezialisten, Meteorologen, Piloten, Filmemacher, Ornithologen, Fotografen, Autor, Veganer und Tierschützer wenigstens die wichtigsten Fragen stellen, ohne zu viel von seinem außergewöhnlichen Plan zu verraten?"

Gänse, Veganer und Tierschützer - wie oft finden sie schon in einem so ruhigen Roman Erwähnung? Die meisten Autoren stricken aus diesen Bausteinen Krimis. Gänsekrimis oder Ökothriller. "Gleitflug" ist anders. Es ist etwas Besonderes und obwohl nicht viel passiert, schaffte es Goemans für mich, die Spannung immer aufrecht zu erhalten. Gieles ist herrlich normal. Er ist einfach ein netter Junge, der mitten in der Pubertät steckt und zum ersten Mal so richtig verliebt ist. Dennoch sehnt er sich sehr nach seiner Mutter, die ihm immer nur deprimierende Mails über die Zustände in Afrika schickt.

"Gleitflug", das 2012 mit dem Dioraphte Jongerenliteratuur Prijs'(DJP) ausgezeichnet wurde, ist das zweite Buch von Anne-Gine Goemans, jedoch das erste bisher auf deutsch Erschienene. Die Sprache der Autorin strahlt pure Wärme und Zuneigung für ihre Protagonisten aus (aber dem Insel-Verlag nehme ich es übel, dass er das Wort "seid" mit dem Wort "seit" verwechselt hat. Ansonsten sind mir in dieser Hinsicht aber keine Mängel aufgefallen) und so lässt es sich vielleicht nicht wie ein spannungsgeladener Thriller "fressen", aber umso mehr an ruhigen Abenden Stück für Stück genießen.

Das Ende - ich muss es leider zugeben - hat mir überhaupt nicht zugesagt. Es erzeugt zwar einerseits ein Friede, Freude, Eierkuchen-Gefühl, adererseits ist es aber dennoch von meinem dunklen Ereignis überschattet, das mich besonders mitgenommen hat, weshalb ich die letzten Seiten eher nur noch überfliegen konnte.

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