Guillaume Musso: Das Papiermädchen

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Guillaume Musso: Das Papiermädchen
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
La fille de papier
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783492308564

Informationen zum Buch

Seiten
488

Sonstiges

Originalsprache
französisch
Erster Satz
Die "Angel Trilogy" fasziniert Amerika.

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Der Schriftsteller Tom Boyd hat geschafft, wovon viele träumen: Er lebt in Malibu, fährt einen Sportwagen und liebt eine berühmte Pianistin. Doch als die ihn verlässt, stürzt er in eine tiefe Krise. Obwohl seine Fans sehnsüchtig darauf warten, sieht Tom sich außerstande, einen neuen Roman zu schreiben. Da taucht eines Abends eine hübsche junge Frau bei ihm auf. Sie behauptet, Billie zu sein, eine seiner Figuren. Sie sei versehentlich aus dem Buch gefallen. Tom traut seinen Ohren nicht. Aber ehe er sichs versieht, überredet Billie ihn, mit ihr eine abenteuerliche Reise anzutreten, die in Mexiko beginnt und bis nach Paris führen wird.

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(Aktualisiert: 14 Februar 2018)
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Flotte Unterhaltung zum Miträtseln

Tom Boyd ist Schriftsteller und völlig abgestürzt. Nach einer erfolgreichen Phase mit zwei sehr erfolgreichen Bänden einer Trilogie steckt er mitten in einer Schreibblockade, hat Liebeskummer und verfällt Alkohol und Drogen. Da steht plötzlich Billie in seiner Wohnung, eine Figur aus seiner Angel-Trilogie. Sie ist aus einem fehlgedruckten Buch gefallen, und nur er kann sie wieder zurück in ihre Geschichte schreiben. Aber alleine das Öffnen einer leeren Seite im PC löst Angstzustände bei Tom aus. Wird er es schaffen, seine Blockade zu überwinden? Eine abenteuerliche Reise quer durch den nordamerikanischen Kontinent soll ihn auf andere Gedanken bringen...

Was für eine abgefahrene Geschichte! Guillaume Musso unterhält hier ein weiteres Mal mit einem ausgeklügelten Plot und einer temporeichen Handlung, mit der es mir nie langweilig wurde. Was zunächst als Bestandsaufnahme des problembehafteten Lebens von Tom Boyd beginnt, mündet rasch in ein fulminantes Roadmovie mit überraschenden Entwicklungen und spannungsgeladenen Szenen.

Wie immer bei Guillaume Musso hat man die meiste Zeit das Gefühl, einen Phantastik-Thriller zu lesen. Billie, die Figur aus dem Buch, ist sehr authentisch geschildert und hinterlässt tatsächlich den Eindruck, kein Mensch aus Fleisch und Blut zu sein. Hier hat sich der Autor einige sehr irre Details ausgedacht.

Aber: es ist nun nicht mehr das erste Buch von Musso, das ich lese - daher hab ich bereits die Erfahrung gemacht, dass die Handlung noch so surreal erscheinen mag, die Auflösung ist immer real und ohne phantastische Tricks. Auch hier ist das so, und nach einer Weile kam ich dem Autor auch auf die Schliche, wie er diesen komplexen Plot schlüssig und realistisch auflösen kann. Daher für mich das Ende nicht völlig überraschend, aber wie er das Ganze konstruiert hat, verdient Applaus und Anerkennung.

Mich hat das Buch durchwegs gut unterhalten und ich hab es dank des griffigen Schreibstils flott weggelesen. Auch die Figuren sind sehr gut gelungen und machen Spaß, allen vorweg Tom Boyd, der in seiner Abwärtsspirale wirklich sehr drastisch geschildert ist. Die Geschichte lebt besonders von den Dialogen und Interaktionen zwischen Tom und Billie; die beiden reiben sich gehörig aneinander und das gibt der Story nochmal so richtig Pfiff und Elan.

Wer sich auf raffinierte Art und Weise unterhalten lassen will, ist hier goldrichtig. Musso-Kenner haben Gelegenheit zum Miträtseln und werden bestimmt genau wie ich bald auf die richtige Fährte kommen. Eine klare Leseempfehlung!

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Zuviel gewollt

Tom Boyd lebt in Malibu und ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der mit den ersten beiden Büchern seiner „Angel Trilogy“ den Coup gelandet hat, dass diese sogar verfilmt werden soll. Nachdem die Beziehung zu einer berühmten Pianistin in die Brüche geht, fällt er in ein Loch und sucht in Alkohol und Drogen seine Zuflucht. Das Geständnis seines Beraters Milo lässt Tom dann vollends den Boden unter den Füssen verlieren, denn dieser hat sein ganzes Vermögen verzockt. Während der Verlag händeringend auf den dritten Band wartet, ist es Tom nicht möglich, auch nur eine Zeile zu Papier zu bringen. Doch dann steht plötzlich eine unbekannte Frau vor seiner Tür, die behauptet, „Billie“ zu sein, eine der Hauptcharaktere aus seinen Büchern. Tom denkt an einen üblen Scherz, doch die Frau ist so überzeugend und kann alle von ihm gestellten Fragen richtig beantworten, so dass Tom langsam an Magie glaubt. „Billie“ drängt ihn, unbedingt den dritten Teil des Buches zu schreiben, damit auch ihr Leben weitergeht. Wird es Tom gelingen, seine Trilogie zu beenden und wie Phönix aus der Asche seine Pechsträhne hinter sich zu lassen? Und was wird aus „Billie“?
Guillaume Musso hat mit seinem Buch „Das Papiermädchen“ einen unterhaltsamen, leicht mystisch angehauchten Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und sehr rasant. Gleich mit dem ungewöhnlichen Prolog kann der Autor den Leser faszinieren, da er diesen mit E-Mails und Zeitungsausschnitten über und um den Hauptprotagonisten Tom Boyd versieht und so einen Abriss über dessen Leben und seine Erfolge liefert. Die Handlung wird aus der Sicht von Tom Boyd in der Ich-Form erzählt, doch bedient sich der Autor auch anderer Perspektiven, um der Handlung den Eindruck von Mehrdimensionalität zu geben. Der Spannungsbogen wird zu Beginn recht hoch angelegt, flacht dann allerdings wieder ab und steigt erst wieder im letzten Drittel des Romans an. Die letzten Romane des Autors enthielten immer mehr mystische und phantastische Elemente, auch in diesem Buch vermischt sich Gegenwart mit Fiktion und verschmilzt zu einer Einheit, für Liebhaber dieses Genres sicherlich ein Genuss, doch dem „normalen“ Leser sind viele der merkwürdigen Zufälle einfach nur schleierhaft oder unnachvollziehbar. Zudem wirkt die Handlung recht überfrachtet mit Begebenheiten, die teilweise mit der eigentlichen Geschichte so gar nichts zu tun hatten.
Die Charaktere sind interessant gestaltet, bleiben aber durch ihre Eindimensionalität eher oberflächlich und blass, sie wirken wenig glaubwürdig und realistisch. Tom ist ein Mann, dessen Leben von einem Tag auf den anderen den Bach runter geht. Zum Teil ist es Pech, zum Teil ist er aber auch selbst schuld durch sein Verhalten. Oftmals wirkt er wie ein erfolgsverwöhnter Typ, der nicht damit zurechtkommt, nun durch eine Durststrecke hindurchwaten zu müssen. Er zeigt keinen Biss, sich selbst aus dem Schlamassel zu befreien, sondern braucht dafür einen Tritt in den Hintern. Milo ist Toms Freund, der sich allerdings verspekuliert hat und mit an Toms Pechsträhne Schuld ist. Doch er hat Gewissensbisse genug, Tom beizustehen und ihn unterstützen zu wollen. Polizistin Carole ist ebenfalls mit Tom befreundet und zeigt Herz, Mut und Verstand. Billie vermittelt das Bild einer Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist und ihren Standpunkt zu vertreten weiß. Sie ist hartnäckig und verändert sich während der Handlung zu einer fast schon warmherzigen und hilfsbereiten Frau. Leider wirkt dies eher so, als täte sie das nur, um ihren Willen durchzudrücken.
„Das Papiermädchen“ ist ein durchaus unterhaltsamer Roman für alle, die Gefallen an dem Genre Mystik-Fantasy finden. Alle anderen werden eher enttäuscht sein von einer Handlung, die völlig überladen und nicht rund ist.

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