Kathryn Stockett: Gute Geister

 
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Kathryn Stockett: Gute Geister
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Help
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783442754205

Informationen zum Buch

Seiten
608

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Mae Mobley ist im August 1960 geboren, an einem Sonntag in der Früh.
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Handlungsort

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Mississippi, 1962: Nach dem Studium verbringt Skeeter die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Und dann ist auch noch ihr geliebtes Kindermädchen spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.

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Die 1960er in Mississippi

„The Help“ spielt zu Beginn der 1960er Jahre in Mississippi, die Bürgerrechtsbewegung nimmt gerade erst ihren Anfang, die Damen der Gesellschaft leben größtenteils noch das typische Südstaatenleben und ignorieren sie problemlos völlig. Das Buch ist aus mehreren wechselnden Perspektiven geschrieben, zum einen ist da Abileen, die seit über 40 Jahren als Haushaltshilfe bei weißen Familien arbeitet und ihre Kinder betreut. Sie hat fast alle diese Kinder in ihr Herz geschlossen und die noch unvoreingenommene Liebe, die die Kleinkinder ihr zurückgaben, hat ihr die schwere und dabei größtenteils als selbstverständlich betrachtete Arbeit erträglich gemacht. Ihre Kollegin Minnie hat keinen so guten Ruf als Haushaltshilfe, sie ist zwar eine hervorragende Köchin, aber ihr fehlt es an der für ihren Beruf und ihre Hautfarbe notwendigen Fähigkeit Demütigungen stumm zu ertragen. Ihre letzte Stelle hatte sie nur so lange, weil die Hausherrin schon praktisch taub war und Minnies kritische Kommentare ins Leere abgegeben wurden. Die dritte Hauptfigur ist weiß: Skeeter hat das College nicht, wie üblich, als Eheanbahnungsinstitut betrachtet, sondern würde gerne als Journalistin Karriere machen. Doch zunächst ist sie nach Hause zurückgekehrt und dort kommt sie auf die Idee, Interviews mit den schwarzen Haushaltshilfen zu führen und über ihr Leben zu berichten. Ihr ist klar, dass das wohl nur anonym veröffentlicht werden kann, doch wie riskant die ganze Angelegenheit ist, ist ihr nicht bewusst und das Vertrauen zwischen den Frauen baut sich nur ganz langsam auf.

Das hat zur Folge, dass sich das Buch an einigen Stellen ein wenig zieht, es passiert einfach nichts Besonderes und zu diesem Zeitpunkt hat man sich an den alltäglichen Rassismus in gewisser Weise schon gewöhnt und erwartet ihn von bestimmten Personen bzw. in bestimmten Situationen bereits. Die Hauptfiguren waren durchweg sympathisch und einige der (weißen) Nebenfiguren entwickeln am Ende ein überraschendes Eigenleben und zeigen, dass sich zumindest ihre Gedanken nicht nur in den voreingenommenen Pfaden des gesellschaftlich akzeptierten bewegen, sondern sie zumindest bei einigen Schwarzen über die Hauptfarbe hinwegsehen und sie als gleichwertige Menschen annehmen.

Insgesamt entwickelte „The Help“ allerdings zumindest für mich nicht die Tiefe an Bestürzung über die Verhältnisse, wie andere Südstaatenromane es geschafft haben, dazu überwogen die Anteile, in denen Skeeter einfach nur eine junge Frau der Gesellschaft ist, dann vermutlich doch zu sehr.

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