Tobias O. Meißner: HalbEngel

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Tobias O. Meißner: HalbEngel

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
1999
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783942396028

Informationen zum Buch

Seiten
218

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Haus sah anders aus, als sie es in Erinnerung hatte.

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Tobias O. Meißner entführt in 'HalbEngel' die Leser auf eine Reise in die Welt der Rockmusik - sie erleben die Musiker, die Groupies, Produzenten, Kritiker und Fans. Tobias O. Meißner schreibt in diesem Roman über alle Facetten eines Genies: die wahnsinnige Leidenschaft für die Sache, das Leiden der Menschen, die ihn lieben, und auch das geile Gefühl derer, für die Floyd Timmen ein großartiger Musiker ist. 'HalbEngel' ist ein Power-Roman über Musik, ein Genie und die Liebe.

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Elvis Presley, Kurt Cobain, Jimi Hendrix - die größte Gefahr für einen Halbengel ist es, zu fallen. Dies ist nicht nur die Geschichte des genialen Rockmusikers Floyd Timmen. Es ist auch die Geschichte eines Aufstiegs, einer Engel-Werdung und eines Falls. Doch vor allem ist es die Geschichte der Rockmusik. Tobias O. Meißner entführt uns in eine schillernde, laute, schreckliche und schöne Welt und er lässt dabei nicht nur den Gitarristen Floyd zu Wort kommen, sondern auch die anderen Musiker. Die Groupies, Produzenten, Kritiker und Fans.

"HalbEngel" liegt hier in der neuen Auflage des Golkonda-Verlages vor, der sich bei der Gestaltung sehr viel Mühe gegeben hat. Erstmals wurde auch das Gedicht "Zuerst die Echos" mit abgedruckt. Diese kleinen, aber sehr feinen Zeilen fehlten leider in der alten Rotbuch-Ausgabe. Neben dem schönen HalbEngel-Cover überraschen auch die Innenseiten mit kleinen Illustrationen.

Auf die Lektüre war ich sehr gespannt, denn die Musik ist kein sehr essentieller Bestandteil meiner Welt. Natürlich höre ich ab und zu gerne Musik und dann auch bevorzugt Rock - allerdings erlag ich noch nie der Faszination, die auf der Rückseite beschrieben wird mit "Ich glaube nicht an Noten. Ich glaube an den Rausch in mir." Ob der Autor, den ich mit jedem seiner Bücher mehr zu schätzen weiß, es schaffen konnte, mich trotzdem gefangen zu nehmen mit seinen Worten?

Er konnte. Zwar noch nicht gleich mit den ersten Kapiteln, die in "HalbEngel" als Rythmus bezeichnet werden - hier war das ganze für mich noch etwas zu technisch mit all den Fachausdrücken der Musikszene. Aber später, als die Geschichte plötzlich menschlicher, emotionaler wurde. Die ersten Rythmen waren meiner eigenen Welt leider zu fern, als dass ich mich richtig hineindenken konnte. Vieles verstand ich schlicht und einfach gar nicht und ich vermute, dass auch sämtliche Anspielungen auf Musiker und die Szene an mir vorbeigingen. Zeitweise fühlte ich mich also wie die sprichwörtliche Sau, der Perlen vorgeworfen werden. Trotzdem fühlte ich, dass da etwas war. Ich fühlte, ohne es zu wissen: Dieses Buch ist typisch Tobias O. Meißner. Also eigentlich das, was ich so gerne mag. Aber noch sollte es mich nicht in meinem Inneren erreichen.

Dann kamen die Rythmen, die mich gefangen nahmen. Kritikerstimmen, Pressemappen und eine Konzertbeschreibung, bei der ich sicher war, dass ich nicht nur den wabernden Cannabis-Duft, sondern auch den Schweiß der Extase riechen kann. Und da war er doch schon: Tobias mit Witz, Wortgewandtheit, Verwandlungsfähigkeit. Ganz großartig fand ich ein Interview mit Floyd, in dem mir dieser endlich sympathisch wurde:

Soll ich so tun, als würde mich das alles nicht interessieren, nur weil es mittlerweile chic geworden ist, dass jeder selbsternannte Künstler sich kritisch zur Klimapolitik äußert?

Floyd Timmen ist ein HalbEngel, der irgendwann bemerkt, dass er Gefahr läuft, zu fallen. Ist diese Welt auch seine Welt? Denn eigentlich ist seine Gitarre alles, was er braucht, um sich frei und glücklich zu fühlen. Schließlich steht er vor dem zweiten großen Wendepunkt seines Lebens und muss sich entscheiden, was ihm seine Freiheit wert ist.

Das Ende lässt die Frage in den Köpfen zurück: Was ist Freiheit? Wann ist jemand wirklich frei? Gibt es diese absolute Freiheit überhaupt?

"HalbEngel" konnte mich nicht zu 100% überzeugen, aber es war nahe dran. Das zentrale Thema sind weder Floyd Timmen, noch seine Band - Hauptcharakter ist die Musik. Um nichts anderes geht es hier. Alle Menschen, die in der Geschichte mitspielten, betraten ihre Bühne und verließen sie dann wieder. Aber die Musik blieb vom Anfang bis zum Ende.

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