Marianne Fredriksson: Hannas Töchter

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Marianne Fredriksson: Hannas Töchter
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Anna, Hanna och Johanna
ISBN-13
9783596144860

Informationen zum Buch

Seiten
381

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Anna, Hanna und Johanna - drei Frauen, drei Generationen, eine Familie. Dieser Roman ist die sensibel und zugleich kraftvoll erzählte Lebensgeschichte von drei Frauen, die die Entwicklung der schwedischen Gesellschaft über zwei Jahrhunderte atemberaubend und einfühlsam nachvollziehen läßt.

Marianne Fredriksson wurde für diesen Roman in Schweden und Deutschland zur Autorin des Jahres gewählt.

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Ich bin damit nicht warm geworden

Mit diesem Roman bin ich nicht warm geworden. Zu sehr haben mich die Frauenfiguren darin aufgeregt. Ich habe keinen Zugang zu ihnen gefunden. Vielleicht, weil mein eigenes Leben ein völlig anderes ist? Vielleicht, weil ich einer ganz anderen Generation angehöre. Ich weiß es nicht. Mir persönlich hat das Frauenbild, das hier vermittelt wird nicht gefallen. Die Frau die erträgt, hinnimmt und das wird dann als Stärke aufgefasst... das ist mir hmm, zu altmodisch. Ich denke zwar schon dass, die Autorin versucht hat, die Frauen aus ihrer Zeit heraus zu beschreiben, was ja objektiv betrachtet wohl gelungen ist. Vielleicht hätte es mich in einem andren Kontext nicht so gestört. Die Erzählweise als solche fand ich ganz schön, vor allem die Beschreibungen der Häuser, Städte und der Natur zu Beginn des Romans fand ich gelungen.

Es gab mir allerdings auch zu geballte Schicksalsschläge, die ich zum Teil übertrieben fand und mir immer öfter der Gedanke kam das alles sei so konstruiert. Mit Hanna konnte ich am wenigsten anfangen, vielleicht, weil sie von mir selbst am weitesten weg ist. Johanna mochte ich schon eher, auch wenn sie letztendlich in ähnliche Muster zurückfällt und dann Anna. Anna die irgendwie so gar nicht von einem Mann loskommt, der ihr immer nur wehtut. Klar ist eine Beziehung nichts Einfaches und immer wieder kompliziert. Aber zum Ende hin fand ich ihr Verhalten nicht mehr nachvollziehbar, gut in solchen Dingen muss ja jeder selbst sehen wie er dazu steht, aber ich persönlich hätte an ihrer Stelle dann einen endgültigen Schlussstrich gezogen. Und die Männer... klar werden sie von ihren Müttern unterdrückt. Irgendwie wird eine Frau, die eine gewisse Stärke oder Autorität hat immer gleich als Tyrannin der Familie beschrieben. Auch das hat mich sehr gestört- Das hat etwas von den ach so armen Männern die von Frauen unterdrückt werden, bloß weil sie anfangen sich nichts mehr von ihnen gefallen zu lassen. Ich könnte mich jetzt noch stundenlang darüber aufregen, aber ich denke es ist klargeworden warum ich den Roman nicht mag.

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Das Thema des Romans ist schnell erzählt: Die Lebensgeschichte dreier Frauen einer Familie in Schweden aus aufeinanderfolgenden Generationen, Großmutter, Mutter, Tochter. Daneben wird der Leserin und dem Leser in beeindruckender Art und Weise die Entwicklung der schwedischen Gesellschaft über zwei Jahrhunderte vor Augen geführt. Beeindruckend finde ich wie es der Autorin gelingt, jeder ihrer Protagonistinnen eine eigene Sprache zu geben, die nicht nur die Zeit, sondern ebenso die Lebensverhältnisse widerspiegelt. Am Auffälligsten tritt dies gewiss bei Hanna zutage.

Hanna, die Großmutter, geb. 1871, ist sicherlich die Ungebildetste der drei. Mit 12 vergewaltigt, schwanger und dadurch mit dem Makel als Hure gekennzeichnet, war sie von klein auf gezwungen, hart zu arbeiten um die Existenz ihrer Familie zu sichern. Nicht sie als Mensch war wichtig, sondern nur ihr Bemühen, ihre Arbeit, um ihren Kindern und ihrem Mann ein möglichst gesichertes Dasein zu bieten. Genauso stellt sich auch ihre Sprache dar: Keine Ich-Erzählung (statt dessen ein(e) allmächtige(r) Erzähler(in), schlichte, kurze Sätze, teilweise werden Wort- oder Satzteile einfach verschluckt. Nichts Überflüssiges, nur das Notwendigste. Alles was nicht unmittelbar dem Überleben dient, wird argwöhnisch betrachtet (lesen, musizieren, Zärtlichkeiten...). Es ist erschütternd zu erfahren, unter welch harten und zum Teil brutalen Bedingungen die Menschen zu dieser Zeit (und vermutlich nicht nur in Schweden) um ihre Existenz kämpften.

Ganz anders bei Johanna, geb. 1902 und Anna, geb. 1937. Beide konnten sich weiter bilden und entsprechend ändert sich auch die Sprache: längere Sätze, reflektierter, bei Johannas Lebensbeschreibung ist sie zudem selbst die Erzählerin. Was vielleicht daran liegt, dass sie mit sich selbst am meisten eins war.

Durch diese Wahl der unterschiedlichen Sprach-/Schriftweisen kommt man den Hauptfiguren dieses Romans trotz ihrer Unterschiedlichkeit und der Zeitabstände sehr nah. Und erkennt immer wieder, wieviel die einzelnen Personen mit ihren Vorfahren gemeinsam haben, auch wenn sie es nicht immer wahrhaben wollen.

Ein wunderbares Buch: eine warmherzige, liebevolle Familiengeschichte durch die man nebenbei noch viel über die Entwicklung der schwedischen Gesellschaft erfährt.

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