Hansjörg Schertenleib: Jawaka

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Hansjörg Schertenleib: Jawaka
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783351036058

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Am vierten Tag des Novembers, an dem ich dem Liebhaber meiner Mutter das Messer in die Brust stieß, fing es am späten Nachmittag an zu schneien, das erste Mal seit drei Jahren.

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„Glaubst du, wir kommen eines Tages an den Ort, an dem sich alles klärt. Jedes Rätsel. Glaubst du an diesen Ort?“ Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht länger. Die Zukunft des Jahres 2057 präsentiert sich nach einer globalen Katastrophe und der Großen Transformation wie das finstere Mittelalter. Aus einem der abgeschiedenen Dörfer muss ein 21-Jähriger fliehen, weil er dem Liebhaber seiner Mutter ein Messer in die Brust gestoßen hat. Hinter ihm befindet sich die schützende Gemeinschaft, vor ihm Eis, Schnee, unwegsames Gebirge und irgendwo vielleicht der verschwundene Vater. Der Autor dieser düsteren Imagination feilt 2021 in Kapstadt an den letzten Korrekturen seines Romans. Überall mehren sich die Zeichen, dass man auf die Katastrophe zusteuert. Während ihn vor allem eine neue Geschichte beschäftigt, ahnt er nicht, wie nahe er selbst am Abgrund steht. Bisher hat er seine Figuren leiden lassen, nun leidet er.

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Eine beängstigende Zukunftsvision

Im Jahr 2057 ist die Welt nicht mehr, wie wir sie kennen. Nach einer globalen Katastrophe wurde unsere Zivilisation in das finstere Mittelalter katapultiert. Verloren sind Technologien, Fortschritt und die Kultur der Menschen hat sich verändert. Schon ganz am Anfang treffen wir auf Halblaut, einen der Protagonisten des Buches. Nachdem er ein Verbrechen begangen hat, flieht Halblaut aus der sicheren Dorfgemeinschaft in die karge Landschaft voll Eis, Schnee und Unwegsamkeit. Er hofft, seinen vor längerer Zeit verschwundenen Vater zu finden.

Die Erzählperspektive wechselt schließlich in die Vergangenheit Irlands und die nahe Zukunft Südafrikas im Jahre 2012. Der mehrfach preisgekrönte Autor Hansjörg Schertenleib hat mit Jawaka erneut ein sehr besonderes Buch geschrieben. Nicht nur optisch ist es ein literarischer Genuss. Das Design ist weiß auf weiß. Prägedruck und damit drückt das Buch für mich eine Klarheit, eine Reinheit aus, die seinesgleichen sucht. Perfekt passend zum Inhalt, denn auch Schertenleibs Sprache ist klar und rein.

Jakawa ist eine Geschichte, um des Erzählens willens. Die Beschreibungen sind ausufernd und damit zieht der Autor das Buch manchmal unnötig in die Länge. Was die Genussleserinnen verzückt, wird die Popcorn-Leserinnen schnell langweilen.

Jawaka ist hauptsächlich ein philosophischer Roman über die Natur und stellt sich der Frage, wie wir Menschen mit ihr umgehen. Es ist eine beängstigende Zukunftsvision in verstörender Klarheit und einem nicht weniger verstörenden Ende. Für Sprach-Enthusiasten und Bibliophile ein wahrer Schatz.

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