William Golding: Herr der Fliegen

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William Golding: Herr der Fliegen
Verlag
ET (D)
1974
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Lord of the Flies
ET (Original)
1954
ISBN-13
9783596214624

Informationen zum Buch

Seiten
228

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Der blondhaarige Junge glitt das letzte Stück Felsen hinab und begann, sich zur Lagune durchzuarbeiten.

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Handlungsort

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Eine Gruppe englischer Schuljungen gerät infolge eines Flugzeugunfalls auf eine unbewohnte Insel im Pazifischen Ozean. Kein Erwachsener überlebt. Zunächst erscheint der Verlust zivilisatorischer Ordnungsprinzipien leicht zu bewältigen: Auf der Insel gibt es Wasser, Früchte, sogar wilde Schweine, die erlegt werden können. Ralph läßt Hütten bauen, erkundet die Insel, richtet einen Wachdienst für das Signalfeuer ein. Der gute Anfang aber führt in eine Krise, die bald diabolische Formen annimmt. Aus der Jagd wird blutiges Schlachten - die Jäger und die Hüter des Feuers geraten in einen Kampf auf Leben und Tod. Die Gemeinschaft zerfällt, Terror und barbarische Primitivität gipfeln im Machtrausch, der auch Mord nicht ausschließt.

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Herr der Fliegen

Diesen Roman des britischen Schriftstellers habe ich gelesen, weil er auf der Harenberg Liste der „1.000 Bücher“ steht. Obwohl ich die ungefähre Handlung schon im Vorfeld kannte, war ich neugierig, womit sich Golding den Platz auf dieser Liste verdient hatte. Aber von vorn:

Eine Gruppe englischer Jungen landet aufgrund eines Flugzeugabsturzes auf einer einsamen Insel und muss sich dort behaupten. Während die Älteren versuchen, das Leben auf der Insel zu organisieren und für alle zu sorgen, sind die Jüngeren hauptsächlich mit spielen, baden und essen beschäftigt. Zu Beginn glauben alle noch, es wäre ein Segen, dass sie ganz ohne Erwachsene sind und tun und lassen können, was ihnen gefällt. Doch bald schon trübt sich das Paradies und während einige Jungs versuchen mittels eines Signalfeuers eventuell vorbeifahrende Schiffe auf sich aufmerksam zu machen, etabliert sich in einer anderen Splittergruppe eine Art Dschungeldiktatur mit allem, was dazu gehört. Anfängliche Reibereien werden von immer heftigeren Auseinandersetzungen abgelöst, bis schließlich alles entgleist.

Anhand einiger Äußerungen der Jungen und der wenigen bruchstückhaften Informationen, die man über den Flugzeugabsturz erhält, vermute ich, dass die Handlung während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist und die Kinder aus England evakuiert wurden, um vor den Luftangriffen der deutschen Bomberpiloten geschützt zu werden. Darauf aufbauend kann ich die anfängliche Begeisterung über die Erlösung von erwachsenen Aufsichtspersonen gut nachvollziehen, denn es dürfte bei Weitem keine so angenehme Kindheit gewesen sein, wie sie die viele Kinder heute haben.

Viel beeindruckender als die plausibel dargestellte Ausgangssituation war jedoch die realistische Schilderung der beängstigenden Entwicklung, die dieses unfreiwillige Gesellschaftsexperiment nimmt. Die Gruppendynamik innerhalb der zukünftigen Inseldiktatur zeichnet sich bereits zu Beginn des Buches ab und als Leser bemerkt man ihren unheilvollen Einfluss durchgängig bis zum Ende. So gerne man sich einreden möchte, dass man selbst in so einer Extremsituation anders, vielleicht sogar besonnener reagieren würde, so wenig kann man sich dessen sicher sein. Die Jungs waren schließlich auch wohlerzogen im Sinne der Zeit (zum Teil waren ihre Väter beim Militär, da dürfte Strenge vorprogrammiert sein). Und doch konnten sie keine funktionierende Gesellschaft etablieren, ja nicht einmal ein paar Hütten zum Schlafen bauen.

Fazit: Trotz der mir streckenweise schon bekannten Handlung konnte mich das Buch mit seinen Charakterdarstellungen und deren Entwicklung fesseln und beeindrucken. Den Platz auf der Harenbergliste gab es meiner Meinung nach zurecht.

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