Eva Baronsky: Herr Mozart wacht auf

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Eva Baronsky: Herr Mozart wacht auf
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783351032722

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Erster Satz
Der Tod ist ein kalter Bruder.

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Handlungsort

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Der Mann, der sich nur daran erinnert, am Vorabend als Wolfgang Amadé Mozart auf dem Sterbebett gelegen zu haben, kann sich die bizarre Umgebung nicht erklären, in der er erwacht: Musik ohne Orchester, Fuhrwerke ohne Pferde, Licht ohne Kerzen. Ist er im Vorhof zur Hölle oder im Paradies? Nach und nach begreift Wolfgang, dass er sich nicht im Jahr 1791, sondern 2006 befindet, und er kann sich die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll sein Requiem beenden. Als lebender Anachronismus versucht Wolfgang, sich im modernen Wien zurechtzufinden, und scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Papieren. Einzig die Musik dient ihm als Kompass, mit dem er sich durch die erschreckend fremde Welt tastet. Zur Seite stehen ihm ein polnischer Stehgeiger, das Mädchen Anju und der Jazz. Und immer drängender wird die Frage, was Wolfgang erwartet, wenn er sein Requiem vollendet hat. Dieser Roman ist ein göttlicher Spaß, verblüffend, hintersinnig und tragikomisch, und am Ende fragt man sich, welche Zeit überhaupt die richtige ist für ein Genie.

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(Aktualisiert: 15 April 2012)
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Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf

Charmant ist genau das richtige Wort, um dieses Buch zu beschreiben. Um ehrlich zu sein habe ich vor der Lektüre nicht viel Ahnung von Mozart gehabt, deswegen habe ich während des Lesens passenderweise seine Musik aufgelegt. Eva Baronsky schafft es spielend, die selbe Leichtigkeit, die Mozart auszeichnet, in ihrem Roman zu transportieren.

Am Anfang liegt der Reiz der Geschichte überwiegend darin, wie Mozart sich in seiner neuen Umwelt zurechtfindet. Daraus entstehen die absurdesten Situationen und Dialoge, die mich mehrmals laut auflachen ließen, ohne allerdings allzu sehr ins Slapstickartige zu verfallen. Mit Fortschreiten der Handlung gelingt es der Autorin ebenso, ernstere Töne anzuschlagen und ihren Hauptprotagonisten und seine Liebe zur Musik glaubhaft darzustellen.

Das einzige, was mich gestört hat, war Mozarts zunehmende Albernheit und Unzuverlässigkeit. Allerdings musste ich mir auch vor Augen führen, dass es für einen Menschen des 18. Jahrhunderts vielleicht wirklich nicht wichtig war, ob man eine Verabredung heute oder morgen einhält – ein Ding der Unmöglichkeit in unserer heutigen westlichen Welt.

Bei so einer Geschichte war ich natürlich sehr gespannt, wie das Ende ausfallen würde. Aber auch das hat Eva Baronsky glaubwürdig und bravourös gelöst, so dass ich das Buch zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht zuklappen konnte.

Fazit: Herr Mozart wacht auf ist eine absolute Wohlfühllektüre, vor allem, aber nicht nur für Musikliebhaber.

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Am 5. Dezember 1791 liegt Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Wiener Wohnung im Sterben ... und findet sich plötzlich an einem völlig fremden Ort wieder. Er trägt seltsame Kleidung und entdeckt ziemlich viele andere Merkwürdigkeiten wie Musik, die ohne Orchester aus kleinen Kästen kommt, Fahrzeuge, die sich ohne Pferde fortbewegen, freizügig bekleidete Frauen und Menschen, die komisch reden. Soll das etwa der Himmel sein?

Bald stellt er fest, dass es sich bei dem unbekannten Ort um Wien handelt und dass man das Jahr 2006 schreibt. Das kann nur eines bedeuten: es ist ihm bestimmt, sein großes Requiem zu Ende zu komponieren, bevor er wirklich ins Jenseits eingehen darf.

Und so macht er sich daran, sich in dieser total veränderten Welt zurechtzufinden. Er nennt sich vorsichtshalber Wolfgang Mustermann (den Mozart würde ihm sicher niemand glauben!), findet Freunde, komponiert wie ein Weltmeister und lässt ansonsten kaum ein Fettnäpfchen aus. Woher soll er auch wissen, wie ein modernes Bad funktioniert oder wie man U-Bahn fährt?

Ein wunderschönes, warmherziges Buch!

Die Idee der Zeitreise ist ja wahrlich nichts Neues in der Literatur, aber das macht überhaupt nichts, weil es Eva Baronsky aufs Beste gelingt, Mozart in der heutigen Zeit auferstehen zu lassen als einen Traumtänzer, der ganz in seiner Musik aufgeht und sich um die praktischen Dinge des Lebens eher wenig schert und bei aller Vorliebe für derbe Ausdrücke und alberne Wortspielereien doch ein ganz feinfühliger und tiefsinniger Mensch ist - so wie man ihn aus vielen Biographien und Zeitdokumenten kennt.

Die Autorin schafft mühelos den Spagat zwischen den vielen komischen Szenen, in denen Mozart mit den Errungenschaften der modernen Welt ringt, und der Ernsthaftigkeit, mit der er komponiert, sinniert, musiziert - und liebt. Zudem hat sie einige wunderschöne Musikbeschreibungen gezaubert, bei denen man nur bedauern kann, dass es Mozart nicht tatsächlich vergönnt war, viele weitere Stücke zu schreiben.

Auch die Nebenfiguren sind liebevoll und lebensecht gezeichnet, so dass man sich am Ende des Buches kaum von ihnen - und natürlich von Wolfgang Moza ... äh ... Mustermann - trennen möchte.

Nicht nur, aber besonders für Mozartfans eine Empfehlung!

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