Helene Uri: Honigzungen

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Helene Uri: Honigzungen
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Honningtunger
ET (Original)
2002
ISBN-13
9783453580015

Informationen zum Buch

Seiten
254

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
LISS, 36, derzeit nicht berufstätig. Gute Freundinnen! Gutes Essen! Gequatsche! Lautes Lachen. Wein. Aber nähen tun wir nicht, das möchte ich doch betonen. Unsere Nähkränzchentreffen sind Oasen im Alltag.

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Sara, Tamara, Eva und Lisse treffen sich regelmäßig zum schlemmen und trinken, lachen und lästern. Das Gespräch dreht sich um Cellulitis oder Zitrusmarinade, neue Schuhe und Sexspielzeuge. Aber die lächelnden Münder und glänzenden Lippen verbergen messerscharfe Zähne: Mit honigsüßer Zunge geheuchelte Komplimente verpassen der Busenfreundin heimtückische Stiche. Denn die gemeinsame Vergangenheit birgt dunkle Geheimnisse, die die vier Frauen unauflöslich aneinander binden.

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Ein Nähkränzchen - das war früher.

In diesem Buch von Helene Uri treffen sich vier Freundinnen zu einem regelmäßigen Nähkränzchen. Dort wird aber nicht genäht, sondern geschlemmt und getrunken, gelacht und gelästert. Da sind Tamara, die erfolgreiche Journalistin und Sara, die coole Übersetzerin auf der einen Seite. Irgendwo dazwischen ist Liss, die derzeit nicht berufstätige Ehefrau und Mutter. Und auf der anderen Seite steht Eva, die Lehrerin die so gern wie Sara und Tamara wäre. So elegant und erfolgreich, so cool und dunkelhaarig.

"Ein Buch mit Humor, so scharf und schockierend wie Chili" schrieb die Verdens Gang über das Buch. Wie recht sie doch haben! Ein kompliziertes Geflecht von ebenso komplizierten Beziehungen zwischen den Freundinnen deckt Helene Uri auf. Und plötzlich frage ich mich, ob meine Freundschaften auch so kompliziert sind.

Gute Freundinnen sind wichtig. Freundinnen, auf die Verlass ist. Freundinnen, mit denen man über alles reden kann. Freundinnen, die zueinander halten.

Das ist ein wichtiger Satz in dem Buch und so sollte es eigentlich sein. Aber diese Freundinnen sind anders. Hinter der glatten Fassade verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Sie belügen sich, reden schlecht hinter dem Rücken der anderen, betrügen die beste Freundin. Sie wollen sie sein wie die andere und nehmen sich heimlich das, was der anderen gehört. Zum großen Showdown kommt es auf einer Reise nach Kopenhagen, wo alle Lügen ans Tageslicht treten und die Scheinwelt zusammenbricht. Es ist ein Buch voller Ironie, versteckten Anspielungen. Hervorragend beschrieben und geschrieben von einer Autorin, die ursprünglich nur Kinderbücher geschrieben hat. Zum Glück kam dieser Roman zustande, denn sonst würde ein wundervoll beißendes Buch fehlen.

Die Nähkränzchen finden der Reihe nach bei einer der Freundinnen statt und bilden jeweils ein Kapitel. Diese werden immer von der Menüfolge eingeleitet, die bei dem jeweiligen Nähkränzchen aufgetischt werden. Aus der Sicht der jeweiligen Gastgeberin wird das Geschehen beschrieben. Die Vergangenheit und die Gegenwart, das gestern und heute und wir bekommen einen Einblick in die Gefühle der jeweiligen Gastgeberin. Der Gefühle gegenüber ihren Gästen, was sie denkt und fühlt, wer ihr am meisten am Herzen liegt und wen sie eigentlich gar nicht dabei haben möchte.

Wie sehr mich das Buch fasziniert hätte ich nach dem Lesen des Klappentextes zu erst nicht für möglich gehalten. Aber ich habe es gern gelesen und viel über menschliche Abgründe gelernt. Es ist ein sehr gutes Buch. Das beginnt schon bei der Ausstattung, beim dem gut ausgewählten Titelbild und den Kapiteleinteilungen und endet beim Inhalt. Einen Punkt bzw. eine Leseratte Abzug gibt es aber. Mit hätte es als Hobbyköchin sehr gut gefallen, wenn die gekochten Menüs als Rezepte im Anhang zu finden gewesen wären.

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