Hugo Boris: Die Polizisten

 
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Hugo Boris: Die Polizisten
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Police
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783550050466

Sonstiges

Originalsprache
französisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Das Blut auf ihrer Diensthose ist nicht ihr eigenes.

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Handlungsort

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Am Ende eines heißen Sommertags werden die Polizisten Virginie, Aristide und Érik mit einem Sondereinsatz beauftragt: Sie sollen einen Flüchtling, dessen Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, zum Flughafen bringen. Schnell begreift Virginie, dass den Mann in seiner Heimat der sichere Tod erwartet. Sie und ihre Kollegen geraten in einen Gewissenskonflikt: Gehorsam leisten oder den eigenen moralischen Instinkten folgen? Die Fahrt nach Roissy wird zu einer schweren Prüfung, aus der keiner der Beteiligten unversehrt hervorgeht, wenngleich jeder andere Konsequenzen für sich daraus zieht. 

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Verführt zum Denken und Philosophieren

Die Polizistin Virgine wird mit ihren Kollegen Aristide und Hervé für einen Personentransport eingeteilt. Sie sollen den Geflüchteten Asomidin Tolirov zum Flughafen bringen, der über Istanbul in seine Heimat Tadschikistan abgeschoben werden soll. Doch was geschieht mit ihm, wenn er dort ankommt? Die Unterlagen sind klar und deutlich: Ihn erwarten Folter und Tod. Was also machen Polizeibeamte, die doch Menschen beschützen sollen? Entscheidet das Gewissen? Oder machen sie ihren Job?

Hugo Boris wurde 1979 in Paris geboren und nennt Guy de Maupassant und Michel Tournier als die Autoren, die ihn am meisten beeinflussten. Hugo Boris' Bücher streifen alle Genres und spielen mit ihnen, doch vor allem konzentriert er sich auf die Themen Gefangenschaft und Manipulation und bewegt sich dabei immer wieder zwischen Realismus und Fantasy.

"Die Polizisten" ist keine Fantasy, sondern brandaktuelle Realität. Täglich werden auch in Deutschland geflüchtete Menschen abgeschoben in eine ungewisse Zukunft - oder in den gewissen Tod. Nicht nur politisch Verfolgte, sondern auch vermeintlich sichere Herkunfsländer müssen wir thematisieren. Was ist ein Mensch wert? Was macht ihn wertvoll und für wen? Für unsere Gesellschaft? Für sich selbst? Warum sollte der Wert eines Menschen überhaupt gemessen werden?

Neben diesen bewegenden Fragen gibt Boris seiner Polizistin Virginie noch genügend Raum für ein Privatleben. Sie wurde betrogen, was schon schlimm genug ist. Doch darüber hinaus ist sie auch noch schwanger und sie ist es auch, die den Umschlag mit den Details über Tolirov öffnet und die Wahrheit über ihn erfährt.

Sprachlich angenehm und anspruchsvoll verführt Boris die Leserin zum Denken und Philosophieren - und das auf nur wenigen, knapp 200 Seiten. Ein wertvolles Buch, das zu vielen Leserinnen finden sollte.

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