Alice Sebold: In meinem Himmel

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Alice Sebold: In meinem Himmel
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Lovely Bones
ET (Original)
2002
ISBN-13
9783442545520

Informationen zum Buch

Seiten
381

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Mein Nachname war Salmon, also Lachs, wie der Fisch; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde.

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Handlungsort

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"Ich hieß Salmon, wie das englische Wort für Lachs; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." So beginnt einer der Aufsehen erregendsten Romane der letzten Jahre: die Geschichte eines Mädchens, das nach seinem Tod aus dem Jenseits beobachtet, wie seine Familie mit dem Verlust umzugehen lernt. Susie wird vergewaltigt und ermordet. Ihre Leiche bleibt für immer verschwunden. Die Polizei ahnt, was mit dem Mädchen geschehen ist, und auch ihre Eltern müssen schließlich erkennen, dass sie ihre Tochter für immer verloren haben. Doch wie ist es zu erklären dass Susies kleiner Bruder Buckley meint, seine Schwester gesehen zu haben? Und wieso ist sich ihr Vater so sicher, ihre Anwesenheit zu spüren?

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Susie Salmon wird von einem unauffälligen Nachbarn vergewaltigt und ermordet. In ihrem ganz persönlichen Himmel kann sie die Geschehnisse auf der Erde weiter verfolgen und sieht, wie ihre Familie mit ihrem Tod umgeht, wie ihre Schwester und ihre Freunde erwachsen werden und Erfahrungen machen, die ihr verwehrt blieben.

Am Anfang fand ich das Buch richtig toll, ich war sofort in der Geschichte drin, konnte die Trauer der Famile und Freunde Susies richtig gut nachvollziehen und konnte das Buch kaum weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Im letzten Drittel hatte das Buch dann einige Längen. Die Zeitsprünge wurden größer, es wurde immer wieder unnötig auf die Tränendrüse gedrückt, alle Personen wirkten immer klischeehafter und auch Susie hat mich irgendwann genervt.

Eine gewisse Szene gegen Ende fand ich etwas unangebracht und auch nicht wirklich nachvollziehbar . Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, macht diese an sich schöne und berührende Szene das ganze Ende kaputt.

Trotz aller Kritikpunkte hat das Buch mich gut unterhalten. Es ist sehr emotional geschrieben, so dass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen. Das ein oder andere Mal hatte ich beinahe Tränen in den Augen. Dass Susie selbst sehr distanziert und fast gleichgültig von ihrer Vergewaltigung erzählt fand ich auch eine gelungene Idee, die überzeugend umgesetzt war.

Insgesamt für mich ein nettes Buch für Zwischendurch, über das man nicht länger nachdenken sollte, da die Mängel sonst sehr deutlich werden.

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Kann man ein ernsthaftes Thema wie Vergewaltigung und Mord aus der Perspektive des Opfers (!) erzählen, ohne dabei in Selbstmitleid zu versinken oder an der Oberfläche zu bleiben?

Alice Sebold hat dies mit der Geschichte der 14jährigen Susie geschafft, die auf dem Heimweg von der Schule an einem kalten Wintertag von einem Nachbarn umgebracht wird. Vom Himmel aus - der ganz anders ist, als man ihn sich gemeinhin vorstellt - beobachtet sie ihre Lieben auf der Erde: die zerfallende Ehe ihrer Eltern, die Verzweiflung der Geschwister, ihre Gedenkfeier in der Schule, ihre Freundinnen...

Der Schluß ist vielleicht ein bißchen hollywoodkitschig ausgefallen (mich persönlich hat das eigentlich wenig gestört), doch das Buch ist unbedingt lesenswert und trotz des traurigen Themas auch an einigen Stellen richtiggehend witzig.

Das Bemerkenswerte: die Autorin wurde selbst Opfer einer Vergewaltigung. Ihre eigenen Erfahrungen hat sie in dem Buch "Lucky" verarbeitet, das demnächst auf deutsch erscheint.

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Ein tolles Buch. Alice Sebold versteht es, uns die Welt durch die Augen der im Teenageralter ermordeten Susie sehen zu lassen, die im Himmel weiterhin das Geschehen auf der Erde wahrnehmen kann. Susie muss jedoch miterleben, wie ihre Familie, von dem Tod ihrer ältesten Tochter schwer getroffen, langsam auseinanderbricht, da sie ihre Trauer nicht gemeinsam bewältigen können.

Im Laufe der Jahre muss Susie all das entbehren, was ihre zwei hinterbliebenen Geschwister noch erleben können: das Erwachsenwerden, die erste Liebe,...Dabei möchte sie so gerne noch einmal mit dem Jungen zusammen sein, dem sie ihren ersten Kuss schenkte.

Eine Homage an die Verbundenheit mit geliebten, bereits verstorbenen Menschen, die uns tief im Inneren nie verlassen.

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Das einzige was ich zu diesem Buch sagen kann, ist das, das es wohl das beste Buch ist was ich bis jetzt in meinem Leben gelesen habe.

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Indem sich Alice Sebold in ihrem Roman "In meinem Himmel" der verstummten Stimme des Mädchens Susie Salmon bedient, gelingt es ihr, dem Plakativen eines Zeitungsartikels zu entgehen. Daraus ergibt sich für den Leser eine aufwühlende Tiefe, die das Tragische betont. Schmerz und Verzweiflung der Familie und Freunde verschmelzen mit ihren Erzählungen über ihr Leben vor und nach dem Tod. Damit eröffnet sich für den Leser eine persönliche Ebene, der er sich nicht entziehen kann. Seite für Seite verarbeitet er selber die große Tragik des Romans, um am Ende in den Seelenfrieden einstimmen zu dürfen.

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Eines der beeindruckendsten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe. Ohne Kitsch oder Sentimentalität erzählt das ermordete, vergewaltigte Mädchen Susi Salmon ihre Geschichte. Es gibt wenige Bücher, die man einfach nicht weglegen kann, bevor man sie fertig gelesen hat. Dieses gehört dazu. Allerdings ist der Schluss meiner Meinung nach dem Buch nicht würdig. Er ist zu kitschig. Eine Ernüchterung nach dem absolut fesselnden und anspruchsvollen Anfang.

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