Joanna Rakoff: Lieber Mr. Salinger

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Joanna Rakoff: Lieber Mr. Salinger
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
My Salinger Year
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783813505153

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Pressestimmen
„Eine Liebeserklärung an die Zeit kurz vor der digitalen Revolution und an die immerwährende Kraft der Literatur.“ The Chicago Tribune
Erster Satz
Wir waren Hunderte, Tausende.

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Von ihnen gibt es Hunderte: blitzgescheite junge Frauen, frisch von der Uni und mit dem festen Vorsatz, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen. Joanna Rakoff war eine von ihnen. 1996 kommt sie nach New York, um die literarische Szene zu erobern. Doch zunächst landet sie in einer Agentur für Autoren und wird mit einem Büroalltag konfrontiert, der sie in eine längst vergangen geglaubte Zeit katapultiert. Joanna lernt erst das Staunen kennen, dann einen kauzigen Kultautor – und schließlich sich selber.

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Begeisterung für Salinger? Ja!

Manchmal fällt es mir sehr schwer, eine Rezension zu schreiben. So geht es mir gerade mit "Lieber Mr. Salinger". Ein Buch, das so viele begeistert hat und das auch ich gerne gelesen habe. Aber eben nur gerne. Nie hatte ich das drängende Bedürfnis, ununterbrochen weiterlesen zu müssen. Das Gefühl des Verlustes auf der letzten Seite blieb aus.

Joanna Rakoff erzählt ihre eigene Geschichte, die 1996 ihren Anfang mit der Einstellung in einer New Yorker Literaturagentur nimmt, der Harold Ober Associates, einer von New Yorks ältesten und geschichtsträchtigsten Literaturagenturen. Ihr Traum ist der vieler junger Frauen: Frisch von der Uni eine Stelle in der Literaturbranche zu ergattern. Sie liebt Bücher, liest mit Begeisterung Joan Didion, William Faulkner und sogar innerhalb eines Tages David Foster Wallace' Mammutwerk "Unendlicher Spaß". Den Sturm-und-Drang-Büchern Salingers fühlt sie sich längst entwachsen. Dennoch läutet sie mit ihrem neuen Job ihr ganz persönliches Salinger-Jahr ein, erst nicht ahnend, dass "Jerry" von ihrer Chefin Phyllis Westberg vertreten wird.

Beim Lesen von "Lieber Mr. Salinger" fühlt man sich zwischen den Zeiten gefangen. Einerseits beginnt gerade das Zeitalter der Digitalisierung. Internet, Computer, E-Mails. Das gibt es schon, aber die Grande Dame der Agentur ist dem eher abgeneigt und so wird diese beherrscht vom Geklacker der IBM Selectric. Computer gelten hier als überflüssige Zeitverschwendung. Die Teppiche sind dick, damit die die Schritte verschlucken. Das Licht ist dämmrig.

Joannas Aufgabe muss nicht nur Autorenverträge erfassen, sondern ist auch für das Beantworten der Salinger-Fanpost zuständig. Unbewusst bringen die Briefe etwas in ihr zum Schwingen und schnell entscheidet sie sich gegen die vorgegebene Standardantwort und beantwortet aus dem Herzen heraus. Im Laufe der Zeit telefoniert sie oft mit dem etwas kauzig wirkenden Autor, der keinerlei Kontakt zu seinen Lesern und Leserinnen wünscht. Noch immer kennt Joanna keines seiner Bücher. Doch das sollte sich ändern.

Die Autorin Joanna Rakoff hat es geschafft, mich für Salinger zu interessieren. Bisher schwebe ich in völliger Unkenntnis und habe noch nicht einmal den so hochgelobten "Der Fänger im Roggen" gelesen. Bin ich nun schon zu alt dafür? Ich werde es sicher bald herausfinden, ebenso wie die Joanna im Buch. Was die Autorin aber nicht geschafft hat: Mich für ihre eigenen Bücher zu interessieren. Es ist eine Hommage an Salinger, bleibt dabei aber seltsam ungreifbar und oberflächlich. Über seine Person selbst erfährt man nicht viel, die Informationen konzentrieren sich vor allem auf seine Bücher und die Fanpost, die er so zahlreich erhält.

Insgesamt ist "Lieber Mr. Salinger" aber ein schönes Buch, das meinen Salinger-Horizont stark erweitert hat und das ich allen "Büchermenschen" gerne empfehle.

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