Wolfgang A. Gogolin: Karawane des Grauens

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Wolfgang A. Gogolin: Karawane des Grauens
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
2002
ISBN-13
9783831140206

Informationen zum Buch

Seiten
207

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Niemand geht gerne aufs Amt, Beamte auch nicht. Der Autor verwebt Anekdoten zum Behörenalltag in einen Roman und beschreibt Amtsabläufe, die er in eigener, leidvoller Erfahrung kennengelernt hat.

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Und nochmals ein Buch aus Eigenproduktion, das mich überzeugen konnte. Ich konnte mich herrlich über die skurrilen Charakteren auf dem Amt amüsieren. Wolfgang A. Gogolin hat ein Buch über das Leben geschrieben, wie es täglich um uns herum geschieht: Absurd, komisch, unglaublich. Leider war das Buch sprachlich oft noch etwas behäbig, was mir aber den Spaß daran größtenteils nicht verderben konnte, da die Geschichte ansich genügend Abwechslung bietet. Sollte also noch jemand so seine kleinen oder auch größeren Probleme mit der guten Bürokratie gemacht haben, wird sich selbst vielleicht sogar in "Karawane des Grauens" erkennen können.

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Das Erstlingswerk eines eher noch unbekannten jungen Autors, der das Zeug in sich trägt, die Literaturszene neu zu beleben. Bisher war Wolfgang A. Gogolin nur als Journalist und Redakteur in Erscheinung getreten. Seine freche Darstellung, seine schonungslosen Schilderungen und sein humorvoller Umgang mit Dialogen lassen sein Buch zu einem besonderen Lesespaß werden.
Aber, und das ist vielleicht wirklich das Entscheidende, das Lachen bleibt irgendwann im Hals stecken. Wenn die wenigen Akteure ein menschliches Antlitz bekommen, werden sie zu Getriebenen. Da entpuppt sich der Cäsarenwahn eines Vorgesetzten als kleingeistige Angst, zu versagen. Die unglaubliche Hochstapelei einer Mitarbeiterin ist am Ende nur die nackte Angst vor dem Alleinsein.

Zivilcourage bekommt ihre Deutung neu und ist die letzte Möglichkeit, in einer wieder von existenziellen Ängsten geplagten Gesellschaft, Mut zu zeigen, während Angst und Unsicherheit verbreitet werden soll. Dass die Handlung in eine Behörde verlegt wurde, in der eine verschnarchte Ruhe dem Daseinskampf weicht, ist von einem aktuellem Bezug, wenn man sich vor Augen führt, dass die Zeiten noch nicht so lange her sind , in denen Vieles einfach undenkbar war, was heute Standard ist, Stichwort Sozialabbau.
Diese Wandlung geht einher mit dem Bekenntnis des Autors zu einer Menschlichkeit, die sich nicht nur im Reden erschöpft und einem Mut ,den er insbesondere auch im täglichen Leben einfordert.

Dass Gogolin es schafft, einen Kriminalfall in diese Handlung zu verknüpfen, der als Rätsel beginnt und als Schrei nach Hilfe endet, macht den Roman nicht uninteressanter.
Diese geschickte Vermengung der Stile von zotiger Satire, Kriminalroman und sozialkritischer Anklage macht den Roman auf eine erschreckende Art authentisch und versetzt einen mitunter derart in die Handlung, als sei man selbst anwesend. Die Beschreibung der offenbar fiktiven Charaktere ist so gelungen ,dass man ihre Gesichtszüge, ihre Marotten, Stärken und Schwächen fast wiederzuerkennen glaubt und sich phasenweise als Mitarbeiter in dieser Beamten-Welt der Finsternis wähnt.
Man spürt die lähmende Stimmung der Angst und hastet durch die Handlung in der Hoffnung, alles würde sich zu einem guten Ende richten.
Das Ende ist ...dem Buch zu entnehmen und verblüffend.

Da ist der Wiedererkennungswert, der Literatur über das Erzählen alter Geschichten hinaushebt und zu einer aktuellen Zustandsbeschreibung unserer mitunter komisch kranken Gesellschaft wird.

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