Kati Seck: Die Stille zwischen Himmel und Meer

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Kati Seck: Die Stille zwischen Himmel und Meer
ET (D)
2017
Ausgabe
Softcover
ISBN-13
9783404175901

Informationen zum Buch

Seiten
297

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich kauerte auf dem Rücksitz eines Polizeiautos und kniff jedes Mal krampfhaft die Augen zu, wenn der Wagen eine Straßenlaterne passierte.

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Die Nordsee im Herbst. Nirgends ist der Himmel weiter, die Luft klarer und das Meer beeindruckender. Genau deswegen ist Edda hierhergekommen. Aber die junge Frau ist nicht wie andere Touristen. Sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Sie ist jedoch fest entschlossen, sich der Angst zu stellen und dem Himmel ins Gesicht zu lachen. Hier begegnet sie einem Mann, der genau wie sie mit seiner Vergangenheit kämpft. Eine Begegnung, die beide verändern wird -

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Nicht meine Emotionen

Edda wurde als kleines Mädchen entführt und jahrelang in einem Keller gefangengehalten. Erst als sie fast 18 Jahre alt ist, kommt sie wieder frei und muss nun versuchen, sich ein „normales“ Leben aufzubauen. Ist das mit so einer Vergangenheit überhaupt möglich? Edda will es, doch immer wieder erlebt sie Rückschläge und kommt nicht weiter. Nun hat sie sich einen Urlaub an der Nordsee gebucht, um sich zum allerersten Mal alleine der Welt, ihren Ängsten, dem Himmel und dem Meer, zu stellen. Sie hat sich ein kleines Ferienhaus gebucht und zunächst sieht alles so aus, wie sie sich das vorgestellt hat. Doch durch einen Fehler der Vermieterin wurde das Haus doppelt vergeben und Edda bietet spontan an, dass der andere Mieter doch zunächst ebenfalls dort wohnen könne, bis er etwas anderes findet. Eine Entscheidung, die sie schnell bereut – und dann auch wieder nicht.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich das Debut von Kati Seck ganz wunderbar fand. Mit dieser Geschichte geht sie zwar in eine ganz andere Richtung, aber auch darauf wollte ich mich einlassen. Das ist mir allerdings nicht so ganz gelungen, fürchte ich. Ich fand die Figur Edda sehr bewundernswert, aber emotional fiel es mir schwer, mit ihr mitzugehen. Mit ihrem unerwarteten Mitbewohner Sebastian fiel es mir noch schwerer, seine Gefühle und Handlungen blieben mir leider recht fern, obwohl ich sie rational durchaus nachvollziehen konnte. Aber die Emotionen drangen einfach nicht zu mir durch.

Leider kein Buch für mich beziehungsweise bin ich wahrscheinlich einfach nicht die richtige Leserin für dieses Buch.

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Emotionen

In ihrem Roman "Die Stille zwischen Himmel und Meer" führt uns die Autorin Kati Seck zu Edda Sturm, die zum ersten Mal in ihrem Leben an die Nordsee fährt, um ihre schreckliche Vergangenheit zu verarbeiten und sich ihren Ängsten zu stellen. Hier begegnet sie Sebastian Winkler, einem jungen Mann, der ebenfalls mit seiner Vergangenheit kämpft.

Edda ist an die Nordsee gefahren, um sich hier - an einem unbekannten Ort - ihren Ängsten zu stellen, ihren Ängsten vor dem Himmel und vor den Menschen. Als Fünfjährige wurde sie von einer Frau entführt und über zwölf Jahre lang in einem Kellerraum - abgeschottet von der Außenwelt - gefangen gehalten. Auch nach sieben Jahre, nachdem ihr die Flucht gelungen ist, hat sie mit ihrer Vergangenheit immer noch nicht abgeschlossen.

Wegen einer Doppelbuchung kommt Sebastian in ihrem Ferienhaus unter. Der zunächst mürrisch erscheinende Sebastian erweist sich im Laufe der Geschichte als eine große Hilfe für Edda, die immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat.
Sebastian selbst hat mit dem Tod seiner Ehefrau zu kämpfen, die bei einer Bergwanderung abgestürzt ist.

Die Autorin schafft es, Eddas Gefühlsleben einfühlsam und deutlich zum Ausdruck zu bringen. Auch wenn das Geschehen in ihrer Kindheit und Jugend als sehr bedrückend empfunden werden muß, so zeigt sich, daß Edda ihren Kampf - zurück ins Leben - nie aufgegeben hat und mit viel Mut in eine neue Zukunft gehen kann.

Ich gebe zu, daß ich beim Lesen des Öfteren anhalten mußte, nicht nur um das Gelesene zu verarbeiten, sondern auch, um mich, mit Edda, über ihre kleinen und großen Erfolge zu freuen.

Ich kann diesen berührenden Roman sehr empfehlen, zeigt er doch, daß es sich lohnt, für sein Leben zu kämpfen.

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Verletzte Seelen

Edda ist im Herbst an die Nordsee gekommen, um sich ihren Ängsten zu stellen. Sie hat Angst vor Menschen, vor engen Räumen, vor dem endlosen Himmel über ihr. Sie fürchtet sich aber auch vor dem Meer und dennoch, oder gerade deshalb will sie sich genau hier ihrer Angst stellen. Ein sehr traumatisches Erlebnis hat sie zu dem Menschen werden lassen, der sie ist und ausgerechnet hier begegnet sie einem Mann, der ebenfalls mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft. Es ist eine Begegnung, die beide verändert.
Ich finde, dass Edda trotz aller Verletzungen und Ängste eine sehr mutige Person ist. Sie stellt sich ihren Ängsten und zwar genau dort, wo sie am schlimmsten sein müssen. Obwohl ihre Mutter Bedenken hat und ihr diese Reise ausreden möchte, Hat sich Edda ein Ferienhaus am Meer gemietet. Doch ihrer Vermieterin ist ein Fehler unterlaufen, sie hat das Haus an einen weiteren Gast vermietet. Edda möchte eigentlich alleine sein, aber dennoch überlässt sie dem Fremden ein Zimmer. Auch Sebastian möchte für sich sein und zeigt sie von Anfang an sehr widerborstig. Er kann sich mit dem Tod seiner Frau vor zwei Jahren nicht abfinden und ist hin und her gerissen zwischen Trauer und Schuld. Da sind sie nun in einem Haus, zwei Menschen, die eigentlich für sich sein wollen und nun müssen sie sich arrangieren. Edda gelingt es, über ihre Vergangenheit zu reden und Sebastian versucht ihr mit ganz besonderen Gesten zu helfen. Es ist ein schwieriges Unterfangen, mit seinen Ängsten fertig zu werden und immer wieder gibt es Rückschläge. So sehr sich beide zueinander hingezogen fühlen, ist ihnen überhaupt eine gemeinsame Zukunft möglich?
Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfühlsam und bildhaft. Die Charaktere sind ausführlich und sehr authentisch in allen Facetten beschrieben. Auch das Meer, das Watt und Naturgewalten sind gut dargestellt.
Es hat mich sehr berührt, über Eddas Schicksal zu lesen. Viele Rückblenden verdeutlichen, welches Gefühlschaos in ihr herrscht. Es ist verständlich, dass Edda in ihrem Leben so etwas wie Normalität erleben möchte. Aber auch die kleine Mia, die ganz unbekümmert scheint und trotzdem Angst hat, hat mir leid getan.
Ich habe mir beim Lesen keine Gedanken darüber gemacht, wie die Geschichte ausgehen könnte. Doch das Ende hat mich überrascht und ist aber sehr passend.
Eine wundervolle und sehr berührende Geschichte.

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Zurück ins Leben

Edda wurde als Kleinkind entführt und kann erst nach sehr langer Zeit in die Freiheit zurückkehren. Dieses Schicksal lastet noch Jahre später auf der jungen Frau, die sich von einem Urlaub am Meer Ruhe und Einsamkeit erhofft, auch um sich ihren Ängsten und Sehnsüchten mit neuer Kraft stellen zu können. Am Strand lernt sie in einer stürmischen Nacht Sebastian kennen, der ebenfalls ein Trauma erlitten hat und umso näher sich die beiden verletzten Menschen kommen, umso mehr öffnen sie sich für die Möglichkeit einer glücklicheren Zukunft.

„Die Stille zwischen Himmel und Meer“ war mein erstes Buch von Katharina Seck. Angezogen vom verheißungsvollen Titel und dem schönen Cover war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Eddas Schicksal ist sehr berührend und authentisch geschildert und man kann ihre seelischen Narben wirklich spüren und verstehen. Auch die persönliche Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchläuft und die Stärke, die sie Stück für Stück wiederfindet, sind gut beschrieben. Ich mochte sie auf Anhieb. Sebastian, der auf teilweise bärbeißige aber auch einfühlsame Weise in Eddas Leben tritt, blieb mir dagegen die meiste Zeit etwas fern. Ich hatte oft das Gefühl, dass er seine seelischen Verletzungen wie einen Schutzschild vor sich herträgt. Lange ist unklar, ob er für und mit Edda sein Schneckenhaus aufgeben kann. Beide ringen auf ihre eigene Weise um eine Heilung ihrer Herzen. Wie alles ausgeht, verrate ich natürlich nicht.

Der Schreibstil von Kati Seck ist in diesem Buch sehr gefühlvoll und die Autorin versucht mit poetischen Worten und Metaphern die Seelenpein ihrer Protagonisten zu beschreiben. Dies gelingt über weite Strecken auch sehr gut. Im letzten Drittel war es für meinen Geschmack ehrlich gesagt manchmal fast ein bisschen zu viel und ich hatte Sorge, ob mir das Finale gefallen würde und ob es nicht zu kitschig werden würde. Aber ich war mit dem Ende mehr als zufrieden. Es macht die Geschichte stimmig und erdet sie.

Ein schöner Roman über den Versuch, sein Schicksal zu überwinden und in die eigenen Hände zu nehmen.

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Eddas Weg in die Freiheit

Vor fünf Jahren gelang es der damals 17jährigen Edda, aus dem Keller zu entkommen, in dem sie Isolde, die sie als fünfjähriges Mädchen in einem unbeaufsichtigten Moment vom Kindergartenspielplatz entführt hatte, gefangen hielt.
Therapeuten, Psychologen und nicht zuletzt die leibliche Mutter, zu der sie nur schwer Zugang findet, helfen ihr, die zwölf Jahre Gefangenschaft zu verarbeiten, doch auch noch Jahre nach der Befreiung ist es Edda nicht gelungen, in ein Leben zu finden, das sie erst so spät kennenlernte.
Sie leidet unter vielfältigen Ängsten und Panikreaktionen und ist unfähig, Nähe zuzulassen und Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen außer zu ihrer Entführerin, die längst tot ist.
Eines Tages beschließt die junge Edda, an die Nordsee zu reisen und sich dort ihren Ängsten zu stellen - denn Meer, der weite Himmel und ungebändigte Naturgewalten sind es, wovor sie sich am meisten fürchtet....

Die Autorin Kati Seck nimmt den Leser mit auf Eddas Reise in die Freiheit, lässt ihn teilhaben an ihren mutigen Versuchen, ihre lange Gefangenschaft endgültig hinter sich zu lassen, sich endlich dem Leben zu stellen und seine vielfältigen Herausforderungen ohne Angst anzunehmen.
Dabei verwebt sie die Gegenwart immer wieder mit Eddas Vergangenheit, die in Rückblicken den zweiten Handlungsstrang bildet, wodurch sich schließlich ein Gesamtbild ergibt, das freilich nicht komplett ist und einige Lücken aufweist, die man vielleicht zu füllen gewünscht hätte, um nicht nur Edda sondern auch die übrigen Charaktere, die in dem Roman eine Rolle spielen, besser zu verstehen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen zu können.

Gewiss, Eddas Schicksal berührt und schockiert, kann niemanden kalt lassen. Doch wirklich in sie hineinversetzen kann man sich nicht.
Möglicherweise ist dies auch zu viel verlangt, ist dies unmöglich und gelingt nur jemandem, der sich selbst in einer vergleichbaren Situation befunden hat, der mühsam lernen musste, sich im Leben wieder zurechtzufinden nach Schicksalsschlägen, die dennoch keineswegs so tragische Ursachen haben müssen wie Eddas.

Was zweifellos zu bewundern ist, sind Eddas Mut, ihre geradezu verzweifelte Entschlossenheit und die Zähigkeit, mit denen die Autorin sie ausstattet, ist die Art und Weise, wie sie in den drei Wochen, die sie an der Nordsee verbringt, mehrfach zurückgeworfen wird in ihren Bemühungen und sich schließlich in einer äußerst dramatischen Situation bewähren muss.
Und genau letztere ist es, die mir unglaubwürdig und doch ein wenig an den Haaren gerbeigezogen erscheint, ebenso wie die Auflösung der Geschichte, für die mir gleichsam das Versatzstück zur Haupthandlung fehlte.

Gut gelungen jedoch ist der Autorin die Beschreibung der wilden Natur, in der sie die Protagonistin ihres Romans ihre Ängste überwinden lässt und mit der sie wechselnde Stimmungen einfängt, die in Edda ihren Widerhall finden und dem Leser darüberhinaus eine klare Vorstellung der Landschaft geben, in der die Handlung angesiedelt ist, einen Eindruck ihrer Gewaltigkeit und Unendlichkeit, aber auch der Gefahren, die darin verborgen liegen.
Ja, ein Ort, an dem man auch auf weniger spektakuläre Weise und ganz allmählich zu sich selber finden kann!

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