Kelli Estes: Die Seideninsel

 
4.7 (2)
 
0.0 (0)
653   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Kelli Estes: Die Seideninsel
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Girl Who Wrote in Silk
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783442484300

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Liu Mei Lien spürte das Beben des Drampfschiffes unter ihren Füßen.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Land
Kontinent
Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Als Inara Erickson die alte Villa ihrer Tante erbt, kehrt sie nach Jahren wieder auf Orcas Island im Nordwesten der USA zurück. In ihrer Kindheit hatte sie hier ihre Sommer verbracht, ohne zu ahnen, welches Geheimnis das Haus hütete. Nun aber entdeckt Inara unter einer losen Treppenstufe ein seltsames Stück Stoff, kunstvoll mit chinesischen Stickereien bedeckt. Sie scheinen von einer Frau zu erzählen, die im 19. Jahrhundert auf der Insel lebte. Fasziniert beschließt Inara, deren Geschichte zu entschlüsseln, und kommt so dem Schicksal der Chinesin Mei Lien auf die Spur. Doch je mehr sie sich damit befasst, umso tiefer dringt sie in ein dunkles Geheimnis ihrer Familie ein. Bis sie vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens steht ...

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (2)
Charaktere 
 
4.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.5  (2)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

gestickte Geschichte

Inara braucht ein wenig, um sich über das Erbe ihrer Tante zu freuen. Zwar verbindet sie mit dem Haus auf Orcas Island viele glückliche Kindheitstage, aber hier hatte sie auch den Streit mit ihrer kurz darauf verunfallten Mutter, an deren Tod sie sich seitdem die Schuld gibt. Doch auf der Insel angekommen, erkennt sie, dass sie hier eine wahre Heimat finden könnte und aus dem Haus ließe sich doch ein Hotel machen. Jetzt muss sie nur noch ihren Vater überzeugen, dass er ihr einen Kredit gibt. Bei ersten Touren durch das Haus entdeckt sie in einem Versteck einen chinesisch bestickten Ärmel. Auf der Suche nach Informationen dazu stößt sie auf verdrängte Geschichte in ihrer eigenen Familie.

Seattle, Ende des 19. Jahrhunderts: Bei Ausschreitungen gegen die chinesischen Bewohner der Stadt kommt es zu Toten, die junge Mei-Lin wird praktisch deportiert. Um sie vor einem schlimmeren Schicksal zu bewahren, „springt“ sie über Bord und landet schließlich auf Orcas Island.

Ich mag Geschichten, die das Schicksal einer Familie über mehrere Generationen verfolgen und bei denen die modernen Figuren die Geheimnisse der Vergangenheit zu ergründen versuchen. Leider sind das häufig recht seichte Geschichten, in denen das Geheimnis nur dazu dient, die Heldin Bekanntschaft mit dem Mann machen zu lassen, für den sie sozusagen „bestimmt“ ist. Zwar trifft Inara im Rahmen ihrer Recherchen ebenfalls einen Mann, in den sie sich verliebt, ansonsten wurde ich aber positiv überrascht, das Buch ist nämlich deutlich weniger oberflächlich als ich erwartet hätte und trotz diverser strategisch platzierter Zufälle, hatte ich nicht das Gefühl, dass die Autorin stets den erst besten Weg eingeschlagen hat. Dabei gefielen mir die Szenen in der Vergangenheit allerdings noch etwas besser, die Figuren dieses Handlungsstrangs, allen voran Mei-Lin, wirken auf mich realer als die der Gegenwart. Auch mit der Auflösung des sich eigentlich stetig weiter zuspitzenden Konflikts zwischen Inara und ihrem Vater bin ich nicht ganz glücklich, hier hat die Autorin einen ziemlich bequemen Weg gewählt.

Die Autorin thematisiert allerdings sehr ausführlich, und wie ich finde, sehr gelungen, die Verfolgung der chinesisch stämmigen Bewohner der US-Westküste im 19. Jahrhundert und zeigt dabei auch verschiedene Varianten der damals vorhandenen Diskriminierung, so dass ein durchaus differenziertes Bild entsteht. Als zweiten Aspekt betrachtet sie auch den heutigen Umgang mit der damals entstandenen Schuld und findet eine auf mich „ehrenhaft“ wirkende Lösung.

Mit „Die Seideninsel“ ist Kelli Estes eine generationenübergreifende Geschichte um ein Familiengeheimnis gelungen, die deutlich mehr Tiefe aufweist als für dieses Genre üblich ist. Ich bin gespannt, ob und was sie nach diesem Debüt in Zukunft schreiben wird – eine potentielle Leserin dafür hätte sie schon mal.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Die Seideninsel

Die 24-jährige Inara erbt von ihrer Tante eine Villa auf Orcas Island, einer Insel im Nordwesten der USA. Sie hat dort glückliche Tage in ihrer Kindheit verbracht, bis ihre Mutter auf der Insel ums Leben kam. Nun kehrt sie nach vielen Jahren auf die Insel zurück. Obwohl sie anfangs den Entschluss hatte, die alte Villa zu verkaufen, kann sie sich dem Zauber der Insel doch nicht entziehen. Außerdem findet sie in der alten Villa ein altes Stück Seide, das über und über mit chinesischen Stickereien versehen ist. Diese Entdeckung macht sie neugierig und so beginnt sie, nachzuforschen. Bald findet sie die Geschichte einer jungen Frau heraus, die im 19. Jahrhundert auf der Insel lebte. Das alte Stück Seide erzählt ihre Geschichte...

Mein Leseeindruck:

Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Ich habe zwar eine schöne geheimnisvolle Geschichte erwartet, aber dass mich die Handlung dann so mitreißen konnte, habe ich nicht erwartet. Aber so war es. Schon ab der ersten Seite war ich total gefesselt von der Geschichte und mochte das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen.

Abwechselnd werden die Geschichten erzählt von Inara und von Mei Lien. Inara lebt in der Gegenwart und hat die alte Villa geerbt, in der vor mehr als hundert Jahren die junge Chinesin Mei Lien lebte. Beide Handlungsstränge haben mich überzeugen können, doch die Geschichte von Mei Lien hat mich wirklich sehr berührt.

Die Autorin hat einen sehr packenden, fesselnden und dabei doch leichten Schreibstil. Das Buch hat sich sehr schnell lesen lassen und die Handlung hat mich an manchen Stellen wirklich zu Tränen gerührt. Ich habe sehr mit den Protagonisten mitfühlen können.

Ich hoffe sehr, dass dieses Buch noch viele Leser finden wird, denn es hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue