Kristin Hannah: Die andere Schwester

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Kristin Hannah: Die andere Schwester
Untertitel
Wer zu lieben wagt
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Between Sisters
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783746634289

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Geduldig wartete Dr. Harriet Bloom auf eine Antwort.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Seit Jahren haben die Schwestern Claire und Meghann kaum Kontakt. Dann möchte Claire einen Mann heiraten, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat. Davor will sie die ältere Meg unbedingt bewahren – ist sie doch selbst zu oft enttäuscht worden, als dass sie noch an Liebe glauben könnte. Ausgerechnet jetzt lernt Meg jemanden kennen, der es wert wäre, ihre Angst vor Nähe zu überwinden. Doch dann droht den Schwestern ein erneuter Verlust, und sie werden gezwungen, sich ihrer schwierigen Vergangenheit zu stellen.
Ein so kluger wie gefühlvoller Roman über zwei ungleiche Schwestern.

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Emotionen pur

Meghann Dontess und Claire Cavenaugh sind Schwester. Aber sie sind so unterschiedlich und haben so unterschiedliche Vorstellungen von ihrem Leben, dass sie eigentlich nichts miteinander verbindet. Bei den seltenen telefonischen Kontakten reden sie am liebsten über das Wetter, das ist unverfänglich. Meghann ist eine erfolgreiche Scheidungsanwältin. Das hat ihre alle Illusionen über die Liebe und glückliche Ehen geraubt. Sie selbst lebt als Single und behauptet, dass es ihr so gefällt. Die jüngere Schwester Claire lebt bei ihrem leiblichen Vater und betreibt mit ihm das River’s Edge Resort. Sie ist alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. Eigentlich leiden beide unter der Entfremdung und bei den unpersönlichen Gesprächen kommt es immer wieder zu Missverständnissen und neuen Verletzungen. Als Claire dann heiraten will und Meg zur Hochzeit einlädt, will Meg ihre kleine Schwester vor einer Enttäuschung, wie sie es selbst zu oft erlebt hat, bewahren.
Ich liebe den Schreibstil von Kristin Hannah. Das Buch „Die Nachtigall“ hat mich total begeistert, daher war ich sehr gespannt auf „Die andere Schwester“.
Die Schwestern haben sich als Kinder gut verstanden, doch das änderte sich dann und so kam es, dass sie kaum noch Kontakt hatten. Ich war begierig zu erfahren, was dazu geführt hat, dass sie kaum noch miteinander reden.
Als Meg bei Claire ankommt und ihr die Hochzeit ausreden will, muss sie feststellen, dass Claire mit ihrem bescheidenen Leben zufrieden ist. Sie hat eine Reihe von Freundinnen und liebt ihre kleine Tochter Ali, ihren Vater Sam und natürlich Bobby. Sie weiß einfach, dass er der Richtige für sie ist. Meg erkennt, wie leer ihr Leben doch ist, obwohl sie alles hat. Bei ihrer Schwester beginnt eine Veränderung und plötzlich ist da sogar jemand, der vielleicht auch einen Platz in ihrem Leben haben könnte. Als Claire krank wird, wirkt die organisierte und autoritäre Meg ziemlich überfordert. Aber sie tut alles, um ihrer Schwester zu helfen.
Die Charaktere in dieser Geschichte sind sehr menschlich dargestellt. Während mir Claire von Anfang an sehr sympathisch war, hat es bei Meghann gedauert, bis ich mich mit ihr anfreunden konnte. Doch dann kam die Mutter der beiden Frauen ins Spiel. Eliana Sullivan ist eine kalte und egoistische Frau, die sich in der Öffentlichkeit ständig in Szene setzt. Ihre Kinder waren ihr nur lästig und nun hat sie nicht einmal Mitgefühl für ihre kranke Tochter. Jetzt sind die Verletzungen, die in der Vergangenheit entstanden sind, nachvollziehbar.
Erst so peu à peu erfahren wir, was das Schicksal Maghann und Claire im Leben beschert hat. Auch wenn das Ende der Geschichte vorhersehbar ist, so hat mir das Buch dennoch sehr gefallen.

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Interessante Charaktere in einer berührenden Geschichte !!

Ich habe schon sehr viele Werke der Autorin Kristin Hannah gelesen. Wichtig für alle, die der Autorin schon lange folgen, ist hier definitiv zu sagen, dass „Die andere Schwester“ schon im Jahre 2006 unter einem anderen Titel „Wer zu lieben wagt“ erschienen ist. Mir war dies nicht bewusst, ich habe es erst im Nachhinein erfahren. Da ich das Werk aber unter dem alten Titel nicht gelesen hatte, spielt es für mich selbst nur eine sehr geringfühige Rolle. Im Mittelpunkt von „Die andere Schwester“ steht das Thema Familie, aber auch Ängste, Freundschaft und Liebe sind wichtige Bestandteile des Buchs. Wir begleiten als Leser größtenteils die ältere der beiden Schwestern Meghann. Sie ist eine absolute Karrierefrau. Ihr Leben erscheint alles andere als zufriedenstellend. Sie wirkte einsam auf mich, hat kaum soziale Kontakte oder gar Menschen, die sie Freunde nennen kann. Aufgrund ihrer Vergangenheit ging es mir beim Lesen oft so, dass ich Mitleid mit ihr hatte. Nach außen hin wirkt sie sehr verhärmt, lässt kaum Menschen oder gar Gefühle an sich heran und ist nicht in der Lage längerfristige Beziehungen aufzubauen. Ihre Schwester Claire ist das genaue Gegenteil von Meghann. Claire gelingt es schnell die Herzen ihrer Mitmenschen zu erobern. Sie ist recht offen und im Umgang mit denjenigen, die ihr wichtig sind, liebevoll und fürsorglich.
Die Gestaltung der Charaktere und besonders die Ausarbeitung der Unterschiede hat mir sehr zugesagt.

Aufbau, Struktur & Stil:
Als Leser verfolgen wir die Handlung in „Die andere Schwester“ aus drei verschiedenen Perspektiven. Erzählt wird jeweils aus Sicht der dritten Person, ich hätte mich hier über einen Charakter, der auch aus der Ich-Perspektive berichtet gefreut. Aber auch so fiel es mir nicht schwer, mich in die Situationen, aber auch die Gefühle der Figuren hineinzuversetzen. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Ganz besonders hervorheben möchte ich den unglaublichen sensiblen, einfühlsamen Schreibstil der Autorin. Immer wieder hat sie mich genau da abgeholt, wo ich mich emotional befunden habe. Das schafft nicht jeder Autor, aber Kristin Hannah gelingt es in ihren Werken regelmäßig. Ich habe „Die andere Schwester“ innerhalb weniger Stunden durchgelesen und dabei so manch eine Träne vergossen.

Fazit:
„Die andere Schwester“ hat mich tief berührt. Ganz besonders die Gestaltung der Charaktere hat mir sehr gefallen, aber auch den einfühlsamen Schreibstil möchte ich hervorheben !!

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einfühlsam und unterhaltsam

„Die andere Schwester“ von Kristin Hannah ist eine Neuauflage des 2006 bereits erschienen Romans „Wer die Liebe wagt“. Das war für mich kein Problem, denn dieses Buch kannte ich noch nicht. Warum man allerdings den Titel ändern musste und so einige Käufer verärgert hat, kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem versucht der Verlag an den großen Erfolg „Die Nachtigall“ anzuschließen, in dem er die Cover-Gestaltung darauf abgestimmt hat. Rein inhaltlich hat diese Geschichte aber absolut gar nichts mit dem großen Erfolgsroman zu tun. Mir war das alles vorher bewusst, so dass ich hier keine große Enttäuschung erleben musste. Es handelt sich hier um einen Gegenwartsroman ohne historische Bezugspunkte. Genauer gesagt um eine Familien- und Liebesgeschichte.

Was mir gefallen hat, war zum einen der wohlvertraute Erzählstil der Autorin. Sie lässt sich Zeit für ihr Charaktere, versucht die Familienkonstellationen genau zu beschreiben und enthüllt erst nach und nach die Verletzungen und Verhärtungen, die die Seelen der Darsteller erlitten haben. Dramatisch und traurig fand ich hier, dass vor allem die Mutter der beiden erwachsenen Schwestern ein so egozentrischer und emphatieloser Mensch ist. Auf die daraus resultierende Kindheit und Jugend reagieren die beiden Schwestern Claire und Meghan sehr unterschiedlich. Während die eine ein besonders liebevoller und familienbezogener Mensch wird, ist die andere zu einer Karrierefrau herangewachsen, die ihre Verletzlichkeit hinter einer rauen Oberfläche verbirgt und unfähig scheint, längere Liebesbeziehungen einzugehen oder auch nur ein normales Familienleben zu pflegen.

Zum anderen lässt Kristin Hannah die beiden Schwestern erst mal gründlich miteinander und umeinander ringen, bevor die verhärteten Fronten langsam aufbrechen. Das ist sicherlich nicht neu aber wird unterhaltsam und einfühlsam erzählt. Wie auch in der „Nachtigall“ findet sie teilweise sehr berührende Worte für die Sprachlosigkeit aber auch für die ersehnte Nähe der Darsteller mit- und zueinander. Es handelt sich also auf jeden Fall um ein Frauenbuch, denke ich. Der Handlungsbogen ist relativ vorhersehbar. Lediglich einer der männlichen Nebendarsteller bietet Potential für Überraschungen und auch ein paar Tränen sind da miteinzuplanen. Sicherlich nicht ihr bestes Buch, aber ich habe es gerne gelesen.

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