Laila El Omari: Das Elfenbeinzimmer

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Laila El Omari: Das Elfenbeinzimmer
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492305846

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Mit der Dämmerung krochen kupferrote Schatten aus den Ecken und verwoben sich mit Erinnerungen und Bildern längst vergangener Tage.

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Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquin. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte …

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Ein dunkles Familiengeheimnis - jedoch springt der letzte Funke bei der Lektüre nicht über

Nach dem Tod der Mutter übernimmt Jana das Sorgerecht für ihre 16jährige Schwester Marla und verfrachtet sie beide nach Ceuta, zu ihrem Ehemann Joaquin. Obwohl es um die Ehe von Jana und Joaquin nicht gut steht, will Jana ihnen nochmal eine Chance geben und hofft auch beruflich auf einen Neuanfang in Ceuta.
Die Schwestern ziehen in das eindrucksvolle Haus der Familie von Joaquin ein und schön langsam kommt Jana einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das Jahrhunderte zurück reicht und bis in die heutige Zeit seine Spuren hinterlassen hat.

Die Geschichte wechselt zwischen den Perspektiven von Jana und Marla, was mir gut gefallen hat, da ich so das Innenleben von beiden Schwestern miterleben konnte. Marla ist ein typischer Teenager, mag sich an manchen Tagen selber nicht und kämpft mit ihrer Trauer wegen dem Verlust der Mutter. Obwohl sie Jana liebt, kann sie es ihr doch nicht zeigen und rebelliert auf ihre eigene Art und Weise.

Jana andererseits versucht auch mit ihrer Trauer fertig zu werden, ihre Ehe mit Joaquin zu retten und dabei auch noch für ihre Schwester da zu sein. Dabei ist sie manchmal kein einfacher Charakter und ich habe mich doch zum Teil echt schwer mit ihr getan. Jedoch fand ich es spannend ihre Recherchen zu begleiten und gemeinsam mit ihr hinter das so streng gehütete Familiengeheimnis zu kommen.

Immer wieder gibt es in dem Buch Rückblenden in die früheren Jahrhunderte, die mir zuerst nicht viel gesagt haben und schließlich immer mehr für Entsetzen bei mir gesorgt haben. Das dunkle Geheimnis ist wirklich sehr düster und ich muss gestehen, dass ich darauf gar nicht gefasst war. Solche Vorfahren möchte man dann tatsächlich nicht in der Familie haben.

Alles in allem habe ich dieses dünne Büchlein gerne gelesen, muss aber gestehen, dass der letzte Funke nicht auf mich übergesprungen ist. Eine nette Lektüre für zwischendurch, jedoch haben mir frühere Bücher von Laila El Omari, die ich gelesen habe, besser gefallen und mich mehr mitgerissen. Dafür gibt es drei Sterne.

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Neuanfang in Marokko

Über Laila El Omaris Bücher habe ich schon sehr viel Positives gehört, nur leider bisher nicht geschafft mal selber eins von ihr zu lesen. Das habe ich nun nachgeholt. Unvoreingenommen begann ich also zu lesen.

In der Geschichte geht es um die Schwestern Jana und Marla, die nach dem Tod der Mutter Deutschland den Rücken kehren und nach Marokko auswandern. Hier geht es auf den Familiensitz von Janas Mann Joaquin, vom dem sie derzeit getrennt lebt. Konflikte sind da vorprogrammiert...

Der Großteil der Handlung spielt in der Gegenwart, aber der Leser taucht des Öfteren auch in die Vergangenheit der Familie ein bis zurück ins Jahr 1608. Dadurch erfährt man sehr viel über die Entwicklung der Familienmitglieder und wie es überhaupt zu dem großen Geheimnis kam.

Die Protagonisten empfand ich als sehr durchwachsen. Jana hat mich einfach nur genervt. Für ihr Alter (28 Jahre) verhält sie sich sehr sprunghaft und naiv. Ihre Entscheidungen konnte ich des Öfteren nicht so ganz nachvollziehen. Auch war mir unbegreiflich warum sie auf Biegen und Brechen zu ihrem Ex zurückkehrt und bei ihm einzieht. Auch mit Joaquin bin ich nicht besonders warm geworden.

Ihre kleine Schwester Marla hat mir da deutlich besser gefallen. Die Handlung um sie und Raul hat mir sehr zugesagt und war ein Lichtblick im Roman. Auch den etwas kauzigen Vater von Joaquin fand ich sehr sympathisch.

Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung des Hauses der Familie Mariscal, denn das empfand ich beim Lesen als sehr beeindruckend. Es ist in der Geschichte der Dreh- und Angelpunkt und zudem von großer Bedeutung.

Richtig spannend wurde der Roman eigentlich erst zum Ende hin, denn da kommt es zu Offenbarungen, die ich so nie erwartet hatte. Das gelüftete Familiengeheimnis hat es in sich.

Fazit: Ein Roman, der mir ganz gut gefallen hat, der aber noch Luft nach oben gehabt hätte. Auf einen weiteren Versuch mit der Autorin würde ich es ankommen lassen, dieses Buch kann ich jedoch nur bedingt weiterempfehlen.

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