Catherine McKenzie: Letzte Nacht

Catherine McKenzie: Letzte Nacht

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Catherine McKenzie: Letzte Nacht
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Hidden
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783453418707

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
kanadisch-englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als Letztes musste ich nur noch Art Davies feuern.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat …

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Empathie und Tiefgang

Jeffrey wird bei einem Autounfall so schwer verletzt, dass er stirbt. Dies erschüttert nicht nur das Leben seiner Frau Claire, die nun erst einmal das Begräbnis organisieren und sich um den gemeinsamen Sohn Seth kümmern und ihn trösten muss. Auch eine andere Frau verliert nach dieser Nachricht den Boden unter den Füßen: Tish, Jeffs Arbeitskollegin. Sie ist auch diejenige, die von der Firma zur Beerdigung entsendet wird und der Familie Jeffs die Beileidsbekundungen überbringt. In Claire keimen erste misstrauische Fragen: warum ist eine Arbeitskollegin derart vom Tod ihres eigenen Mannes betroffen? Gibt es möglicherweise doch etwas, dass sie über Jeff nicht wusste?
Die Autorin Catherine McKenzie erzählt nun aus dreierlei Perspektiven: Claire, Tish und Jeff kommen zu Wort. Claire, die bis zum überraschenden Tod ihres Mannes glücklich war und niemals an ihm gezweifelt hätte, erzählt vom Kennenlernen mit Jeff und dem gemeinsamen Familienleben. Dank Tishs und Jeffs Sicht erfahren wir von von deren langsamer Annäherung und ihrer Affäre - obwohl beide einen Partner und ein Kind haben. Während die Sicht der beiden Frauen auch die Zeit nach Jeffs Unfalltod und vor allem die Trauer einfängt, begreift der Leser durch Jeff, wie es eigentlich zum Verhältnis zwischen ihm und Tish kommen konnte.

Die großen Fragen dieses Buches sind die nach Treue, Ehrlichkeit, Eifersucht und Trauer. Catherine McKenzie erzählt sehr einfühlsam und ruhig von den drei Hauptfiguren, so dass ich mich in alle drei gut hineinversetzen konnte. Keiner der drei ist unsympathisch, keiner handelt oder fühlt unrealistisch. Dadurch habe ich mich nicht nur einmal während der Lektüre dabei ertappt, dass ich mich selbst gefragt habe, wie ich an der Stelle dieser oder jener Figur handeln oder fühlen würde... Zudem greift durch die jedes Kapitel wechselnde Perspektive alles ineinander und man lernt Reaktionen und Empfindungen der Figuren zu verstehen. Somit ist das Buch nicht im eigentlichen Sinne spannend, sondern eher über den Aspekt, dass man sich selbst häufig hinterfragt und schlicht und ergreifend mitfühlt.

"Letzte Nacht" ist ein emphatischer, aufwühlender Roman, dessen Figuren ich gerne begleitet habe. Obwohl der Verlauf der Geschichte relativ vorhersehbar ist, schmälert dies in kleinster Weise das Lesevergnügen - einfach weil die Idee der Autorin nicht so tickt. Es geht nicht um den Plot, sondern um die Gefühlswelt der Protagonisten und deren Umgang mit Trauer und Betrug. Anders gesagt: es gibt immer wieder Bücher, die man gerne liest, obwohl man den Verlauf der Geschichte kennt oder zu kennen meint - "Letzte Nacht" gehört dazu.

Fazit: Ein Roman über die elementaren Fragen einer Beziehung und eines tragischen Verlustes - mit Tiefgang und viel Gefühl erzählt.

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Zu wenig Emotion

Inhalt:

Jeff stirbt bei einem Autounfall und hinterlässt seine Frau Claire und seinen Sohn Seth. Doch nicht nur seine Frau trauert um ihn, sondern auch seine Arbeitskollegin Trish. Wie es kommen muss, treffen Claire und Trish aufeinander. Was war zwischen Trish und Jeff? Und welche Rolle spielt Tim, der Bruder von Jeff und gleichzeitig Ex-Freund von Claire.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Claire, Trish und Jeff erzählt. Manchmal bewegt man sich dabei in der Gegenwart, manchmal in der Vergangenheit. Ich habe mir nicht immer leicht dabei getan, sofort zu erkennen, wer gerade erzählt. Alle Abschnitte werden aus der Ich-Perspektive wiedergegeben, doch es deutet keine Überschrift oder ähnliches darauf hin, welcher Erzähler gerade an der Reihe ist. Dazu kommt, dass die Charaktere nicht unterschiedlich genug sind oder deren Eigenheiten nicht detailliert genug herausgearbeitet wurden, so dass man die Person nicht alleine an der Erzählweise erkennt. Ich konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, weil ich sie als Leser nicht gut genug kennen lernen durfte. Gerade bei der Thematik das Buches - Trauer, Schmerz, Verlust, Betrug, Liebe - spielen Emotionen eine große Rolle. Meines Empfindens nach wurden die Gefühle hier aber zu wenig beachtet und die Geschichte wurde etwas zu sachlich abgehandelt. Es hat mich einfach nicht berührt.

Nichts destotrotz liest sich das Buch sehr gut und der Sprachstil hat mir gut gefallen. Inhaltlich hat das Buch seine Schwächen. Neben den fehlenden Emotionen hat mich gestört, dass keine Spannung aufgebaut wird und das Buch auch mit keinen unvorhersehbaren Wendungen dient. Trotz der an sich dramatischen Thematik ist das Buch sehr ruhig, es gibt keine WOW-Momente oder ähnliches.

Für mich war es daher ein sehr durchschnittliches Leseerlebnis, für das ich 3 Punkte vergeben kann.

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Letzte Nacht

Zum Inhalt:

Als Jeff plötzlich und unerwartet bei einem Verkehrsunfall stirbt, bricht für seine Frau Claire eine Welt zusammen. Völlig verzweifelt versucht sie mit ihrer Trauer zurechtzukommen und sich um das Begräbnis und ihren Sohn Seth zu kümmern.
Aber nicht nur Claire ist am Boden zerstört. Da ist auch noch Jeff`s Arbeitskollegin Tish, die ebenfalls bei seiner Todesnachricht zusammenbricht. Als Tish dann auch noch auf der Beerdigung erscheint, kommen Claire Zweifel am Verhältnis zwischen Jeff und Tish. War da vielleicht mehr als sie ahnt?…

Zum Cover:

Das Cover wirkt auf mich sehr ruhig und traurig, was auch durch die gedämpften Farben und etwas verschwommenen Konturen verstärkt wird.


Zum Schreibstil:

Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen. In Ich - Form erzählen die drei Protagonisten jeweils abwechselnd in gleicher Reihenfolge die Ereignisse des jeweiligen Kapitels.


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Es handelt von Liebe, Geheimnissen, Freundschaft, Trauer, Ehrlichkeit und Zweifel. Die drei Protagonisten erzählen ihr Leben, ihre Gefühle, Ängste und Freuden dermaßen realitätsnah, dass ich mich sehr gut in alle drei hineinversetzen konnte. Deutlich spürt man die unterschiedlichen Wahrnehmungen der jeweiligen Situation. Und ich habe mich oftmals gefragt, wie ich wohl reagiert hätte. Ich weiß es nicht!

Fazit: Sehr bewegend und mitfühlend. Absolut lesenswert!



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