Zeruya Shalev: Liebesleben

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Zeruya Shalev: Liebesleben
ET (D)
2000
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
chajej ahawa
ET (Original)
1997
ISBN-13
9783442760008

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

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Die Begegnung mit Arie, einem alten Freund ihres Vaters, wirft das Leben der Ich-Erzählerin Ja'ara aus der Bahn. Vom ersten Moment an verfällt sie der erotischen Anziehungskraft des ebenso rätselhaften wie tyrannischen Egozentrikers. Ja'ara erlebt eine bedingungslose, obsessive und demütigende Liebesbeziehung, die sie dazu bringt, auf alles zu verzichten, was ihr Leben bisher ausgemacht hat: ihre Ehe, ihre Karriere, ihre Vorstellungen von Treue und Anstand.

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Zu diesem Buch habe ich eine eher gespaltene Meinung.

Zeruya Shalev schreibt in einer kunstvollen und dennoch einfachen Sprache, ihre langen Absätze und das Fehlen von Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch wie sie eloquent das Gefühlsleben ihrer Protagonistin auslotet, ist einfach wunderbar zu lesen.

Inhaltlich konnte ich mich jedoch gar nicht mit Ja'ara identifizieren. Diese völlige Selbstaufgabe, diese blinde Ergebenheit gegenüber einem Mann, der mit ihren Gefühlen nur spielt, wie stark sie sich von ihm abhängig macht, konnte ich nicht nachvollziehen.

Bei den Bettszenen wurde die Sprache für mich teilweise unnötig vulgär und brutal; das hätte in meinen Augen nicht sein müssen. Ansonsten aber ein psychologisch ausgefeiltes Bild einer emotional aufgewühlten Frau, das höchst lesenswert ist.

Noch besser gefiel mir "Mann und Frau" von der gleichen Autorin.

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Shalev`s Liebesleben ist zu Beginn von der Stimmung her zwar eine ziemliche Herausforderung für unbeschwerte Gemüter - doch wird man reich belohnt, lässt man sich auf ihre wahrhaft schlichte und schöne Art, zwischenmenschliche Beziehungen zu beschreiben, wirklich ein. Vor allem beeindruckt mich die positive Neutralität und Wertungslosigkeit, mit der die Abgründe menschlichen Handelns und Erlebens in Zwischenmenschlichen dargestellt werden.

Mit unwahrscheinlich reichen Bildern beschreibt Shalev die devot - zerrissenen Gefühle ihrer Protagonistin ohne dabei die nötige Klarheit und Präzision der Sprache zu verlieren. Dies verleiht dem Buch emotionaler Tiefe ohne dass man darin verloren geht... Super Buch! Allen, die sich für Macht, Abhängigkeit und Selbstzerstörung interessieren ein Muss, und besser als so manche psychologische Ausarbeitung.

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Wenn der Literaturgott Marcel Reich-Ranick ein gutes Wort für ein Buch findet, dann bedeutet dies wohl viel, so viel dass sich eine riesige Schar von "Leseratten" gleich seiner Meinung anschliessen, und in grossen Worten von einem Meisterwerk sprechen. Was ist das faszinierende an diesem Buch? Die unzensierte und ordinäre Sprache über das "Liebesleben", oder ein tragisches schicksal, von dem sich jeder davor bewahren möchte? Ich selbst bin froh, das ich mit dem lesen des Buchs fertig war, denn die ca. 368 Seiten, nagten am Durchhaltewillen. Für mich ist das Buch eine Rechtfertigung eines traurigen Lebens, geschildert durch die Sicht einer Frau die geblendet durch ihre eigene komplexität ist. Was Literatur auch immer sein mag, aber wenn sie versucht ein eigens Gottesbild, oder eine eigene Rechtfertigung des daseins sucht (durch eigene Thesen und, selbstgedrehten Ideologien) , so bin ich der Meinung, scheitert dies doch kläglich. Zeruya Shalev beschreibt eine Person, die sich ihr Credo selbst bastelt, und versucht in ihrem Buch den Sinn oder den Unsinn des Lebens zu begründen, dabei vergisst sie vielleicht, das ein Glückliches Leben viel einfacher zu erlangen wäre, nämlich durch das loslassen von sich selbst....an einen aufrichtigen Glauben, aber das wär dann ja keine Literatur mehr...

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Leider kann ich den vielen positiven Meinungen über das Buch "Liebesleben" von Zeruya Shalev nicht folgen. Die thematische Verhandlung, aus einer konsequet weiblichen Perspektive betrachtet, empfinde ich durchaus buchwürdig. Auch habe ich den Eindruck, dass der Roman sowohl inhaltlich als auch sprachlich wächst. Eine Reihe von Passagen sind fesselnd, gut beobachtet und zumindest packend, wenn auch sprachlich insgesamt für meine Begriffe zu plakativ und klischeehaft, beschrieben. Auch muss ich anerkennen, dass Z. Shalev ein gutes Gespür für die Konstruktion einer Romanhandlung besitzt. Sie kann Spannungen erzeugen und halten. Was gefällt mir an dem Buch nicht? Ich empfinde den größten Teil der Handlung als zu klischeehaft und zu stark im Kopf konstruiert, sprich, die Handlung (bei aller Spannung, Angespanntheit und zum Teil Atemlosigkeit) bleibt leblos, statisch, sie erscheint eben nicht gelebt, sondern ausgedacht (besonders zu merken an den erotischen Obsessionen). Einzig die Ehe zwischen der Ich- Erzählerin und Joni scheint gelebt. Hier habe ich den Facettenreichtum an Emotionalität, die eine langjährige Ehe auslöst, gespürt. Alle anderen Figuren, Situationen, Handlungsorte bleiben flach, statistenhaft. Dass dem liebenswürdigen, aber etwas langweiligen Joni ein alternder Macho gegenüber gestellt wird, kann ich nachvollziehen, aber seine gesamte Figur bleibt holzschnittartig, klischeehaft, zu einfach für ein solches Thema.

Durchaus nachvollziehbar ist die sexuelle Abhängigkeit, die hier beschrieben wird. Ich hatte aber zumindest im ersten Drittel des Romans das ungute Gefühl, dass die Autorin eine Handlung braucht, um eine Reihe erotischer Obsessionen auf dem Papier auszuleben. Wie lebensfern und eher an Softpornos erinnernd wirkt doch die Szene in der Umkleidekabine. Oder haben Sie sich schon einmal in eine fremde Umkleidekabine, in der sich ein Mann umzieht, mit Absicht verirrt, an den Sachen des Mannes geschnuppert, um später auf seine Unterhose zu starren? Sprachlich konnte mich der Roman nicht überzeugen. Ich empfinde die Häufung der Attribute, der Vergleiche (die zum Teil an den Haaren herbeigezogen wirken) und der Klischees als entbehrlich.

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