Lilian Loke: Auster und Klinge

 
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Lilian Loke: Auster und Klinge
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783406700590

Informationen zum Buch

Seiten
313

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ein Murmeln aus Dutzenden Mündern erfüllt das Callcenter, während Georg auf seinem Merkblatt herumkritzelt, stets lächeln beim Sprechen, Verständnis zeigen, Essverbot am Platz, Georg zeichnet Herzkranzgefäße, Aorta, Muskelgewebe mit schnellem, fließendem Strich quer über die schnörkellose Computerschrift.

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Handlungsort

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Victor führt ein Doppelleben, als Hotelfachmann und Einbrecher. Als er wegen eines Bruchs im Gefängnis landet und von Frau und Tochter verstoßen wird, will er nach der Haft nur noch eines: Ein eigenes Restaurant eröffnen, um seine Familie zurückzugewinnen. Auch Georg hat zwei Identitäten, als Künstler einerseits und Erbe eines milliardenschweren Schlachtkonzerns andererseits. Doch Georg rührt seinen Erbteil nicht an, hasst die barbarischen Produktions- und Arbeitsbedingungen nicht nur in der familieneigenen Firma genauso, wie er den Kunstbetrieb verachtet: Er will die Gesellschaft mit radikalen Kunstaktionen aufrütteln – mit Aktionen, die wehtun. Als Victor zufällig bei Georg unterkommt, treffen sie eine Abmachung: Victor bringt Georg das Einbrechen bei. Dafür erhält er von Georg das Kapital für sein ersehntes Restaurant. Der Plan scheint aufzugehen, bis Georgs Aktionen außer Kontrolle geraten … Virtuos und mit bösartiger Komik erzählt Lilian Loke von einem riskanten Deal in einer erbarmungslosen Welt.

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Unstimmiges Buch im guten Stil

Victor, gefasster Dieb auf Bewährung, will nur eins: sein eigenes Restaurant eröffnen und zu seiner Familie nach seinem Gefängnisaufenthalt zurückkehren. Georg, Callcenter-Mitarbeiter und gescheiteter Künstler weiß, was er nicht will: im großen Schlachthauskonzern seiner Familie einsteigen, auch das Geld will er nicht. Zufällig treffen Victor und Georg aufeinander und Georg überlegt, ob er Victors Geschick für seine Kunstaktionen gebrauchen kann, während Georgs Geld Victors Restaurant auf die Sprünge helfen kann...

Ein bisschen ratlos lässt der Roman mich zurück. Aufgrund des Inhalts dachte ich an einen lockeren, vielleicht humorvollen Roman über ein interessantes Duo, das sich am zwar mit illegalen Machenschaften aber mit nichts Gefährlichem beschäftigt. Erstmal hat es lange gedauert, bis das Buch Fahrt aufnahm. Mit etwas mehr als 300 Seiten ist das Buch nicht allzu umfangreich, aber erst nach der Hälfte war das "Vorgeplänkel" beendet. Auch habe ich keinen wirklichen Spannungsbogen wahrgenommen. Die Geschichte wird erzählt, erzählt erzählt, aber worauf das Ganze hinaus soll, hat sich mir nicht erschlossen. Auch Georgs Motive und die Sinnhaftigkeit seines Handelns blieben mir verborgen, Humor habe ich ebenfalls eher vergeblich gesucht.

Zu dem kommt ein Schreibstil, der durch den ersten Satz gut repräsentiert wird. Lange kurze Sätze, durch Kommas getrennt, ohne Konjunktionen, abgehackt. Ich habe mich da irgendwann 'reingelesen, aber sobald der Inhalt mal Längen aufwies, musste ich mich stark konzentrieren, um die Seiten nicht zu überfliegen und ich muss gestehen, dass ich das dennoch das ein oder andere Mal getan habe. Hinzu kam, dass zwischen Gegenwart und Vergangenheit wild gesprungen wurde und auch die Zeitsprünge viel Aufmerksamkeit abverlangt haben. Denn nur so konnte man nachvollziehen, wo man sich gerade in der Geschichte befindet. Durch diesen abgehackten Stil blieb die ganze Geschichte für mich auch distanziert. Ob es wegen der kriminellen Machenschaften so gewollt war oder andere Gründe hat, weiß ich nicht. Aber leider blieben deswegen auch die Personen für mich ziemlich konturenlos, weswegen mir sowohl Georgs als auch Victors Schicksal recht egal waren, auch wenn ich zumindest für Victor noch ein wenig mehr Interesse aufbringen konnte.

Und wenn ich mir nach dem Lesen nun das Cover anschaue - okay, das Herz erschließt sich mir, aber die Farbwahl: orangenes Herzorgan auf pinkem Umschlag mit weißer Schrift? Ich habe nicht das Gefühl, dass das zum Inhalt oder zum Stil des Buches passt.

Also was bleibt? Stilistisch ist das Buch gut, aber es war für mich nicht stimmig. Obwohl ich gerne Dieben oder kleinen Outlaws auf ihren Abenteuern folge, hat mich dieses Buch nicht gepackt.

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