Chris Cleave: Little Bee

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Chris Cleave: Little Bee
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Other Hand
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783423214063

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Oft wünsche ich mir, ich wäre kein afrikanisches Mädchen, sondern eine britische Pfundmünze.

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Handlungsort

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Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

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(Aktualisiert: 25 April 2013)

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Tolle erste Hälfte, schwach die zweite Hälfte

Der Klappentext verrät nur wenig über den Inhalt und bittet den Leser auch, bei Weiterempfehlungen nicht zu viel zu verraten. Ich wusste wirklich nicht, um was es in diesem Buch geht, bevor ich angefangen habe, es zu lesen. Viele positive Rezensionen hatten mich darauf aufmerksam gemacht, aber von diesen blieb auch nur das Stichwort "afrikanisches Flüchtlingsmädchen" hängen.

Zwei Jahre vor Beginn der Ereignisse, die in diesem Buch erzählt werden, haben sich Little Bee, ein junges nigerianisches Mädchen, und Sarah, die mit ihrem Mann eine Urlaubsreise macht, an einem nigerianischen Strand getroffen. Was dort passiert ist, erfährt man erst recht spät im Buch, deshalb möchte ich an dieser Stelle nur sagen, dass es ein schicksalshafter Tag für alle Beteiligten war, der ihr Leben nachhaltig verändert hat. Zu Beginn des Buches treffen die beiden sich wieder und versuchen gemeinsam, vergangene und aktuelle Geschehnisse zu verarbeiten.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Little Bee, die zwar sehr unterschiedlich sind, in ihrer Stärke und Unabhängigkeit aber auch viele Gemeinsamkeiten haben. Interessante Charaktere sind beide und Chris Cleave hat es geschafft, die jeweiligen Kapitel ganz unterschiedlich zu erzählen und die Stimmen der Protagonistinnen von einander abzusetzen. Little Bee erklärt dem Leser oft, wie sie ihren Freundinnen zuhause englische Gegebenheiten erklären würde, wodurch sie kulturelle Unterschiede aufzeigt, ohne belehrend zu wirken. Auch wenn Sarah keine ungewöhnliche Romanfigur ist – die durchschnittliche beruflich erfolgreiche Mutter und Ehefrau – haben mir ihre Passagen fast besser gefallen. Vielleicht liegt das auch gerade daran, dass sie dem europäischen Leser näher ist als Little Bee und man sich besser mit ihr identifizieren kann. Besonders ans Herz gewachsen ist mir auch Sarahs Sohn Charlie, der nur im Batman-Kostüm auftritt und für den ein oder anderen Lacher gut ist und etwas Lockerheit in dieses sonst recht ernste Buch bringt.

Vom Anfang des Buches an arbeitet sich die Geschichte erst einmal Rückwärts, bis wir den Punkt an jenem Strand in Nigeria erreichen, an dem alles begann. Lange muss der Leser rätseln, was denn dort passiert sein könnte und als man es endlich erfährt, ist das der Höhepunkt der Geschichte. Alles was danach kam, plätscherte nur noch vor sich hin und war für mich nicht mehr so interessant. Einige Wendungen gegen Ende waren für mich nicht nachvollziehbar, ich hätte mir einen anderen Schlusspunkt gewünscht und hatte von Sarah eine reifere und durchdachtere Handlungsweise erwartet.

Es ist sehr schade, dass die zweite Hälfte des Buches die aufgebaute Spannung nicht halten kann, denn in der ersten Hälfte war ich so begeistert von "Little Bee", dass ich ohne Bedenken die Höchstwertung vergeben hätte. So reicht es dank der interessanten Geschichte und der überragenden ersten Hälfte für vier von fünf Sternen.

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