Lisa Lutz: Little Miss Undercover

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Lisa Lutz: Little Miss Undercover
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Spellman Files
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783378006850

Informationen zum Buch

Seiten
36

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Ich schlüpfe ins Parkhaus, hoffentlich unbemerkt.

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Handlungsort

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Isabel Spellman, 28, hat ein großes Problem - ihre Familie. Bei SpellmanInvestigations, dem Detektivbüro ihrer Eltern, für das sie wie fast alle Familienmitglieder arbeitet, wird Privates stets berufsbezogen behandelt. Ihre 14-jährige Schwester Rae nennt Rund-um-die-Uhr-Beschattungen ihr liebstes Hobby und das Leben eine wunderbare Aneinanderreihung von Möglichkeiten, die Familie zu erpressen. Der herzensgute Onkel Ray bringt mit Glücksspiel und Alkohol die Ermittlungen durcheinander. Und David, der perfekte Bruder, der das Unternehmen beizeiten verließ, um Anwalt zu werden, mischt sich dennoch überall ein. Als die Eltern Rae beauftragen, Isabel und ihren aktuellen Liebhaber zu beschatten, beschließt sie wutentbrannt, aus dem Familienbusiness auszusteigen - mit unabsehbaren Folgen.

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Merkwürdige Familiensitten

Spellman Investigations ist ein Familienbetrieb der besonderen Art. Bei den Spellmans werden die Familienmitglieder früh eingearbeitet, kaum dass sie laufen können. Nesthäkchen Rae, gerade 14 Jahre alt, stemmt munter Observationen und wenn sie von den Eltern keinen Auftrag bekommt, sucht sie willkürlich Fremde auf der Straße heim. Onkel Ray ist zwar lieber als Quartalssäufer, Frauenheld und Pokerspieler unterwegs, doch sofern er ansprechbar ist, wirkt er kräftig bei den Ermittlungen mit. Sohn David hat sich aus dem Familienbetrieb als einziger ausgekoppelt und arbeitet als Anwalt. Im Gegenzug beauftragt er immer wieder die elterliche Detektei mit Ermittlungen für seine Klienten. Ergänzt wird das Team druch die 28-jährige Tochter Isabell, einst ein Musterbeispiel für ein Leben nahe der schiefen Bahn, heute ein gewieftes Teammitglied.

Das Problem der Spellmans ist ihr permanentes Misstrauen, das sich von den observierten Übeltätern längst auf die gesamte Familie übertragen hat. Selbst die Kinder haben ihre Zimmertüren mit einbruchssichern Schlössern ausgestattet, die turnusmäßig ausgewechselt werden. Und Mama und Papa Spellman lassen skrupellos Isabell von Ray oder Rae verfolgen, um mehr über einen neuen Liebhaber zu erfahren. Bei soviel Mangel an Privatsphäre platzt Isabell irgendwann der Kragen und sie kündigt. Kurz darauf verschwindet Rae spurlos und die Familie muss nochmal gemeinsam ran, um Rae unbeschadet aufzustöbern.

So herrlich schwarz der Humor ist, mit dem Lutz die merkwürdige Familie Spellman beschreibt, so sehr bringt einen diese Familie aber auch auf die Palme. Oft genug möchte man den Eltern ein paar hinter die Ohren geben und Isabell beim Abnabeln helfen. So witzig, wie es auf Anhieb aussieht, ist die pathologische Kontrollwut dieser Familie keineswegs. Die junge Rae verhandelt skrupellos, beobachet die Geschwister und erpresst ihre Familienmitglieder ohne mit der Wimper zu zucken. Isabell bekommt keine normale Beziehung auf die Reihe und nennt Männer bereits beim Kennenlernen den "künftigen Ex-Freund Nummer Sowieso", weil sie sich der Familiengepflogenheiten schämt. Nur leider weiß Isabell nicht, wohin - weil sie seit dem zwölften Lebensjahr nichts anderes gemacht hat als Detetktivarbeit und sie sich keine andere Arbeit zutraut.

Erzählt wird die Geschichte von Isabell in Rückblicken, strukturiert als Verhör durch Inspektor Henry Stone, der die Suche nach Rae leitet (das Inhaltsverzeichnis wirkt viel komplizierter als das Stone'sche Verhör in Wirklichkeit stattfindet, nicht irritieren lassen). Da Isabell ziemlich weit zurück geht, spannt sich vor Stone eine recht ausführliche Familiensaga aus bis hin zu dem Fall, den Isabell als letztes für Spellman Investigations bearbeitet hat und zu dem sie einen möglichen Zusammenhang sucht.

Lutz' Erzählweise zeichnet ein lebhaftes Bild der Spellmans, das zwischenzeitlich fast vergessen lässt, warum Isabell überhaupt berichtet. Das Ende bemüht sich um einen versöhnlichen Ausklang mit den überwachungsverrückten Eltern und lässt hoffen, dass es in künftigen Bänden zwar skurril, aber gesitteter zugehen möge.

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Isabel Spellman ist die missratene mittlere Tochter einer Familie von Privatdetektiven. Die Eltern sind seit Jahren in der Branche tätig, und Isabel und ihr älterer Bruder David begannen schon zur Schulzeit mit ihren ersten Ermittlungsaufträgen. Und so langsam kommt auch Rae, die Jüngste, in ein geeignetes Alter. Zum Spellman-Haushalt gehört außerdem Onkel Ray, Ex-Polizist und heute hauptsächlich dem Alkohol zugetan.

Im Rahmen einer Routinebeschattung lernt Isabel auf dem Tennisplatz einen Zahnarzt kennen, der sie fasziniert und den sie nun um jeden Preis erobern möchte. Ihre kleine Schwester indessen ist so versessen darauf, ermitteln zu dürfen, dass auch sie zu diversen unorthodoxen Methoden greift und sich von Verboten und Sanktionen der Eltern nicht abschrecken lässt und sich schließlich die Chance nicht entgehen lässt, für ihre Eltern hinter Isabel herzuspionieren ...

Das Buch verspricht in knalligem Gewand locker-flockige Unterhaltung mit einer verrückten Familie von Detektiven, im Klappentext ist von einer Bridget Jones der Privatdetektive die Rede.

Diese vollmundige Versprechung konnte es in meinen Augen aber gar nicht einhalten. Es fing schon einmal damit an, dass mir Isabel so gar nicht sympathisch war. Als Jugendliche hauptsächlich mit Alkoholexzessen und Sachbeschädigung "just for fun" beschäftigt, wirkt sie auch als Erwachsene nicht besonders verantwortungsvoll, und die Macke, überall durchs Fenster statt durch die Tür einzusteigen, soll wohl lustig sein, wirkt auf mich aber einfach nur lächerlich und unglaubwürdig. Rae ernährt sich ausschließlich von Süßkram, David ist so mustergültig, dass einem ganz übel werden kann, und Onkel Ray ist die Karikatur eines Säufers, der in regelmäßigen Abständen völlig die Orientierung verliert.

Dieser Haufen von überzeichneten Figuren verbringt dann den Großteil des Buches damit, sich gegenseitig auszuspionieren, zu verfolgen, anzulügen, anzuschreien oder sich herumzuschubsen. Witzig ist was anderes, und wenn es eine Satire auf Chick-Lit-Krimis sein sollte, ist sie zumindest für mich ziemlich misslungen. Besonders nervig waren die Fußnoten, die sich ständig wiederholten. Gelacht habe ich so gut wie gar nicht und mich relativ lang durch die gut 350 Seiten gequält. Zum Schluss wurde es sogar noch mal einigermaßen spannend und überraschend, der Rest war einfach nur öde.

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