Maria Braig: Nennen wir sie Eugenie

Maria Braig: Nennen wir sie Eugenie

 
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Maria Braig: Nennen wir sie Eugenie
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783956670619

Informationen zum Buch

Seiten
135

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Kontinent
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Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte: Eine junge Frau aus dem Senegal flieht aus ihrer Heimat, weil ihre Liebe zu einer anderen Frau nicht geduldet wird und sie mit einem Mann zwangsverheiratet werden soll. Sie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Sie gerät in die Mühlen des Asylverfahrens: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes. Sie lernt andere Flüchtlingsschicksale kennen und durchlebt alle Facetten menschlicher Gefühle in einer Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt. Als sie schließlich abgeschoben werden soll, muss sie eine ganz eigene Entscheidung treffen.

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Informativer Asyl-Roman

Der Roman basiert lose auf einer wahren Geschichte, schon im Vorwort macht die Autorin jedoch deutlich, dass Fakten übertragen und vermischt wurden. Das relativ schlicht gehaltene Cover täuscht vielleicht ein wenig eine Biografie vor, um die es sich jedoch nicht handelt.

In einem gut lesbaren Schreibstil (der ab und zu ein paar Absätze mehr vertragen könnte) schildert die Autorin die Geschichte einer jungen Frau namens Eugenie aus dem Senegal, die aufgrund ihrer Liebe zu einer anderen Frau aus ihrem Land fliehen muss und in Deutschland Asyl beantragt.

Knapp die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit dem „Vorher“, also der Zeit, bevor Eugenie nach Deutschland kommt. Ihre Beziehung zu ihrer Freundin, die drohende Verheiratung durch ihre Familie, der Hass der ihr auf einmal entgegenschlägt – bis hin zur Flucht aus dem Senegal.
Das hat mir sehr gut gefallen, da ich diesen Teil genauso interessant finde wie das „Danach“ und da man so die Hauptfigur mit ihren Gefühlen und Hoffnungen kennenlernen konnte.
Ich war schockiert, wie schnell sich auf einmal alle Freunde, Verwandte und Bekannte von Eugenie abgewandt haben, nachdem ihre Homosexualität bekannt wurde. So etwas wünscht man wirklich niemandem und dennoch passiert es immer wieder – und das nicht nur im Senegal.

Auf das „Danach“ war ich sehr gespannt, da ich mich bisher kaum näher mit der Situation von Asylbewerbern in Deutschland beschäftigt hatte. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass der Anfang im Aufnahmelager etwas genauer geschildert worden wäre (Zitat S. 57: „aber der Nebel blieb über dieser Zeitspanne hängen.“).
Der Alltag und die schlechten Lebensbedingungen in der Flüchtlingsunterkunft, einer alten Kaserne, werden sehr anschaulich dargestellt. Obwohl man oft denkt, „besonders willkommen schien sie den Deutschen nicht zu sein“ (S. 63), gibt es dennoch auch sympathische deutsche Helfer. Die Kritik in dem Buch richtet sich eher gegen die Asylpolitik insgesamt, die zur Verfügung gestellten Unterkünfte, die Einschränkungen mit denen die Flüchtlinge leben müssen etc. und lässt mich als Leser mit einer Mischung aus Verständnis für die deutschen Behörden (wohin mit den ganzen Asylbewerbern?) und Scham (wieso lassen wir Menschen in solchen Zuständen leben?) zurück.

Man lernt außerdem eine handvoll anderer Flüchtlinge und deren Schicksale kurz kennen.

Unterbrochen wird die Handlung ab und zu durch informative Hinweiskästchen mit Fakten zum Thema.

Das Buch könnte auch als Schullektüre gut geeignet sein und ist aufgrund seiner aktuellen Thematik empfehlenswert für alle, die sich für Menschenrechte und Asylbewerber interessieren. Aufgrund seiner Länge von nur 133 Seiten geht das Buch allerdings nicht sehr in die Tiefe.

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