Marie Matisek: Sonnensegeln

 
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Marie Matisek: Sonnensegeln
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426517390

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
»Dann lass mal die Hosen runter«, forderte Marita Hans-Peter auf, der erwartungsgemäß kicherte.

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
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»Private Pflegerin für schwerkranken Unternehmer nach Südfrankreich gesucht. Sprachkenntnisse von Vorteil, aber nicht Bedingung.«
Als die Krankenschwester Marita diese Annonce in der Zeitung liest, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. Schon lange hadert sie mit sich und den eingefahrenen Gleisen ihrer Existenz. Doch erst ihre achtzehnjährige Tochter bewegt Marita dazu, auf die Anzeige zu antworten. So landet sie auf dem von Blütenduft und Sonnenglut durchtränkten Gut der Lafleurs in der Nähe der Parfümstadt Grasse. Hier blühen die Rosen und der Jasmin, die die Grundlage für wunderbare Düfte und den Reichtum der Lafleurs bilden. Der schwerkranke Unternehmer entpuppt sich als schwieriger Patient, und Lucien, sein Sohn, ist offenbar auch nicht viel besser. Marita könnte verzweifeln, wären da nicht die herzensgute Haushälterin Segolène und der charmante Filou François, der Marita die zauberhafte Côte d’Azur von ihrer schönsten Seite zeigt …

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La vie est belle!

Inhalt:
Marita ist Krankenschwester mit Leib und Seele. Eben deswegen ist sie mehr und mehr unzufrieden mit ihrem Job im Krankenhaus. Es bleibt einfach zu wenig Zeit für den persönlichen Umgang mit den Patienten.
Nach einem Streit mit dem Klinikleiter hat die sie Nase voll und bewirbt sich - ohne allzu große Hoffnung auf Erfolg - auf eine Stellenanzeige. In der Nähe von Nizza wird eine Pflegerin für einen Schlaganfallpatienten gesucht. Da die Stelle auf drei Monate befristet ist, sieht Marita eine willkommene Chance auf eine Auszeit.
Wider Erwarten bekommt sie den Job und krempelt mit 40 Jahren ihr Leben um. Mit rudimentären Französischkenntnissen macht sie sich auf den Weg von Husum nach Grasse.

Ihr Patient ist ein alter, etwas eigensinniger Mann. Sein Sohn wohnt auch im selben Haus, oder besser Anwesen. Marita meistert die drei Monate mit einigen Hürden. Hilfe erfährt sie von Ségolène, der Haushälterin der Familie.

Wird sie ihre Zeit dort verlängern oder zurück nach Deutschland gehen?

Meine Meinung:
Das Buch liest sich herrlich leicht und flüssig. Man ist sofort mitten im Geschehen und kann sich Südfrankreich bildlich vorstellen, ja, man meint sogar manchmal, Jasmin und Lavendel zu riechen.
Die Personen sind wunderbar beschrieben, vor allem die diversen Verehrer von Marita. Die Handlung selber ist manchmal etwas holprig und unglaubwürdig, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut. Am Ende geht es noch einmal hoch her und irgendwie geht manches auch zu schnell.

Zwischendurch gibt es kurze Ausflüge in die Vergangenheit. Bo Rickleffs ist Seemann. Von Amrum aus (die Insel ist auch Maritas Heimat) kommt er eines Tages nach Grasse, bleibt dort und findet sein Glück. Das spielt dich um die Zeit der französischen Revolution ab. Die Verbindung zu der Geschichte um Marita ist mir aber etwas zu dünn. Die Einschübe sind nach meinem Geschmack überflüssig.

Fazit:
Ein sommerlich leichtes Lesevergnügen, das Lust auf Südfrankreich macht.

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Der Duft von Rosen und Jasmin

Marita ist aus und mit Leidenschaft Krankenschwester. Sie hat ein Herz für die Menschen und gönnt ihnen ihre kleinen Ausflüge aus der Krankheit. So spielt sie mit den alten Herren auf ihrer Station gerne mal ein schnelles Pokerspiel, obwohl sie keine Chance hat. Der Einsatz ist hoch –eine Zigarette. Was kann es schon schaden, wenn man sterbenskrank ist. Aber im Klinikalltag bleibt eigentlich keine Zeit für derartige Patientenbetreuung, schon gar nicht seit die Klinikleitung Martin Joosten mit der Kostenoptimierung betreut hat. Als der Marita vorwirft, dass sie vierzehn Minuten im Krankenzimmer verbracht hat, reagiert sie äußerst ungehalten. Sie ahnt, dass sie sich damit Schwierigkeiten eingehandelt hat und als sie dann in der Zeitung eine Annonce sieht, in der eine Krankenschwester zur Pflege eines Unternehmers in Südfrankreich gesucht wird, bekommt sie Lust sich in unbekannte Gefilde zu wagen.
So landet sie auf der Domaine der Lafleurs und würde am liebsten gleich umkehren. Der Patient will eigentlich keine Pflege und sein Sohn Lucien ist auch nicht besonders höflich. Aber sie ist nun einmal dort und beißt sich durch. Zur Haushälterin Segolène hat sie gleich ein gutes Verhältnis und als dann auch noch der charmante François auftaucht, kann sie den Aufenthalt viel mehr genießen.
Die Gegend um Grasse ist so wundervoll beschrieben, dass ich den Geruch von Rosen und Jasmin gleich in der Nase hatte. Wie bei Marita kamen auch bei mir Urlaubsgefühle auf und ich wäre am liebsten gleich losgefahren, um die Gegend dort im Süden Frankreichs zu erkunden.
Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe, in dem wir Bo Rickleffs von Amrum kennenlernen, den seine Eltern aus bitterer Not als Schiffsjungen verkauften. So ist er mit sieben von zu Hause weg, um zwanzig Jahre später in Grasse als Händler Fuß zu fassen. Leider war mir die Verknüpfung zwischen historischem Handlungsstrang und dem Strang um Marita zu knapp.
Marita ist sympathisch und stürzt sich mutig in ihr Abenteuer. Sie hat fast keine Französisch-Kenntnisse und soll nun mit ihrem Patienten klar kommen. Aber sie trifft auf eine ganze Anzahl freundlicher und hilfsbereiter Menschen, die ihr Unterstützung geben. Drei Monate wollte Marita in Südfrankreich bleiben, doch die Zeit vergeht wie im Flug und schon bald muss sie sich entscheiden, ob sie zurück nach Husum will oder nicht. Dann ist da noch die Frage: Welches Herzblatt hätte sie denn gerne, Filou François, den freundlichen Knut oder den wortkargen Lucien.
Das Buch liest sich locker leicht. Es ist eine unterhaltsame Sommerlektüre.

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Schöne Geschichte - dufte

Alleine schon das Cover und die Gestaltung der Innenseiten machen Lust auf Sommer, Urlaub, Lesen!

Und so habe ich mich an die Geschichte gemacht und war gleich drin:  im Leben der Krankenschwester Marita. In Deutschland arbeitet sie auf einer onkologischen Station und versucht, den oft betagten Patienten noch einige schöne Stunden im Leben zu bescheren. Sie nimmt sich Zeit für sie, teilt Berührungen aus und verbreitet im allgemeinen deutschen, hektischen Klinikalltag eine tolle Atmosphäre. Wen wundert es da, dass sie im Affekt dem Klinikmanagement an den Kopf wirft, was sie von den Kürzungen, Einsparungen etc. hält. Beschwingt durch ihre reisefreudige Tochter Sophie, bewirbt sie sich kurzerhand für eine vorerst befristete, 3-monatige Auszeit bei einer privaten Pflegestelle im Süden Frankreichs!

Und Marita hat Glück und wird für die Stelle genommen. Fortan kümmert sie sich in Grasse um Georges, einen etwas eigenwilligen älteren Herrn. Dieser lebt zusammen mit seinem Sohn Lucien auf einem kleinen Anwesen. Marita, anfänglich skeptisch, kaum der Sprache mächtig und etwas verloren, schließt jedoch die Hausangestellte Ségolène und deren Familie sofort ins Herz und sieht darüber hinweg, dass ihre Auftraggeber etwas verschlossen sind. Sie lebt sich nach und nach in der wundervollen Provence ein. Aber wie wird sie sich nach den 3 Monaten entscheiden…?

Der Leser ist sofort drin in der Geschichte um Marita. Man kann ihre Gefühle sehr gut verstehen und nachvollziehen, warum sie sich dazu entschließt nach Frankreich zu gehen.

Vor Ort sind das Leben in Frankreich, die Düfte, die beschrieben werden und die Stimmung sehr gut dargestellt und man hat das Gefühl, alles direkt mitzuerleben.

Maritas anfängliche Einsamkeit vor Ort, dass sie sich hingezogen fühlt zu Francois, die herzliche Art Ségolènes .. Das alles wird recht anschaulich und glaubhaft vermittelt. Das Buch macht richtig Lust auf Urlaub in Frankreich und französisches Lebensgefühl.

Da macht es auch nicht so viel aus, wenn manche Dinge im Roman nicht richtig schlüssig erscheinen bzw. einem selbst schon etwas merkwürdig vorkommen. Die Geschichte weiß trotzdem zu unterhalten. Und dass Marita die einst sehr doll zerstrittenen Männer der Domaine wieder näher zusammenrücken lässt, ist ein positiver Nebeneffekt.

Mir hat die Geschichte um Marita sehr gut gefallen. Einzig der Schluss war mir etwas zu schnell bzw. das Ergebnis zu plötzlich und ich stelle mir nach wie vor die Frage, warum die Anzeige wohl in einer deutschen Zeitung erschienen ist. Ansonsten hatte ich sehr angenehme Lesestunden mit dem Roman und wünschte mir so manches mal, wie die Autorin am Ende des Buches erwähnt, dass man die beschriebenen Düfte ebenfalls hätte riechen können!

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