Annabel Pitcher: Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims

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Annabel Pitcher: Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
My Sister lives on the Mantelpiece
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783442312535

Informationen zum Buch

Seiten
224

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Meine Schester Rose lebt auf dem Kaminsims.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Eine beeindruckende Geschichte, die erzählt, wie es ist, zu trauern und zu lieben

Seit der zehnjährige Jamie das Spider-Man-T-Shirt von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, wartet er nur darauf, dass sie ihn besucht und ihn darin bewundert. Schließlich hat sie das versprochen. Aber wie so vieles, was Erwachsene sagen, war auch das eine Lüge. Genauso wie jeder nach dem Tod seiner Schwester Rose beteuert hat, dass alles wieder gut werden würde. Stattdessen ist es eigentlich nur schlimmer geworden. Sein Vater trinkt und versinkt in Trauer. Seine Mutter ist verschwunden und meldet sich nicht mehr. Und seine Schwester hat beschlossen, nicht mehr zu essen. Dabei will Jamie nur, dass seine Familie wieder zueinander findet. Doch dann freundet er sich in der Schule mit Sunya an, und plötzlich nimmt sein Leben eine ganz andere Wendung.

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Nicht gut umgesetzt

Der Leser erfährt nach und nach die Geschichte des kleinen Jamie, der als Ich-Erzähler berichtet, wie sein Leben verläuft, nachdem seine Schwester Rose bei einem tragischen Terroranschlag in London ums Leben kam. Die Sprache ist daher sehr kindlich, denn Jamie ist gerade einmal zehn Jahre alt. Und da sind wir auch gleich bei einem riesigen Kritikpunkt - zwar ist das Buch leicht zu lesen aber durch die kindliche Sprache stellenweise ganz fürchterlich geschrieben. Ich habe bereits mehrfach festgestellt, dass ich mit kindlichen Ich-Erzählern nicht umgehen kann, was sich auch hier wieder bestätigt hat.

Jamie freundet sich in der Schule mit Sunya an, einem muslimischen Mädchen. Dazu muss man zunächst wissen, dass Jamies Schwester durch einen Terroranschlag verstarb, der von Islamisten verübt wurde. Jamies Vater stürzt sich seitdem blind vor Hass auf jeden Ausländer, sodass die Freundschaft zwischen Jamie und Sunya bis zum Schluss außerordentlich schwierig ist und auch mehrfach zerbricht. Dies war ein Aspekt der Geschichte, den ich sehr interessant fand, der aber auch zu wenig ausgeführt worden ist. Wenig gelungen fand ich auch die Beschreibungen von Jamies Schulalltag - er findet in seiner neuen Klasse keine Freunde und wird täglich von seinen Klassenkameraden schikaniert. Ausgerechnet diese Stellen wurden sehr detailliert und genau beschrieben, tragen aber im Wesentlichen kein Stück zur Geschichte bei.

Die Protagonisten werden nett beschrieben, doch ich habe festgestellt, dass ich ein Buch nur dann gerne lese, wenn ich keine zu große Abneigung gegen sie habe. Die Bösen gibt es in jeder Geschichte, doch Jamies Eltern sind ein derart unsympatisches Pack, dass ich das Buch zwischendurch fast abgebrochen habe. Die Mutter verdrückt sich, des Vaters bester Freund heißt Smirnoff und Jamie und seine noch lebende Schwester werden völlig vergessen. Dies war der einzige Punkt, der mich wirklich zutiefst berührt und schockiert hat, da sehr schön dargestellt wird, wie eine Familie nach dem Tod eines Familienmitglieds zerbrechen kann.

Allein der Titel hat mich unheimlich neugierig gemacht und auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend. Die Geschichte hat in meinen Augen großes Potenzial, das aber einfach nicht genutzt wird. Die Charaktere bleiben oberflächlich, vor allem über Jamies alkoholabhängigen Vater und Schwester Jas hätte ich gerne mehr erfahren. Jamies Mutter hat die Familie bereits zu Beginn des Buches wegen einer neuen Liebe verlassen und auch über ihre Beweggründe erfährt man fast nichts. Das mag daran liegen, dass ein zehnjähriger Junge solche Dinge natürlich noch nicht entsprechend aufnimmt, für mich ist es aber ein Grund, warum man auf einen Ich-Erzähler hätte verzichten sollen. Jamies kindliche Naivität ist stellenweise wirklich niedlich, vor allem da er nicht versteht, warum nicht endlich alle ihr Leben normal weiterleben, doch zum größten Teil hat er mich leider wirklich genervt. Sehr schade um das Buch.

Fazit
So eine schöne Idee, aber leider nicht gut umgesetzt.

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