Mia Löw: Das Haus der geheimen Träume

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Mia Löw: Das Haus der geheimen Träume
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492308182

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sie sitzt an ihrem Rechner und lässt den Blick aus dem Fenster schweifen, denn sie kann sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren.

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Handlungsort

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Kontinent
Handlungsorte
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Nach einer Trennung entschließt sich Julia zu einem Tapetenwechsel. Schon oft hatte ihr Schwager George sie in sein Haus nach Staten Island eingeladen, doch bislang hatte Julia sich gesträubt, da das Haus traurige Erinnerungen in ihr weckt: Hier hatte einst ihre Schwester Jennifer gelebt, bis sie 2001 tragisch ums Leben kam. Nun scheint Julia die Zeit reif, der Vergangenheit ins Gesicht zu blicken. Doch am Flughafen spielt der Verstand ihr einen Streich: Sie glaubt, Jennifer zu sehen. Julia merkt immer deutlicher, dass etwas nicht stimmt. Aber da ist es fast schon zu spät …

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Locker-leichte Unterhaltung

Julias Leben spielt gerade mehr als verrückt: ihr Freund Jonas lässt sie sitzen, sie verliert ihren Job als Journalistin und auch noch ihr WG-Zimmer. An einem solchen Tiefpunkt angelangt, beschließt sie, endlich einmal ihren Schwager Noah zu besuchen. Dieser lebt in den Hamptons auf Long Island - eine sehr betuchte Gegend, die eigentlich eine tolle Reise versprechen sollte. Doch bislang hat Julia diese vermieden, da ihre Schwester dort gelebt hat. Jennifer, die ihr nicht nur eine Beziehung zerstört hat, sondern bei den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers ums Leben gekommen ist.
Noch nicht einmal angekommen, da meint Julia ihre Schwester am Flughafen in NYC zu sehen. Das alleine ist ob der zurückliegenden Erlebnisse und dem chaotischen Leben Julias vielleicht noch kein Wunder, aber schon bald offenbart sich der jungen Frau, dass ihre Schwester einige Geheimnisse hatte... Als sie dann auch noch auf Noah trifft, spielen ihre Gefühle verrückt. War es wirklich eine gute Idee, die jährlich erneuerte Einladung ihres Schwagers anzunehmen?

"Das Haus der geheimen Träume" ist kurzweilige Unterhaltung, die mich stellenweise vielleicht ein bisschen an Guillaume Musso erinnert hat, denn die Autorin versteht es, mit Emotionen umzugehen. Die Szenerie von 9/11, die negativen Gefühle, die Julia auch etliche Jahre nach dem Verlust der allgegenwärtigen, sie stets in den Schatten stellenden Schwester noch hegt, die Unsicherheit, ob es eine gute Idee ist, jetzt ausgerechnet bei Noah unterzuschlüpfen - und auf der anderen Seite ein Hoffnungsschimmer, dass das Jobangebot, dass ihr Schwager ihr in NYC verschafft hat und die Möglichkeit, in den Hamptons zu leben, mit sich bringt.

Durch den flüssigen Erzählstil und eine ordentliche Prise Spannung lässt sich dieser Roman wirklich sehr schnell lesen. Allerdings muss man ob all der Unterhaltung ein paar Abstriche machen, denn alles in allem ist die Storyline doch ein wenig zu konstruiert und das ein oder andere zwischenmenschliche Geschehen zu vorhersehbar. Aber hier muss ich ehrlicherweise gestehen, dass meine Erwartungshaltung eher auf einigen leichten und schönen Lesestunden auf dem Sofa lag - und dies wurde durchaus erfüllt! Auch wenn ich nicht immer mit Julia einer Meinung gewesen bin, mochte ich sie als Hauptfigur und habe durchaus gerne verfolgt, sie sie sich in den Vereinigten Staaten schlägt. Über das Ende lässt sich dann sicherlich streiten...

Kurzum: Locker-leichte Lektüre, die mir schöne Lesestunden auf dem Sofa beschert hat.

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Das Haus der geheimen Träume

Zum Inhalt:
Nachdem ihr Leben völlig aus dem Ruder gelaufen ist, entschließt sich Julia endlich, ihren wohlhabenden Schwager Noah in den Hamptons zu besuchen. Bislang hatte sie seine alljährlichen Einladungen stets abgelehnt, denn in dem prachtvollen Haus lebte ihre Schwester Jennifer, die ihr Noah einst rücksichtslos ausgespannt hat und 2001 tragisch ums Leben kam. Am Flughafen in New York spielt der Verstand Julia aber einen Streich: Sie glaubt, Jennifer zu sehen. Als sie dann auch noch einen Mann kennenlernt, der ihrer Schwester einmal sehr nahe gestanden hat, merkt sie immer deutlicher, dass etwas nicht stimmt. Aber da ist es schon fast zu spät ...


Über die Autorin:
Mia Löw hat Germanistik und Journalistik studiert, als Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift und als Pressesprecherin gearbeitet. Heute schreibt sie erfolgreich Drehbücher und lebt mit ihren Kindern und einem Hund in Hamburg.


Mein Fazit und meine Rezension:
Ich bin sehr schnell und mit großen Emotionen in das Buch eingestiegen. Man lernt zunächst Jennifer kennen, die am 11.09.2001 im Nordturm des World Trade Centers im 82. Stock arbeitet und dann mit einer lauten Explosion aus ihrer alltäglichen Routine gezogen wird. Jennifer läuft um ihr Leben, vorbei an viele schreienden und geschockten Menschen, die vielen Treppen hinunter bis in die Lobby, wo ihr ein beißender Qualm entgegenkommt und sie - kurz bevor sie in Sicherheit ist - das Bewusstsein verliert.
Jahre später. Jennifer ist tot. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Ihre Mutter Susanne und ihre Schwester Julia - die immer in Jennifers Schatten gestanden hat - haben sie in einer Schamanenzeremonie verabschiedet. Doch Jennifers Geist ist allgegenwärtig. Auch 14 Jahre nach ihrem Tod kann Julia die demütigenden und verletzenden Gedanken an ihre Schwester nicht los werden. Und dann kommt es, wie es kommen muss: ihr Freund haut mit ihrem ersparten ab, ihre WG-Freundin schmeißt sie raus, da diese Platz für ihren Lover braucht und in der Redaktion wird die Journalistin von der dritten Kündigungswelle erfasst. Ohne Job, Geld und Dach über den Kopf klammert sie sich im letzten Moment an den Strohhalm, den ihr ihr Schwager Noah aus den USA über das weite Meer rüberreicht: ein Jobangebot in New York, wohnen kann sie zunächst bei ihm in den Hamptons, in dem Haus, in dem einst ihre Schwester Jennifer mit Julias Exfreund glücklich geworden ist - und den Jennifer ihr dreist ausgespannt hat. Julia ist nach wie vor nicht über die Schmerzen hinweg, doch meistert sie das Ganze und tritt die Reise ins Abenteuer an. Doch schon am Ziel angekommen beschleicht sie ein unruhiges Gefühl und das liegt nicht nur daran, dass sie ihre einstige große Liebe wiedersehen wird, der - wie soll es auch anders sein - stets ihre Schwester Jennifer als Geist mit sich trägt.
Schon zu Beginn der Geschichte wird der Leser mit vielerlei Emotionen konfrontiert. Von Trauer, über Wut bis hin zur Verzweiflung und dann kommt doch ein kleiner Hoffnungsschimmer aus der Ferne! Man mag eigentlich gar nicht so recht glauben, dass in sämtlichen Facetten des Lebens alles falsch laufen kann, doch hat man bis dahin noch nicht Julia gekannt. Die blonde, quirlige Journalistin - welche sich sehr schnell in mein Herz gelebt hat - hat stets im Schatten ihrer Schwester gelebt und ist bis jetzt noch nicht aus diesem herausgekommen. Als sie dann in New York ankommt und mit ihr auch noch die Achterbahn der Gefühle miterlebt, ist man im ersten Moment genauso geflasht wie sie. Doch das legt sich recht schnell. Julia lebt sich schnell in New York ein und zwischen ihr und Noah scheint es doch wieder zu funken ... Die Geschichte hat einen sehr schönen Lesefluss und der Schreibstil der Autorin ist auch sehr fließend gewählt. Hier und da habe ich einen Schreibfehler entdeckt, doch die kann man schnell ausmerzen.
Sehr gefallen hat mir der Hintergrund der Geschichte. Man wird erneut an den Tag zurück gebracht, an dem alles Schlimme begann und zwar nicht nur im Buch: den 11. September 2001. Auch ich weiß noch, wo ich war als ich von dem schrecklichen Ereignis gehört habe und ich kann gut verstehen, dass Julia all das nicht mehr hören kann - immerhin hat sie tatsächlich jemanden bei diesem Anschlag verloren. Zumindest denken wir das! Doch ist Jennifer wirklich tot?
Mia Löw schafft es, den Leser mit in die Geschichte mit einzubeziehen. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages auslesen MÜSSEN, da ich es einfach nicht mehr zur Seite legen konnte. Ich war gefesselt, von Anfang an bis zum Ende! Manchmal habe ich mich schon gefragt "wie kommt sie auf so eine Geschichte? Und kann sowas tatsächlich alles ein und derselben Person passieren?" Doch so abwegig ist das Ganze nicht, wenn man sich mit dem 11. September 2001 und allem, was danach kam, auseinandersetzt.
Die Geschichte hatte die richtige Länge, die passenden Höhepunkte und ein sehr gut gewähltes Ende ... einzig und allein das letzte Kapitel finde ich etwas Fehl am Platz. Es lässt die Geschichte zu "fantastisch" wirken.
Doch ich kann mit ruhigem Gewissen sagen: dieses Buch ist absolut lesenswert und ich werde es weiter empfehlen!

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Geheime Träume

Der Roman "Das Haus der geheimen Träume" steht schon mal auf jeder Seite im Internet mit der falschen Inhaltsangabe, den Julias Schwager heißt Noah und er möchte das sie ihn in den Hamptons besucht. Der Rest stimmt aber wieder, irgendwer hat da wohl geschlafen.

Julias Freund haut ab und ist spurlos verschwunden, mit ihm ihr ganzes Geld das sie ihm geliehen hat. Eine Freundin, bei der sie ein Zimmer gemietet hat, kündigt ihr einfach so das Zimmer und weil das noch nicht reicht, wird sie auch noch gekündigt. Ihr wohlhabender Schwager Noah hat ihr bisher jedes Jahr einen Brief geschickt, in dem er sie sie einlädt ihn in den Hamptons zu besuchen. Bisher hat sie das jedes Jahr abgelehnt, denn in diesem Haus lebte ihre Schwester Jennifer, die ihr Noah damals rücksichtslos ausgespannt hat und aber 2001 im World Trade Center tödlich verunglückt ist. So wie das damals abgelaufen ist, schlimmer kann man von dem Freund und der Schwester nicht verraten werden und es wundert einen auch nicht, wenn man Julia die Einladung nie angenommen hat.
Aber ohne Geld und ohne Job und mit keinem Dach über dem Kopf hat sich die Lage sehr geändert und sie sieht keinen anderen Ausweg, noch dazu weil ihr Noah sogar einen Job in New York bei einem guten Freund als Journalistin anbieten kann.
Als sie dort am Flughafen landet, glaubt sie ihre Schwester Jennifer gesehen zu haben und als sie dann noch den Bruder ihrer Sitznachbarin kennen lernt, der ihre Schwester auch gekannt hat, merkt sie das ihre Schwester scheinbar viele Geheimnisse hatte. Als sie Noah nach so vielen Jahren wieder sieht, spielen ihre Gefühle doch wieder verrückt, aber was genau empfindet sie für den Mann der sie damals so betrogen hat und kann sie ihm das jemals verzeihen?
Das Buch hat sich toll lesen lassen, ein wirklich schöner flüssiger Schreibstil, dennoch war mir dieses ganze hin und her von Julia und Noah, dann wieder von Julia und Jonas oft zu vorhersehbar. Jennifers Geschichte fand ich auch etwas zu heftig und fast ein bisschen unglaubwürdig und Julias Entscheidungen konnte ich nicht alle nachvollziehen. War das alles nur geträumt? Zumindest hat mich das Buch ganz gut unterhalten, auch wenn es immer wieder beschaulich weitergegangen ist, obwohl man kurz zuvor gedacht hat, das jetzt endlich ein bisschen mehr passiert.

Mir persönlich hat das Ende nicht besonders gefallen und das Ende bleibt viel zu offen, das ist aber Geschmackssache.

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