Michael Frey Dodillet: Herrchentrubel

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Michael Frey Dodillet: Herrchentrubel
Untertitel
Graue Schnauze, großes Glück
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783453200876

Informationen zum Buch

Seiten
240

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Was macht Luna da?", fragt meine Frau und schaut zu, wie unsere Hündin in einer Staubwolke am Horizont verschwindet.

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Handlungsort

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Zehn Jahre lang hat sich Herrchen von zwei verrückten Hunden auf der Nase herumtanzen lassen. Doch ab zehn werden Hunde bekanntlich ruhiger. – Ruhiger? Herrchen weiß nicht mehr, wer ihm diesen Unsinn erzählt hat. Tatsache ist, dass Luna auch im hohen Alter noch alles zusammenfaltet, was nicht bei drei auf dem Baum ist, und Wiki Selbsterbrochenes bewacht, als handle es sich um die Goldreserven von Fort Knox. Während Trainer Krause von Handauflegen bis zu mantraartigen Lalala-Gesängen alles empfiehlt, was die Fachwelt an Absurditäten zu bieten hat, wird Herrchen klar: Es gibt nichts Schöneres als vierbeinige Dickschädel, die sich nicht verbiegen lassen. Dann jedoch entpuppt sich eines Tages eine harmlos aussehende Beule bei Luna als bösartiger Tumor, und auf einmal wird Herrchen schmerzlich klar, dass auch das wildeste Hundeleben einmal zu Ende geht … Unterhaltsam, witzig und emotional berührend wie nie!

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Hunde werden im Alter ruhiger - oder auch nicht ...

Inhalt
Krawallmäuse werden bestimmt ruhiger, wenn sie älter werden. Dieser (Wunsch)Gedanke des Autors wird von seiner Hündin Luna konsequent und wie selbstverständlich widerlegt. Sie „detoniert“ auch als „Oma“ regelmäßig und zuverlässig immer dann „wenn ein anderer Hund Deutschland betritt“. Unterstützung findet sie dabei natürlich immer noch von dem jüngeren Wiki, auf den wie gewohnt Verlass ist: was er einmal hat, das gibt er nicht mehr her – und wenn es die eigene Kotze ist.

So wird auch mit den Jahren der Alltag mit Luna und Wiki nicht ruhiger und Michael Frey Dodillet stöbert weiterhin in diversen TV-Shows, Hundeforen und Facebook-Gruppen nach neuen Erkenntnissen in der Hundeerziehung. Was er dort findet und bei Begegnungen mit unterschiedlichen „Krauses“ und „Gundulas“ erlebt, ist teilweise so skurril, dass es doch einfach nur erfunden sein kann. Ist es das nicht? Nein? ... Gut aufgehoben fühlen sich die Hunde und ihr Herrchen dann endlich bei einer ganz besonderen Hundetrainerin.

Als Luna dann plötzlich eine Beule bekommt, treten aber völlig andere Sorgen in den Vordergrund ...

Meine Meinung
Dies ist nun das dritte „Herrchen-Buch“ und auch mit diesem habe ich wieder einige sehr vergnügliche Lesemomente gehabt. Mit viel Humor und Selbstironie erzählt der Autor von den Erlebnissen mit seinen beiden Hunden, die einfach nicht ruhiger werden wollen. Immer auf der Suche nach neuen Erziehungserkenntnissen lässt der Autor uns Leser an seinen Funden im Internet oder bei Hundebegegnungen teilhaben – und staunen. Kann es wahr sein? Muss ich einfach nur immer genauso schnell laufen, wie mein Hund und schon zieht er nicht mehr an der Leine? So einfach kann perfekte Leinenführigkeit sein?

Gerade die Beschreibung von einigen Hundeforen und Facebook-Gruppen haben mich allerdings nicht nur zum Lachen gebracht, teilweise war ich über einige Ratschläge auch entsetzt. Um so schöner war dann die Begegnung mit einer Hundetrainerin, die einen ganz anderen Ansatz verfolgte und damit wirklich wertvolle und vor allem emotionale Hilfe leistete.

Wir begleiteten den Autor und seine Hunde in den Camping- und Wanderurlaub und da war einiges los! Ich kam aus dem Grinsen kaum noch heraus. Es ist einfach schön, dass der Autor sich im Buch auch immer wieder gerne selbst nicht so ernst nimmt und die Leser damit zum Schmunzeln bringen kann.

Trotz des Humors empfand ich dieses dritte Buch auch ganz besonders emotional. Die verzweifelten Momente, wenn man nach gefühlten unendlichen Versuchen endlich möchte, dass sich etwas ändert. „Mach, dass es aufhört. Schnell.“ Das waren Szenen, die mir einen Kloß in den Hals trieben. Ich konnte beim Lesen immer spüren, dass der Autor hinter seinen Hunden steht, auch wenn sie ihn zur Verzweiflung bringen. Man spürt hinter all den lustigen Szenen und der Situationskomik immer wieder ganz besonders die Liebe der Familie zu ihren Hunden. Das war sehr berührend zu lesen.

Besonders emotional war dann das letzte Kapitel, als sich ein Problem ganz anderer Art auftat: ein bösartiger Tumor. Hier hat der Autor es für mich sehr gut geschafft, in emotionaler Weise die Sorge und die Angst mit etwas Humor zusammenzubringen, ohne dass es unpassend wirkte. Lunas Kampf und die emotionale Belastung vom Herrchen waren sehr berührend beschrieben, doch schaffte es Luna mit ihrem skeptischen Blick auf die Regenbogenbrücke und ihrer unbezwingbar erscheinenden Lebensfreude, dabei auch ein Schmunzeln in mein Gesicht zu zaubern.

Für Hundebesitzer und Hundeliebhaber ist auch dieses dritte Buch wieder ein ganz besonderes Lesevergnügen. In einigen Dingen wird man sich und seinen eigenen Hund vielleicht wiederfinden, bei vielen Hundebegegnungen oder der Internetrecherche wird man ungläubig mit dem Kopf schütteln, oft wird man einfach nur laut lachen und immer wird man voller Hochachtung beobachten, wie der Autor das Zusammenleben mit seinen beiden Krawallmäusen meistert.

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Von wegen älter und ruhig

Stellen Sie sich vor, sie sind das stolze Herrchen zweier Hunde: einer Krawallmaus, die regelmäßig bei Hundekontakten explodiert und eines Terriermixes, der seine Butterkotze bis aufs Blut verteidigt. Diese beiden Hunde sorgen dafür, dass unvermeidbare Zusammentreffen mit anderen Hundehaltern und ihren vierbeinigen Begleitern niemals langweilig werden. Aber alles halb so schlimm: Sie sagen sich, wenn sie älter werden, werden sie schon ruhiger werden. Von wegen!

Michael Frey Dodillet zeigt mit dem dritten Buch der Herrchen-Trilogie, dass Sie diese Hoffnung getrost aufgeben können. Krawallmaus Luna ist nun 11 Jahre alt, aber kein bisschen gediegener: Hunde, die man nicht leiden kann, müssen weiterhin verprügelt werden, wo kommt man denn da hin, wenn man nicht für Ordnung sorgt. Und Lunas Kumpel Wiki hat alle Hände, ähm Pfoten, damit zu tun, sein Erbrochenes unter Einsatz seines Kauwerkzeugs gegen unbefugten Zugriff zu verteidigen.

Wie schon in den ersten beiden Bänden schildert der Autor auch diesmal wieder mit viel Humor das Zusammenleben seiner Familie mit ihren beiden geliebten Vierbeinern. Wenn man selbst Hundehalter ist, kann man sich an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen – und ist heimlich froh, wenn die eigenen Hunde etwas zahmer sind. Was mir an diesem Buch und der Trilogie gut gefällt, dass der Autor sich immer wieder selbst auf den Arm nimmt. Auch diesmal tauchen einige Krauses (Sammelbegriff für Hundetrainer) auf, ebenso Gundulas (Hundehalterinnen, die man an ihren vielen Taschen an Jacke und Hose erkennt) - Zusammentreffen, die oftmals eine etwas skurrile Sicht auf die Hundeszene werfen.

Der Autor nimmt den Leser mit auf einen Streifzug durch die Moden der Hunderziehung und gerade was die virtuelle Hundewelt angeht, kann ich den Erläuterungen im Buch absolut zustimmen. Ein besonderes Highlight sind die Treffen des Autors mit seinem Stammtisch, die Dialoge sind einfach zu köstlich und erinnern erfrischend an die Dialoge der „Toskana-Männer“.

Besonders gelungen finde ich das letzte Kapitel, in dem die bösartige Tumorerkrankung von Luna angesprochen wird: obwohl es um ein ernstes Thema geht, schafft der Autor es sehr gut, die Zeit während der Diagnose und Operation mit einem Augenzwinkern aus der Sicht von Luna zu beschreiben. Bei diesen Zeilen spürt man auch sehr die Liebe des Autors und seiner Familie zu ihren beiden Hunden. Und dass es gut ist, so wie es ist ... auch, wenn sie im Alter nicht ruhiger werden, reicht ja schließlich, wenn Herrchen am Stock geht.

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Lachmuskelkater garantiert

Witzig und ein wenig selbstkritisch, mit viel schwarzem Humor gespickt……das ist das neue Buch „Herrchentrubel – graue Schnauze, großes Glück“ von Michael Frey Dodillet. Vor diesem Buch sind schon 3 Bände aus der Reihe erschienen. Eins kann ich gleich vorweg sagen: die Lachmuskeln werden ordentlich strapaziert. Der Titel des Buches sagt es schon ein wenig. Es geht um einen Hund, genauer gesagt um eine ältere Hündin – Luna, 11 Jahre und die brutalste Hundeoma, die es wohl gibt. Sie vermöbelt alles an Vierbeinern, die sich bei 3 nicht in Luft auflösen können. Das dies natürlich zu täglichen Konflikten führt, ist klar wie Kloßbrühe und stellt den Autor jeden Gassigang wieder vor eine neue Herausforderung. Damit nicht genug, kam der Autor mit seiner Familie aber auch noch auf die Idee der Zweithundehaltung und Wiki, ein testosterongesteuerter Rüde, zog ein. Er ist zwar erst 5, aber hat es ebenso faustdick hinter den Ohren. Im Verlauf des Buches fragt man sich dann schon mal, wer von beiden Hunden das größere Übel ist. Ich möchte beide Exemplare nicht geschenkt haben.

Geht man von „der Norm entsprechenden“ Hunden aus, so kann man erfahrungsgemäß sagen, dass sie mit fortschreitendem Alter doch ruhiger und ausgeglichener werden. Nun, das trifft auf Luna nicht im entferntesten zu und ich fühle mit dem Autor mit, denn auch ich habe eine ältere Hündin, ebenso im 11. Hundejahr, die nicht wirklich ruhiger geworden ist mit steigendem Alter. Aber mit Luna bei weitem kein Vergleich und so war meine Schadenfreude am Ende größer als mein Mitgefühl.

Wiki ist ein Kaliber für sich und nachdem ich ein Video von seiner „Aluschalenverteidigung“ gesehen habe, muss ich sagen, Respekt, dass dieser Hund nicht Tierheim gelandet ist. Beeindruckend zeigt hier Wiki seine blanken Zähne, egal, ob er ein Mäuseloch, die Aluschale oder seine eigene Kotze verteidigt – und er weiß die blanken Zähne auch einzusetzen. Rütter und Co. wären bei diesem Anblick von dannen gerannt – garantiert.

Sehr witzig fand ich die zahlreichen Tipps und Ratschläge in diversen Hundeforen oder Social Media Kanälen. Was da geboten wurde, stellte mir die Nackenhaare auf und ich bin mir sicher, wenn ich bei einem Spaziergang den doppelten Rückruf, wie empfohlen, trainiere, lande ich in der Psychiatrie. Sorry, geht ja gar nicht, was da manche Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern anstellen. Mir waren manche Aktionen so suspekt, dass ich echt dachte, sie sind der Phantasie des Autors entsprungen. Ich wurde aber eines besseren belehrt.

Das Buch endet zum einen ein wenig traurig, jedoch mit Happy End, denn bei Luna wird ein Tumor festgestellt. Aber das lässt diesen Hund natürlich völlig kalt und so begibt sich Luna mit 11 Jahren unters Skalpell. Zum Glück geht hier alles gut aus und sie vermöbelt auch heute noch ihre „Freunde“.

Der Schreibstil des Autors ist herrlich locker, das liegt zum Großteil wohl auch daran, dass er es aufgegeben hat, seine Hunde zu verbiegen und sie einfach so chaotisch nimmt, wie sie sind. An vielen Stellen musste ich herzhaft lachen und bei anderen Szenen hatte ich doch hier und da ein De’ja`- vu.

Ich kannte vor diesem Buch weder den Autor noch die anderen Bücher, aber ich bin mir sicher, dass ich mir noch mehr Dodillet antue und freue mich auf weitere alltägliche Abenteuer, die der Autor mit Luna und Wiki bestehen muss.

Und vielleicht kann er ja dann doch noch irgendwann sagen: Mit dem Alter werden sie ruhiger – die Hunde.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

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