Lloyd Jones: Mister Pip

 
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Lloyd Jones: Mister Pip
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Mister Pip
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783499252969

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Alle nannten in Pop Eye.

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Handlungsort

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Bougainville – ein paradiesisches Idyll im Südpazifik. Bis die Soldaten landen. Während Hubschrauber die tropische Stille durchbrechen, entführt der exzen-trische Mr. Watts seine Schüler in eine fremde, vielleicht bessere Welt: die Welt des Charles Dickens. Für die kleine Matilda wird der Waisenjunge Pip so real wie die eigene Mutter, und die größte Freundschaft ihres Lebens beginnt. Doch lange bleibt die ideale Gegenwelt nicht unberührt … Ein modernes Märchen von der Macht der Phantasie. Selten sind das Schöne und das Schreckliche, das Menschen einander antun können, so umstandslos, so atmosphärisch und weise erzählt worden.

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Literatur vs. Realität

Das Buch spielt auf Bougainville, von dem ich gar nicht wusste, dass es eine Insel ist (und zu Papua-Neuguinea gehört), sondern den Begriff nur als Blumennamen kannte. Aufgrund von Bürgerkriegsbewegungen haben alle Weißen das Dorf verlassen, nur Mr. Watts ist geblieben und beschließt eines Tages, die Schule wieder zu eröffnen. Er lädt die Eltern der Schüler ein, als Gastlehrer einiges von ihrem Wissen weiterzugeben und ansonsten liest er den Kindern in Ermangelung von Alternativen sein Lieblingsbuch, Charles Dickens "Große Erwartungen", vor. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht einer der Schülerinnen: Matilda.

Die allmählichen Auswirkungen des Bürgerkriegs werden sehr gut geschildert, es beginnt mit simpler Isolation, und man liest, wie Mr. Watts, Probleme hat, den Tropenbewohnern, die aufgrund der Blockadepolitik keinen Strom mehr haben, Raureif zu erklären, während die Erinnerung der Kinder an die Existenz von Kühlschränken nachlässt. Doch dabei bleibt es nicht, es kommt zu ersten Übergriffen und in Form eines von Soldaten aufgeschlitzten Hundes, dringt die Gewalt ein. Und während der Konflikt sich zuspitzt und die Bedrohung immer stärker zunimmt, wird die Alternativwelt Charles Dickens zu einem immer realer erscheinenden Zufluchtsort.

Am Ende des Buches, Jahre später, wird die Herkunft von Mr. Watts aufgeklärt und entzaubert. Das empfand ich ein bisschen deprimierend, mit geheimnisvoller bzw. von ihm selbst ausgeschmückter Vergangenheit war er ein netterer Mensch und so hätte ich auf diesen Teil des Buches lieber verzichtet.

Insgesamt ist „Mister Pip“ eine faszinierende Geschichte, darüber, wie ein Buch die Realitätswahrnehmung beeinflussen und Schutz und Bedrohung zugleich sein kann.

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