Asaf Schurr: Motti

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Asaf Schurr: Motti
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Motti
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783827008626

Informationen zum Buch

Seiten
216

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
"Alle Sätze sind Resultate von Wahrheitsoperationen mit den Elementarsätzen."

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Ein betrunkener Autofahrer, ein Unfall, eine Tote. Obwohl Motti nicht selbst am Steuer saß, nimmt er die Schuld auf sich. Er wird verurteilt und sitzt für seinen Freund Menachem fünf Jahre im Gefängnis. Asaf Schurr ist die Entdeckung der jungen israelischen Literatur und Motti sein erster Roman auf Deutsch.Nichts zwingt Motti. Nachdem er mit Menachem um die Häuser gezogen ist, überfährt dieser auf dem Rückweg eine Frau. Doch Motti stellt sich schützend vor seinen Freund und gibt sich selbst als Fahrer aus. Menachem erhebt keinen Einspruch, er lässt Polizei und später Richter walten: Motti geht ins Gefängnis. Als Gegenleistung verlangt er nur, dass Menachem sich um Laika kümmert, seine über alles geliebte/ Hündin./ Was zunächst wie ein ultimativer Freundschaftsbeweis erscheint, entpuppt sich als gewaltsames Machtgefüge. Seit ihrer ersten Begegnung während des Militärdienstes sind Menachem und Motti auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Motti ist aber auch ein Roman aus dem heutigen Israel, dessen Gegenwart und Konflikte tief das Leben seiner Protagonisten prägt. Nur auf ihre ganz eigene, persönliche Art können sie sich damit auseinandersetzen. Asaf Schurr schildert nicht die große Politik, sondern erzählt von einer ungleichen Freundschaft, aufgeladen mit Unausgesprochenem.

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Die Handlung des Buches ist äußerst reduziert: Die beiden Freunde Motti und Menachem gehen wie jeden Mittwoch in eine Kneipe, auf dem Rückweg überfährt Menachem eine Frau. Motti nimmt die Schuld auf sich und geht für fünf Jahre ins Gefängnis. Seine einzige Bitte an den Freund ist, dass dieser sich um seine geliebte Hündin Laika kümmert.

Tatsächlich füllen sich die rund 200 Seiten des Buches mit Gedankenspielen Mottis vor und während seines Gefängnisaufenthalts. Und seine Gedanken drehen sich in erster Linie um seine Nachbarin Ariella. Er malt sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr aus, spielt in Gedanken verschiedene Versionen ihrer Beziehung durch. Als man sich zu fragen beginnt, weshalb er sie nicht anspricht, erfährt man, dass Ariella noch ein Kind ist. Das bereitet Motti zwar Gewissensbisse, aber da sie in seinen Fantasien bereits volljährig ist, flüchtet er sich weiterhin in seine Traumwelt. Wenn er der echten Ariella begegnet, nimmt er Reißaus.

Neben diesen Tagträumen bildet seine Hündin Laika eindeutig Mottis Lebensmittelpunkt, seine Liebe zu ihr wird wunderbar eingefangen und der Stil wird deutlich gefühlvoller. Umso grausamer erscheinen die Passagen, in denen er sich ausmalt, dass seiner Hündin etwas zustoßen könnte.

Neben Laika und Ariella gibt es noch Menachem und ihre gemeinsamen Kneipenbesuche. Es bleibt unklar, woher die beiden sich kennen, wahrscheinlich vom Militär, allerdings wird schnell deutlich, dass sie keine wirkliche Freundschaft verbindet. Es handelt sich eher um ein Machtverhältnis, in dem Menachem den dominierenden Part einnimmt. So verwundert es auch nicht, dass Motti nach dem Unfall die Schuld auf sich nimmt, um Menachem weiterhin seine Rolle als treusorgenden Familienvater spielen zu lassen. Doch weder die seltsame Beziehung der beiden noch der Unfall mit seinen Folgen nehmen einen erwähnenswerten Platz in Mottis Gedanken ein, diese werden weiterhin beherrscht von Ariella.

Zwischen den traumähnlichen, abgehobenen Fantasien Mottis meldet sich der Autor selbst immer wieder zu Wort. Er spricht den Leser direkt an, bemerkt, dass dieser Absatz mit einem Dialog einfacher nachvollziehbar wäre oder etwas Handlung dem Roman gut täte. Zwar spricht er damit genau meine Gedanken aus, trägt aber auch dazu bei, mir das Lesen zu verleiden. Außerdem verstärken diese Einschübe den Eindruck, Asaf Schurr habe geschrieben, was ihm gerade in den Sinn kam.

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