Rebecca Martin: Nacktschecken

 
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Rebecca Martin: Nacktschecken
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783832163204

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich stelle mir vor, du hättest nicht zufällig neben mir gesessen, als ich gerade aufstehen und schon wieder gehen wollte.

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In der Beziehung von Nora und Paul stimmt etwas nicht. Seit Jahren sind sie zusammen, und objektiv betrachtet müssten sie ein glückliches junges Paar sein. Doch die Rollenbilder, die sie sich auferlegt haben, bekommen mit der Zeit ernsthafte Risse und Kratzer. Aber nicht nur emotional stehen sie zunehmend vor Problemen. Auch körperlich scheinen sie sich zu verlieren. Nacktschnecken erzählt von alltäglicher Beziehungsarbeit und verborgenen Wünschen. Wie nebenbei werden auch die eigenen Ansprüche an das Selbstverständnis als junge Frau im Hier und Jetzt verhandelt. In einer Zeit, in der Widersprüche unvermeidbar sind.

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Eine junge Liebe

Als ich die Inhaltsangabe zu diesem Buch gelesen habe, wurde ich - das muss ich gestehen - erst einmal kurz stutzig: Rebecca Martin ist Jahrgang 1990 und hat einen Roman über eine Beziehung geschrieben, in der sich dem Paar mit ihren festgefahrenen Rollenbildern nach etlichen Jahren Probleme aufzeigen? Ein Buch, das von der täglichen Arbeit an einer solchen Beziehung erzählt) Von verborgenen Sehnsüchten und Träumen? Hm, ich war skeptisch, denn allzu viel rechnen musste ich nicht, um herauszufinden, dass die Autorin genau zehn Jahre jünger und somit 24 oder 25 Jahre alt ist... Und ich war gleichzeitig neugierig, denn mal ehrlich: so ein Buch schreibt sich nicht von alleine und wie nähert man sich einem solchen Thema mit Anfang zwanzig?

Nora und Paul sind bereits seit längerem ein Paar und man sollte annehmen, dass sie eine halbwegs glückliche Beziehung führen, denn sie haben sich eingerichtet, ja, verstehen sich blind. Doch der Schein trügt: ihr Lebenswurf hat die ersten Erschütterungen durchmachen müssen und dies zeigt sich an Problemen im alltäglichen Umgang miteinander, ebenso wie in körperlichen Belangen...
Nora wirkt noch ein wenig "unfertig", so als ob sie noch auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung ist. Vielleicht auch aus diesem Grund fängt sie an, an dem was sie da mit Paul hat, zu zweifeln. Kann man immer perfekt sein? Muss man immer mit allem zufrieden sein? Darf man angesichts des Ex-Partners eifersüchtig sein? Sollte man in einer Beziehung Kompromisse machen und ab wann verliert man sich in Formen irgendwelcher Zugeständnisse? Das alles sind Fragen, die sich vermutlich jedes zweite junge Paar schon einmal gestellt hat - vielleicht nicht gemeinsam, aber sicherlich jeder für sich. Ältere, erfahrenere Menschen wissen sehr wahrscheinlich, dass die anfängliche Verliebtheit, die Aufregung und Neugier irgendwann nachlassen. Sie wissen allerdings auch, dass die sprichwörtlichen Schmetterlinge irgendwann einer Geborgenheit weichen (kann), die mit sehr viel Vertrauen verbunden ist... Soweit sind Nora und Paul dann doch noch nicht ganz - und so stellt sich vor allem Nora gewichtige Fragen über ihren aktuellen Status hinaus.

Rebecca Martin hat einen frischen Erzählstil und den (vor allem für ihre Protagonisten) richtigen Sprachgebrauch. Auch wenn sie eher jüngere Menschen abholt, muss ich zugeben, dass sich vermutlich jeder in der ein oder anderen geschilderten Sitation wiederfinden und sich an innere wie äußere Auseinandersetzungen dieser Art und die damit verbundenen Emotionen erinnern kann. Aber auch die Entwicklung der Figuren und die Entscheidungen Noras habe ich gut nachvollziehen können - sie waren glaubhaft und durchaus auch nachzuvollziehen.

Fazit: Ein kluger - nicht altkluger! - Roman, der einerseits hip daherkommt, aber sich auch mit den richtigen und wichtigen Fragen einer (jungen) Beziehung beschäftigt. Lesenswert.

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