Haruki Murakami: Naokos Lächeln

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Haruki Murakami: Naokos Lächeln

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
2001
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Noruwei no mori
ET (Original)
1987
ISBN-13
9783442730506

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Übersetzer/in

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Handlungsort

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Der Beatles-Ohrwurm "Norwegian Wood" ist für den siebenunddreißigjährigen Toru Watanabe ein melancholischer Song der Erinnerung: an den Aufruhr der Gefühle in einer schmerzvollen und schicksalhaften Jugend, die er zu bewahren und zu verstehen sucht. "Naokos Lächeln" erzählt lebendig und leidenschaftlich von einer Liebe mit Komplikationen in den unruhigen sechziger Jahren: Toru, der einsame, ernste Student der Theaterwissenschaft, begeistert von Literatur, Musik und langen einsamen Sonntagsspaziergängen durch die Straßen Tokyos, erfährt früh, dass der Verlust geliebter Menschen zum Leben und zum Erwachsenwerden dazugehört: Sein Jugendfreund Kizuki begeht Selbstmord, die geheimnisvolle und anziehende Naoko verirrt sich mehr und mehr in ihrer eigenen unerreichbaren Welt. Toru muss sich zwischen ihr und der vor Lebenslust strotzenden Midori entscheiden.

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Toru Watanabe, der sich selbst als Durchschnittsmenschen sieht, empfand ich in dieser Geschichte als angenehm normal. Er ist von ziemlich ungewöhnlichen Personen umgeben, deren Handlungen und Gedankengänge ich nicht immer nachvollziehen konnte. Torus ernsthafte Art sticht da heraus, und machte es mir neben seiner Begeisterung für Literatur und Musik sehr leicht, ihn zu mögen.

Anfangs bin ich nicht sehr gut in das Buch hineingekommen, obwohl es sich sehr flüssig lesen lässt. Erst als sich Naoko in eine Erholungsanstalt einweisen lässt und Toru um einen Besuch bittet, wurde es für mich interessanter. Vielleicht habe ich das auch Reiko zu verdanken, deren Geschichte mich mehr gepackt hat als Naokos.

Toru erlebt einige kuriose Situationen, diese werden aber auf eine Art beschrieben, bei der einem das Absonderliche nicht auffällt - sondern erst später, wenn man darüber nachdenkt.

Die Grundstimmung dieser Geschichte ist sehr melancholisch und traurig, ohne das jedoch auf die Tränendrüse gedrückt wird. Man wird öfter mit dem Tod konfrontiert, es gibt aber auch einige Momente der Hoffnung: friedliche Szenen, Augenblicke voller Leben.

Leider hat mich fast nichts davon berührt, es war für mich sehr seltsam dieses Buch so ganz ohne Emotionen zu lesen.

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#1 Rezensent
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Toru Watanabes bester Freund Kizuki begeht im Alter von siebzehn Jahren Selbstmord. Torus Gedanken drehen sich nun um den Tod und Selbstzweifel, immer getragen von der Sorge um Naoko, Kizukis verstörte Freundin. Viel zu schnell muss der junge Mann erwachsen werden, doch je mehr er Naoko kennenlernt, umso tiefer werden seine Gefühle, die er für die zarte, verletzliche Frau hegt. Doch Naoko leidet noch immer und muss schließlich in eine Erholungsanstalt, um dort ihre seelischen Schäden kurieren zu können. In der Zwischenzeit lernt Toru die lebenslustige, freche Midori kennen.

Haruki Murakami ist bekannt für seine skurrilen Geschichten und noch skurrileren Charaktere. Umso überraschter war ich von "Naokos Lächeln", das sich als sehr angenehm zu lesen herausstellte. Das Buch fließt dahin, wie ein langer ruhiger Fluß und dennoch geschieht auf jeder Seite etwas. Natürlich sind die Hauptprotagonisten eigen. Angefangen mit Toru, der sich ausdrückt, wie der "Held" aus "Der Fänger im Roggen", über Midori, ein junges Mädchen, das scheinbar nur Sex im Kopf hat bis hin zu der mysteriösen, immer in sich zurückgezogen lebenden Naoko. Haruki Murakami erzählt eine sehr tragische Geschichte um Leben und Tod, Liebe und Leid - eine Geschichte, die ans Herz geht, und doch seltsam unberührt lässt.

Sollte ich "Naokos Lächeln" beschreiben, müsste ich die Worte Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit in einem Atemzug nennen. Die Geschichte beweist Tiefgang, ohne sich in Schwermut zu verlieren, sie beweist Emotionen, ohne kitschig zu werden. Der rote Faden "Tod" verlässt das Buch nie und von Anfang an wird uns bewusst, dass wir hier einem sehr melancholischen und tragischen Ende entgegensteuern.

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