Sven Regener: Neue Vahr Süd

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Sven Regener: Neue Vahr Süd
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783821807430

Informationen zum Buch

Seiten
631

Sonstiges

Erster Satz
Am letzten TAg, bevor er zur Bundeswehr mußte, war Frank Lehmann in keiner guten Stimmung.

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Handlungsort

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Aufgewachsen in dem trostlosen, spießbürgerlichen Neubauviertel Neue Vahr Süd - mit Anschluss an die Autobahn -, steht Frank Lehmann zum ersten Mal in seinem Leben vor einem echten Problem: Er hat schlicht und einfach vergessen, den Wehrdienst zu verweigern. Und während er nun in der Kaserne Strammstehen und bedingungslosen Gehorsam lernen soll, proben seine Freunde schon einmal die proletarische Weltrevolution. Und es kommt noch schlimmer, denn der Auszug von Zuhause in eine chaotische Wohngemeinschaft stellt Frank vor existenzielle Fragen wie: Wer macht den Abwasch? Und: Wer darf eigentlich Sibille küssen?

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Neulich brauchte ich etwas leichte Lektüre um mich abzulenken und da mir "Herr Lehmann" schon gut gefallen hat, griff ich zu "Neue Vahr Süd" von Sven Regener. Enttäuscht wurde ich nicht: Auch wenn es keine großartige Handlung gibt, so ist es immer wieder amüsant Frank Lehmanns Gedankengängen zu folgen, die sich zuweilen verknoten, die aber ich zumindest fast immer nachvollziehen und verstehen (und zuweilen mich selbst wiederfinden) konnte. Manchmal wollte ich einfach nur nicken und sagen "Richtig so, warum hat das noch keiner so gesagt?". Vor allem die Szenen bei der Bundeswehr sind zuweilen sehr absurd geschildert. Desöfteren konnte ich nicht anders als spontan loslachen.

Trotzdem weist das Buch einige Längen auf und manche Charaktere fand ich etwas nervig (wie z.B. Martin Klapp, den Frank zwar als Freund bezeichnet, sich meiner Meinung nach aber überhaupt nicht wie ein Freund verhält). Das Ende war wiederum sehr stimmig und schlägt die Brücke zu "Herr Lehmann".

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Frank Lehmann, vielen Lesern bekannt aus "Herr Lehmann", ist in diesem Buch gerade mal 20 Jahre jung, hat seine Schulzeit und eine Ausbildung zum Speditionskaufmann hinter sich und steht zum ersten Mal in seinem Leben vor einem richtig fetten Problem: er hat blöderweise vergessen, den Wehrdienst zu verweigern, und muss zur Bundeswehrgrundausbildung einrücken.

Beim Bund erwarten ihn jede Menge Drill und merkwürdige Regeln, Geschrei, Marschieren, Schießübungen und mehr oder minder beknackte Vorgesetzte.

Und als ob das nicht schon genug Neues in seinem Leben wäre, beschließt er an einem freien Wochenende Hals über Kopf, aus dem Elternhaus in der spießigen Bremer Wohnsiedlung "Neue Vahr Süd" auszuziehen, und quartiert sich in der chaotischsten WG Deutschlands ein, wo sich nicht nur das Geschirr bald bis an die Decke stapelt und die Renovierungsarbeiten eher dauerstagnieren als vorwärts gehen, sondern auch ein reges Kommen und Gehen der verschiedensten Freunde und Bekannten seiner Mitbewohner herrscht, hauptsächlich kommunistische oder zumindest linke Aktivisten.

Dann ist da noch Sibille, die Kommilitonin von Franks Mitbewohner Martin, auf die es irgendwie beide Jungs abgesehen haben und dann auch wieder nicht...

Der ganz normale Wahnsinn im Leben eines Zwanzigjährigen anno 1980 in Deutschland wird hier auf gut 600 Seiten sehr komisch geschildert. Frank stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste, und man kann einfach nicht anders, als ihn dabei irgendwie gernzuhaben.

Das einzige, was ich ein wenig nervig fand, waren die zahlreichen Abkürzungen aus dem linkspolitischen Bereich, die mir fast 30 Jahre nach der dort beschriebenen Zeit nicht geläufig waren; einige Anspielungen aus der Politikecke habe ich auch nicht ganz verstanden; und der Anfang war für mich ein wenig schleppend.

Davon abgesehen ein gelungenes Porträt der damaligen Zeit.

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