Nina Sahm: Das ganze Leben da draussen

Nina Sahm: Das ganze Leben da draussen

 
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Nina Sahm: Das ganze Leben da draussen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426305638

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Elín konnte ihr Versteck zwischen den Birken schon von weitem sehen.

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Handlungsort

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Elín ist ein besonderes Mädchen – eigenwillig, verträumt und wie aus der Zeit gefallen. Sie entfernt sich immer mehr von ihren Altersgenossen und folgt in jeder freien Minute den Fährten eines jungen Fuchses, der in der Umgebung von Reykjavik aufgetaucht ist. Selbst ihre Lehrerin Alfa dringt nicht zu ihr durch, obwohl auch diese eine ziemliche Außenseiterin ist. Ihre Welt hat einen Sprung bekommen, seit ihr großes Vorbild – ihr Großvater Magnús – sich das Leben genommen hat. Alfa würde am liebsten der Realität entfliehen und die Welt neu entdecken. Und so brechen die beiden jungen Frauen gemeinsam aus und begeben sich auf eine sehr eigene Reise jenseits von gesellschaftlichen Vorstellungen und Idealen.

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Einzelgängerinnen in einem sehr abgelegenen Land

nämlich in Island, das sind Elín und ihre junge Lehrerin Alfa, deren Wege sich nicht nur in der Schule kreuzen. Aber ihre Leben sind nicht nur über Kreuz, sondern auch jedes für sich von Belang, es sind Oasen, in denen Vergänglichkeit wie auch Beständigkeit wichtige Themen sind, ebenso wie Verlust und Ersatz. Und immer wieder Einsamkeit, Gemeinsamkeit und der eigene Weg.

Die junge Lehrerin Alfa hat gerade ihren Großvater Magnús, zu dem sie ein sehr enges Verhältnis hatte, verloren, genauer gesagt, hatte er sich selbst, nämlich durch Demenz verloren, bevor er ihr und dem Rest der Welt verloren ging.

Und Elín? Hat sie sich selbst überhaupt schon gefunden? Die Frage bei ihr und für sie ist, ob man tatsächlich dieselben Werte wie die anderen, die Altersgenossen, haben muss - Gleichaltrige sind doch nicht unbedingt Gleichgesinnte? Andererseits - wenn es ihnen zu unheimlich wird, dann stellen sie sich dagegen, machen Witze und verhöhnen den anderen.

Gibt es andere Wege, andere Lösungen, andere Menschen, die verständnisvoller sind? Diese Frage stellt sich sowohl Elín als auch Alfa, jeder auf die ihr eigene Art.

Ein Buch, das so ganz anders ist als der Erstling der Autorin Nina Sahm, nämlich "Das letzte Polaroid", ein Buch über Ungarn im politischen Aufruhr parallel zur Protagonistin im inneren Umbruch - ein Buch, das aufgrund seines Themas viel mehr im Fokus steht. Und nicht so abseits wie dieser Island-Roman. Dennoch gibt es Ähnlichkeiten und Parallelen: auch dies ein Buch, das Widersprüche weckt, überlegen lässt, wie man selbst in der ein oder anderen Situation handeln würde. Ein Buch über Freundschaft, Neid und Verrat, falsch verstandener Treue - das war es für mich. Und auf jeden Fall ein Roman mit interessanten und ungewöhnlichen Figuren, einer, der vielleicht nicht im Einzelnen im Gedächtnis bleibt, aber doch das ein oder andere zurücklässt. Mich hat er nicht so abtauchen lassen wie der erste Roman der Autorin, er erschien mir als Leserin um einiges sperriger und auch schwerer zu erschließen.

Dennoch ein ungewöhnliches Buch, das sich lohnen mag. Ich selbst habe aufgrund meiner Erfahrungen mit der Autorin zugegebenermaßen eine Steigerung erwartet und aus meiner Sicht eine Senkung meiner Erwartungen hinnehmen müssen, doch es muss nicht jedem so gehen. Es wird sicher Leser geben, die sich auf Alfa und Elín einlassen und mehr von der Lektüre haben werden als ich, wenn ich mich auch recht gut unterhalten fühlte.

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