Leonie Steinberg: Nur leben ist schöner

Leonie Steinberg: Nur leben ist schöner

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Leonie Steinberg: Nur leben ist schöner
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453358645

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Mama ging gern in die Pilze.

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Handlungsort

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Charmant, ein bisschen schräg und mit viel Gefühl

Magda Zieglers Dasein ist so langweilig wie die Teewurst, die sie jeden Tag im Supermarkt verkauft. Und ohne die verrückte Idee am Grab ihrer Mutter wäre das die nächsten dreißig Jahre so geblieben. Doch so lernt sie eine Hoteldirektorin kennen, die auf mysteriöse Weise verschwindet, und einen alten Concierge, der ihr Schicksal in seine Hand nimmt. Mit ihm reist sie nach Paris, wo ihr kleines Leben zu großer Form aufläuft.

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Nur Leben ist schöner

Leonie Steinberg - Nur Leben ist schöner - Diana Verlag

Ein Urnengrab im Wald, unter einer Buche, da wollte Magdas Mutter hin, da liegt sie nun und hat gleich dafür gesorgt, das ihre Tochter ihr da irgendwann einmal Gesellschaft leisten wird.
Magda ist 34 und kann ihr eigenes "Grab" jetzt schon besuchen, ohne das sie darin platzgenommen hat. Selbst im Tod kann Magdas Mutter nicht loslassen..
Magda denkt über ihr "ungelebtes" Leben nach, sie ist 34 und könnte schon längst eine eigene Familie haben, die Sehnsucht danach hat sie schon lange, aber ihre Mutter wusste dies immer zu verhindern.
Rückblick in die Jugend: Es ist Silvester und Magda will zu Bea, einer Freundin. Bleigiessen, Bowle und Musikshows ansehen. Die Mutter hält sie so lange auf, bis es zu spät ist eine 16jährige alleine auf die Strasse zu schicken, Zuhause sei es ja doch am Schönsten..
Als Magda endlich dem Mief der Sechzigerjahre Siedlung entkommen will, ist wieder der Zeitpunkt denkbar schlecht gewählt, ihr Vater stirbt und sie will ihre Mutter nicht alleine lassen.
Vom abgesagten Urlaub bis zur abgebrochenen Beziehung, es zieht sich wie ein grauer Faden durch Magdas Leben. Die einzige, die ihr noch geblieben ist, ist ihre Freundin Bea, man ist ihr nicht wirklich böse, als sie unter die Gemeinschafts-Buche pinkelt. Magda notiert sich die Namen der zukünftigen Mitbewohner und will diese aufsuchen. Man will ja schliesslich wissen, mit welchen "Knochen" man sich eine spätere "WG" teilt.. Sagen wir so, Magda hat das erste Mal Zeit, nur für sich und gibt dem Impuls nach, einfach draufloszufahren, auf dem Plan stehen eine Hoteldirektorin und eine Operndiva, eine kleine Odyssee beginnt.
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LEONIE STEINBERG hat das Buch ihrem Vater gewidmet, sein Leben fand sein Ende, wo die Geschichte beginnt..
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Erfrischend und liebevoll respektlos, ein Buch über verpasste Chancen und was das Leben einem bietet, wenn man aufhört darüber nachzudenken. Leicht zu lesen, warmherzig schräg und doch so herrlich normal.

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Pariser Luft statt schnöder Supermarkttheke in Wetzlar

Wer würde eine solche Gelegenheit nicht beim Schopfe packen. Verkäuferin Magda jedenfalls lässt sich zwar zweimal bitten, ist dann jedoch zu allen Schandtaten bereit. Doch der traumhaften Parisreise auf Einladung des väterlichen Freundes Thadeus geht einiges voran und das hat mit dem Sterben zu tun - und mit einem Baum. Der nämlich ist verantwortlich dafür, dass Magda Tadeus und weitere Menschen, die für ihr zukünftiges Leben von Belang sein werden, überhaupt kennenlernt.

Ihr bisheriges, fast fünfunddreißigjähriges Leben war nämlich traurig und trist - dominiert von den Wünschen einer herrischen Mutter, die Magda nach ihrem Tod nichtsdestotrotz sehr vermisst. Und so ist es wenig verwunderlich, dass der Start in ihr neues Leben - ein zunächst sehr zögerlicher - sich am Grab ihrer Mutter vollzieht.

Immer dabei ist Freundin Bea, eine ausgesprochen anstrengende Person, die nichtsdestotrotz Magda seit Kindertagen die Stange hält und somit ein Teil ihres Lebens ist.

In diesem Buch geht es um Träume, die keine bleiben müssen, um Eingefahrenes, das immer geändert werden kann, auch wenn man selbst nicht daran glaubt - und es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und Inspiration, wobei aber angenehmerweise auch deutlich gemacht wird, dass nicht jeder wert ist, dass man sich um seine Freundschaft bemüht.

Und - wie könnte es in einem Buch über Paris anders sein - es geht um Liebe, um l'amour und darum, was sie aus einem Menschen macht. Und es wird eindrucksvoll gezeigt, dass man für seine Liebe etwas wagen sollte - natürlich nur für die ganz große, wahre!

Also, alles toll? Naja, fast! Einige Klischees werden mir dann doch zu sehr bedient, einige prekäre Situationen zu sehr ausgewalzt, doch das ist eher Geschmackssache. Insgesamt ist es ein charmantes Gute-Laune-Buch, das ich von Herzen weiterempfehle und das auf keinen Fall im Gepäck für die nächste Paris-Reise fehlen sollte, damit man nicht vergisst:

Paris kann einiges in uns ändern - aber wir müssen selbst dazu bereit sein und uns den finalen Kick geben!

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