Patricia Koelle: Das Meer in deinem Namen

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Patricia Koelle: Das Meer in deinem Namen
ET (D)
2015
Ausgabe
E-Book
ISBN-13
B00OVG068K

Informationen zum Buch

Seiten
544

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Carly starrte auf das kleine Schiff in ihrer Hand.

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Handlungsort

Kontinent
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Ein Buch wie warmer Sand am Meer.
Wie das Rauschen der Wellen im Ohr.
Wie Sonne auf unserer Haut.

Niemand redet darüber, wie Carlys Eltern ums Leben kamen. Der Tod ist für sie ebenso tabu wie alles, was mit dem Meer zusammenhängt. Da bekommt sie ein Angebot. Sie soll ein altes Reetdachhaus an der Ostsee ausräumen und für den Verkauf vorbereiten. Vier Sommerwochen hat sie dafür Zeit. Für Carly die Chance, sich ihrer Angst vor dem Meer zu stellen und Abstand von ihrer unmöglichen Liebe zu gewinnen. Doch schon bald fühlt sie sich der Frau, die in dem Haus gewohnt hat und der sie sehr ähnlich sieht, seltsam nahe…

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Warmherziger Roman, sommerlich leicht

Inhalt:
Fast ihr Leben lang schon fürchtet sich Carly vor dem Meer. Als sie ein Kind war, hat es ihr die Eltern genommen. Als sie nun den Auftrag bekommt, für ihren ehemaligen Chef ein Häuschen in dem Künstlerdorf Ahrenshoop an der Ostsee für den Verkauf vorzubereiten, ist ihr ein wenig mulmig zumute. Doch Land und Leute machen es ihr leicht, sich dort wohl zu fühlen. Je mehr Carly in die Geschichte der Vorbesitzerin eintaucht, desto weniger will sie diesen wunderbaren Ort wieder verlassen.


Meine Meinung:
Detailreich und bildhaft erzählt Patricia Koelle die Geschichte zweier Frauen. Wir begleiten zum Einen Carly im Jahr 1999, als sie nach Ahrenshoop in das Haus Naurulokki kommt, um auszumisten und sauber zu machen, damit das Haus verkauft werden kann. Je mehr sie sich mit dem Haus beschäftigt, umso mehr erfährt sie über die (Liebes-) Geschichte der verstorbenen Besitzerin, Henny Badonin, einer Malerin. Sie fühlt sich auf eigenartige Weise mit der ihr unbekannten Frau verbunden und spürt sogar deren Anwesenheit auf Naurulokki. Ausgerechnet hier am Meer, vor dem sie immer Angst hatte, fühlt Carly sich endlich heimisch. Es gelingt der Autorin, eine wunderbare Atmosphäre heraufzubeschwören. Man kann leicht nachvollziehen, warum Carly sich auf Naurulokki und in Ahrenshoop so wohl fühlt.

In Rückblicken erfahren wir Leser noch mehr als Carly, nämlich wichtige Ausschnitte aus Hennys Leben in den 1950er und 1990er Jahren. Die Perspektivwechsel haben mir gut gefallen, sie machten den Roman abwechslungsreicher und interessanter. Allerdings blieb mir Henny und ihre Zeit bis zum Schluss fremder als Carly. Aber das ist ja nicht schlimm. Wichtig ist, dass die Handlung in sich logisch und nachvollziehbar ist, und das ist sie, auch wenn es zuweilen vor glücklichen Zufällen nur so wimmelt. Probleme lösen sich wie von selbst, was in der Häufigkeit dann doch etwas unglaubwürdig wirkt. Es wird alles ein bisschen durch die rosa Brille betrachtet, Ecken und Kanten hat wohl das Meer schon abgeschliffen. ;-)

„Das Meer in deinem Namen“ ist ein leichter Roman, nicht besonders tiefgründig, aber auch nicht oberflächlich, ein wenig kitschig, ein wenig klischeebehaftet. Wer das mag, ist hier genau richtig.

Die Handlung kann man als abgeschlossen betrachten. Gleichwohl gibt es einige lose Fäden, die noch weiter verfolgt werden können. Und so ist der 2. Teil der Trilogie mit dem Titel „Das Licht in deiner Stimme“ im September 2015 als Taschenbuch erscheinen.

Die Ostsee-Trilogie:
1. Das Meer in deinem Namen
2. Das Licht in deiner Stimme
3. ???

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... leicht und frei!

Aufmerksam wurde ich auf das Buch allein wegen dem Cover. Es hat mich direkt fasziniert und mich in eine richtige Urlaubsstimmung versetzt. Das Meer, die Düne, das Haus, welches sich hinter der Düne versteckt und der Wind, den man regelrecht sieht und dessen Kraft man spüren kann. Bezaubert war ich auch von dem Titel "Das Meer in deinem Namen" ... aber ich konnte mir nichts so recht darunter vorstellen. Ich bin ganz unvoreingenommen an das Buch und an die Geschichte gegangen und es hat sich gelohnt!


Nun zur Geschichte:

In dem Buch trefft ihr auf Carlotta - auch liebevoll von allen Carly genannt - , die ein Großstadtkind ist und ihre Wurzeln in Berlin hat. Aufgewachsen ist sie bei ihrer Tante Alissa, die Carly und ihren Bruder nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern nicht nur behütet hat, sondern regelrecht einiges in der Vergangenheit unter den Teppich gekehrt hat, sodass man schon zu Beginn mit vielen Geheimnissen konfrontiert wird.
Carly hat soeben ihr Studium beendet und ist Astronomin. Doch wohin mit dem Wissen? Wo kann sie beginnen endlich beruflich Fuß zu fassen? Die Faszination zu den Sternen teilt Carly mit ihrem Professor Thore, in den sich Carly etwas verguckt hat. Vielleicht ein Klischee? Ja, aber wenn man genauer hinsieht, dann ergibt es auch Sinn. Thore hat von seiner Cousine Henny ein Anwesen in Ahrenshoop an der Ostsee geerbt, doch ganz der Professor passt ihm gerade diese Erbschaft gar nicht in den Kram. Der beliebte, aber leider auch zerstreute Professor weiß nämlich nicht, wie er sich darum kümmern soll und bittet kurzerhand seine beste und liebste Studentin und auch Assistentin Carly darum, sich um das Haus zu kümmern und dort für den anstehenden Verkauf Ordnung zu schaffen. Carly ist zunächst hin- und her gerissen, nimmt das Angebot aber doch an, immerhin ist noch kein Job in Aussicht.
Doch was Carly in Ahrenshoop erwartet, das hätte auch sie nicht für möglich gehalten. Sie wird nicht nur mit der Gegenwart und dem Hier und Jetzt konfrontiert, nein, sie trifft auf auf die Vergangenheit und die Geschichte von Henny, die ihr gar nicht so unähnlich scheint, auf die von Joram, einem stets umherwandernden Einsiedler, der sich einfach nicht binden kann und will, und zu guter Letzt: auf ihre eigene Vergangenheit, denn Carly hat einiges, das sie bewältigen muss. Allen voran die große Panik vor dem Meer ...


Mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Ich sage nur so viel: die Charaktere Carly, Thore, Orje, Tante Alissa, Synne, Henny, Joram und viele andere wurden von der Autorin Patricia Koelle sehr liebevoll und tiefgründig ausgedacht und für den Leser zum Leben erweckt. Durch ihre erzählerische und malerische Darstellung der Landschaft, der Leute und der Atmosphäre dort, habe ich nicht nur ein simples Buch gelesen, nein, ich war ein Teil der Geschichte, habe mit Carly im Haus gesessen und Geheimnisse erforscht, den Möwen gelauscht und mich der Gegenwart und der Zukunft gestellt. Zu keiner Minute empfand ich Langeweile! Im Gegenteil, ich war ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in der Lage das Buch aus den Händen zu legen! Wenn ihr also vor habt das Buch zu lesen, dann schaut dass zwei Dinge vorhanden sind: Ruhe und Zeit, denn ihr werdet etwas in dem Buch finden, was auch ich gefunden habe - garantiert - : Leichtigkeit und Freiheit!

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