Ratih Kumala: Das Zigarettenmädchen

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Ratih Kumala: Das Zigarettenmädchen
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Gadis Kretek
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783959880046

Informationen zum Buch

Seiten
308

Sonstiges

Originalsprache
indonesisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als Vater auf dem Sterbebett lag, murmelte er im Halbschlaf immer wieder einen Namen: Jeng Yah.

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Handlungsort

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Jeng Yah – diesen Namen flüstert der Zigarettenbaron Pak Raja immer wieder, als er im Sterben liegt. Er möchte sie vor seinem Tod noch einmal sehen. Seine drei Söhne wollen dem letzten Wunsch ihres Vaters entsprechen. Was aber hat es mit dieser Frau auf sich, über die ihre Mutter vor Wut und Eifersucht nicht reden will? Die jungen Männer machen sich auf die Reise, die sie von Jakarta tief ins Herzen Javas führt – und in eine Vergangenheit, die von Schuld und Verrat, von Liebe und Freundschaft, von Neid und Eifersucht erzählt. Zwei Männer, die wegen einer schönen Frau zu bitteren Feinden werden, zwei Familien, deren Wege sich über drei Generationen immer wieder kreuzen, bis die Versöhnung unmöglich scheint … »Das Zigarettenmädchen«, der fünfte Roman der indonesischen Autorin Ratih Kumala, ist eine Geschichte über zwei Gründer von Zigarettenfabriken und die Entwicklung der Tabakindustrie, die das Land bis heute nachhaltig prägt. Dabei webt sie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der jungen Republik ein, vom Ende der niederländischen Kolonialherrschaft und der Invasion der Japaner über die Massenmorde an den Kommunisten bis hin zum heutigen Indonesien. »Das Zigarettenmädchen« – ein großer Familienroman, unterhaltsam und leichtfüßig, ein verrauchtes indonesisches »Buddenbrooks«.

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Wechselvolle Geschichte einer indonesischen Zigarettendynastie

Ein indonesischer Zigarettenbaron ruft auf dem Sterbebett immer wieder den gleichen Namen einer unbekannten Frau. Aus diesem Anlass begeben sich seine drei Söhne auf Spurensuche und forschen nach der Vergangenheit ihrer Familie, einer großen Zigarettendynastie. Die wechselvolle Geschichte Indonesiens seit dem 2. Weltkrieg wird dabei ausgebreitet, ebenso wie das Schicksal einzelner Protagonisten, die alle das eine verbindet: die Herstellung und der Vertrieb der ganz besonderen Nelkenzigaretten Indonesiens.

Die Handlung bewegt sich auf zwei Zeitebenen; die drei Brüder Tegar, Karim und Lembas suchen nach den Spuren einer Frau namens Yeng Yah in der Jetztzeit, während in Rückblenden das Leben eben dieser Frau ab Geburt nachgezeichnet wird. Zunächst ist nicht klar, warum Pak Raja, der Vater der drei Brüder, auf dem Sterbebett nach ihr verlangt und wie ihre Geschichte miteinander verknüpft ist. Aber nach und nach legt die Autorin alle wesentlichen Geschehnisse dieser verwickelten Familiengeschichte frei.

Dabei gibt es in beiden Strängen interessante Einblicke in die Geschichte Indonesiens, von der ich bis jetzt überhaupt nichts wusste. Von der Kolonialzeit über die Besetzung durch Holland, China und Japan über den Einfluss und das Schicksal des Kommunismus, dies alles war für mich Neuland. Trotzdem war ich froh, dass die Autorin diese Themen zwar wunderbar in die Handlung einflicht, aber keinen ausgeprägten Geschichtsunterricht erteilt. Dies wäre sicher zu Lasten der eigentlichen Geschichte gegangen, und wer das Thema vertiefen möchte, findet bestimmt genug Materialien dazu.

Sehr intensiv dagegen und detailliert geht Ratih Kumala auf das Thema Zigaretten ein. Die Zigaretten sind in diesem Buch allgegenwärtig; es geht um ihre Herstellung, ihren Geschmack, ihre Verpackung, ihre Vermarktung und vieles mehr. Auch ich als Nichtraucherin konnte mich durchaus für das Thema begeistern lassen, vor allem weil die indonesischen Nelkenzigaretten ein ganz besonderes Genussmittel sind und das Leben der Protagonisten komplett bestimmen.

Während die Figuren der Rückblende noch dabei sind, sich ein kleines aber sicheres Auskommen durch die Zigarettenherstellung zu verschaffen und ihre Zigaretten noch per Hand herstellen, sind die drei Brüder der Jetztzeit bereits in dritter Generation Inhaber eines Zigarettenimperiums mit Fabriken und einem großen Namen. Die drei sind sehr interessante Figuren, da sie sehr unterschiedlich gezeichnet sind, und es immer wieder zu Reibungen zwischen ihnen kommt. Der leichtlebige Lebas und der verantwortungsbewusste Tegar haben mir mit ihren spritzigen, kontroversen Dialogen sehr viel Spaß gemacht; und Karim als Dritter im Bunde hatte meist die Aufgabe, ausgleichend auf die beiden anderen einzuwirken. Ihre Spurensuche gleicht einem Roadmovie durch die indonesischen Landschaften, immer auf der Spur der Zigaretten.

Die Antwort auf all ihre Fragen liegt aber in der Vergangenheit, und darin liegt auch der Hauptaugenmerk des Romans. Ich fand es sehr spannend, Idroes Moeria auf seinem Weg vom einfachen Arbeiter bis zum anerkannten Zigarettenproduzenten zu begleiten. Welche Rolle dabei seine Tochter Dasiyah spielt, warum sie "Zigarettenmädchen" genannt wird und was sie letztendlich mit der Familie Djagad zu tun hat, das wird hier nicht verraten.

Ratih Kumala hat auf vergleichsweise wenigen Seiten eine wunderbar verwickelte und ausgeklügelte Familiensage geschaffen, die sich durch den federleichten, eleganten Schreibstil sehr schön lesen lässt. Das außergewöhnliche Setting und das faszinierende Thema der Zigarettenherstellung verleihen der Geschichte eine würdigen Rahmen. Mir hat es sehr viel Freude gemacht, diesen besonderen Roman aus der Werkstatt der Culturbooks zu lesen; übrigens die erste Printausgabe dieses bislang rein auf ebooks ausgelegten Verlags. Mit dem indonesischen Glossar und einigen kurzen geschichtlichen Abrissen wird der Roman ergänzt und manche Unklarheit, insbesondere bei der Namensverwendung, ausgeräumt.

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Packende indonesische Familiensaga

"Als Vater auf dem Sterbebett lag, murmelte er im Halbschlaf immer wieder einen Namen: Jeng Yah." Mit diesem Satz beginnt Ratih Kumalas Roman über den Zigarettenfabrikanten Pak Raja, seine Familie und die geheimnisvolle Jeng Yah. Seine drei unterschiedlichen Söhne wollen ihm seinen letzten Wunsch erfüllen, Jeng Yah ausfinding machen und sie an sein Krankenlager bringen. Zu diesem Zweck begeben sie sich auf eine Spurensuche, die sie quer durch Indonesien und tief in die eigene Vergangenheit führt.

Auf knapp 300 Seiten breitet sich eine packende drei Generationen überdauernde Erzählung über Liebe, Freundschaft und Verrat aus. In klarer, nüchterner Sprache geschrieben, verfolgt man die Geschichte zweier Familien, die sich beide der Herstellung von Nelkenzigaretten verschrieben haben. Dabei gelingt der Autorin der Spagat, Liebe zum Detail zu beweisen, ohne sich in schmückendem Beiwerk zu verlieren.

Viel Raum wird den Nelkenzigaretten gegeben: wie sie gemacht werden, wie die jeweilige Marke zu ihrem Namen kam, ihre Verpackungen, ihr Geschmack. Der Genuss, den die Raucher empfinden, wenn sie eine Zigarette "trinken". Dafür verzichtet sie auf die Schilderung von belanglosen Episoden im Leben ihrer Figuren. Die wichtigsten und prägendsten Stationen werden ohne ausufernde Beschreibung der aufgrund der Faktenlage ohnehin offensichtlichen Gefühle erzählt.

Was bleibt, ist eine faszinierende Familiensaga, die den Leser in den Bann zieht und neugierig auf weitere Romane der Autorin macht.

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Verrauchte Familiensaga in Indonesien - erfrischend anders!

Mittlerweile lese ich ja fast ausschließlich Krimis und Thriller. Nur sehr selten wandert mal ein Buch aus einem anderen Genre in meine lesenden Hände. So ist es nun aber mit „Das Zigarettenmädchen“ von Ratih Kumala geschehen, welches ich in einer Leserunde lesen durfte. Ab und an kann man schon mal „out of the box“ treten und seinen Blick erweitern, vor allem, wenn es das erste, papierne Buch im Verlag culturbooks ist, der ja u. a. von Zoë Beck geleitet wird, und das hervorragende ebook-Sortiment erweitert.

Als der Vater von Lebas, Karim und Tegar im Sterben liegt, flüstert der alte Mann immer wieder den Namen Jeng Yah. Die Brüder wissen damit nichts anzufangen, doch die Mutter wird wütend und verrät nur sehr wenig. So machen sich der jüngste und der älteste Bruder auf, um herauszufinden, welche Frau einen so bleibenden Eindruck hinterlassen hat – und nicht des Vaters Ehefrau geworden ist. Die Reise führt sie nicht nur tief in das Herz Indonesiens, sondern auch in die Geschichte Indonesiens, der Zigarettenindustrie und zwei Dynastien.

Der Klappentext lässt ein Roadmovie vermuten, doch schon recht bald werden die Brüder ein wenig vernachlässigt und der Leser befindet sich in der Vergangenheit, bei zwei Freunden: Idroes Moeria und Soedjagad. Nicht nur die Herstellung von Nelkenzigaretten sondern auch die schöne Roemaisa macht die beiden aber zu erbitterten Konkurrenten. In einer einzigartigen Geschichte erzählt die Autorin Ratih Kumala, wie die drei Brüder mit den Gründern von zwei Zigarettendynastien verbunden sind.

Eine Geschichte, die nicht nur die indonesische Geschichte im Laufe der Zeit näher beleuchtet, sondern auch die Geschichte der Nelkenzigarette. Doch keinesfalls ist die Geschichte belehrend oder gar langweilig. Die Zeitgeschichte ist eingeflochten in die Geschichte der beiden Familien und beeinflusst diese immens. Auch kulturelle Eigenheiten und Traditionen lassen sich finden. Wie meistens gefällt mir gerade dieser Blick über den Tellerrand sehr gut – wer kennt sich denn schon aus in der Geschichte Indonesiens? In der Schule ist man ja doch eher auf europäische Geschichte konzentriert und guckt, wenn überhaupt übers Meer, eher in den Westen. Vielleicht fällt einem noch ein, dass Indonesien eine holländische Kolonie war, aber danach wird es vermutlich eher düster. Und so finde ich es wiederum einfach grandios, mich mit Unterhaltungsliteratur nicht nur weiter zu bilden, sondern gleichzeitig auch Spaß und Lesegenuss zu haben.

Die Geschichte der Nelkenzigaretten ist hingegen nicht nur eine Geschichte aus Daten und Fakten, die im Text eingewoben sind, sondern kann mit einem Lebensgefühl aufwarten. Rauchen ist Genuss und Heilung zugleich, die Nelken und andere Aromen werden in den unterschiedlichsten Mengen und Variationen beigefügt, so dass es eine Fülle an verschiedenen Marken gibt. Auch das Marketing macht sich seine Gedanken – wohlklingend und verführerisch muss der Name sein, ansprechend und mit Wiedererkennungswert die Verpackung, auch wenn die Verpackung noch mit Hand beschriftet wird. Einige der Verpackungen sind übrigens als Bilder im Buch vorhanden. Nelkenzigaretten sind nicht nur aus kaufmännischer Sicht der Lebensinhalt der Zigarettenhersteller, es ist eine Einstellung, ein Gefühl, welches ihr Leben untrennbar mit diesen kleinen, unscheinbaren Stäbchen verbindet, die doch so große Auswirkungen haben.

Die Geschichte einer Familie, ein Rückblick und ein wenig Roadmovie - diese Teile verbindet die Autorin mühelos zu einem Roman über Liebe und Verrat, Geschäft und Politik, Freundschaft und Konkurrenz. Mit einer Leichtigkeit schreibt die Autorin über schwere Geschichte, verpackt dies in eine spannende Familiengeschichte und lässt einen mit der letzten Generation noch ein Schmunzeln davon tragen, um am Ende noch ein wenig gerade zu rücken. Auch wenn ich ein wenig Roadmovie mehr bevorzugt hätte, ist der Roman eine gelungene Mischung.

Fazit:
Eine Geschichte, die unterhält, aber ganz nebenbei noch so viele interessante Dinge enthält, dass das Lesen wie im Flug vergeht. Genau das richtige Buch, um einen Ausflug aus dem Krimigenre zu wagen. Na los, traut Euch!

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Das Zigarettenmädchen

Ein indonesischer Familienroman über ein Zigarettenimperium. Wer sich auf diese spezielle Geschichte einlässt, bekommt etwas Besonderes geboten.

Auf dem Sterbebett flüstert das Familienoberhaupt immer denselben Namen "Yeng Jah" . In einem seiner wachen Momente bittet der Vater dann einen seiner drei Söhne mit der Suche nach seiner vergangenen Liebe, sehr zum Missfallen seiner Frau.

Hiermit beginnt der Roman der indonesischen Schriftstellerin Ratih Kumala. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitschienen. Zum Einen begleitet der Leser die drei Söhne des Zigarettenmoguls auf der Suche, in der zweiten Zeitebene nehmen wir Teil an der Entstehung des Familienunternehmens, die mehrere Generationen zurückreicht.

Neben der Geschichte der Familie erzählt die Autorin auch einen Teil der Geschichte Indonesiens, der mir so noch nicht bekannt war. Nelkenzigaretten nahmen einen wichtigen Raum im Leben der indonesischen Bevölkerung ein. Auch die besondere Herstellung der Zigaretten war für mich sehr interessant weil total anders als die mir bisher bekannte Produktion der heutigen herkömmlichen Zigarette.

Besonders gut hat mir die leichte Erzählweise der Autorin gefallen, geschichtliche und politische Hintergründe werden mit einer fiktiven Familiensaga verwoben. Die Annäherung der so unterschiedlichen Brüder untereinander und die Kultur Indonesiens in vergangenen Zeiten ergänzen den Roman. Die Fakten wurden wie zufällig in den Roman eingebunden. Das, zusammen mit dem Schauplatz Indonesien, machte das Buch für mich zu etwas Besonderem.

Wer einen Roman abseits des Mainstream lesen möchte, dem empfehle ich, "Das Zigarettenmädchen" einmal näher anzuschauen.

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Der Zigarettenkrieg

ausgebrochen, zwischen zwei Familien, ja Dynastien, die sich einen harten Konkurrenzkampf um die beste Nelkenzigarette weit und breit liefern. Eigentlich ging die ganz Sache los als Kampf unter Rivalen - ein "Krieg" um eine Frau, der aber auch nach deren Entscheidung und weiteren Windungen des Schicksals nie aufhörte und weitere Generationen hindurch andauert.

Ein indonisischer Familienroman, der als indonesisches Buddenbrooks angepriesen wird - ein Etikett, dem der Roman mit Sicherheit nicht gerecht wird, das auch gar nicht will. Es ist eine eher leichte, unterhaltsame, gleichwohl gut geschriebene und eloquente Familiengeschichte, die zunächst in der Gegenwart startet: drei erwachsene, sehr, sehr unterschiedliche Brüder, Sprößlinge einer Zigarettendynastie, wollen den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen und eine ganz bestimmte Frau ausfindig machen. Sie haben keine Ahnung, wer diese Jeng Yah, deren Namen er wieder und wieder nennt, auch wenn er sonst kaum mehr etwas zu sagen vermag,sein könnte, doch dass ein tief in der Vergangenheit verwurzelter Bezug vorhanden ist, der irgendwie mit Liebe und Sehnsucht zu tun hat, das ist klar. Zumal die Mutter alles andere als amused ist und sich weigert, das Thema anzuschneiden.

Doch die Söhne lassen nicht locker und begeben sich auf eine Art Roadmovie-mäßigen Trip in die Heimatstadt der Eltern - und in eine Vergangenheit, von der sie keine Ahnung hatten und die auch den Leser überrascht. Bis in die dreißiger Jahre des 20sten Jahrhunderts reicht die Geschichte, die immer wieder die indonesische Geschichte streift.

Eines darf der Leser nicht erwarten: eine Historie des Landes geliefert zu bekommen. Man hat sich vor Augen zu führen, dass die Autorin einen indonesischen Roman geschrieben hat, der in diesem Lande spielt und sicher auch vorrangig für indonesische Leser gedacht war. Also ist immer mal Recherche angesagt, wenn man den Durchblick nicht verlieren will. Ein kleines Glossar zur Erläuterung der Begrifflichkeiten ist vorhanden, mir hatte dies nicht gereicht. Es hat Spaß gemacht, immer mal wieder zu googeln und mein Interesse an Indonesien und seiner Geschichte wurde nachhaltig geweckt!

Eines kann ich verraten: Helmut Schmidt und seiner Loki hätte der Roman sicher gefallen - zumindest im Hinblick auf die Menge der Zigaretten, die darin geraucht werden und der Liebe, mit der von ihrer Herstellung gesprochen wird. Doch auch ich als Nichtraucherin war fasziniert von dieser fremden, in vielen Aspekten bereits vergangenen Welt, die von der jungen Autorin so lässig und liebevoll zugleich beschrieben wird. Wer sich für fremde Länder interessiet und auch literarisch bereit ist, sich auf etwas Neues einzulassen, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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