Richard Russo: Diese gottverdammten Träume

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Richard Russo: Diese gottverdammten Träume
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Empire Falls
ET (Original)
2001
ISBN-13
9783832198244

Informationen zum Buch

Seiten
752

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Auszeichnungen
Pulitzer Prize (Fiction, 2002)
New York Times bestseller (Fiction, 2001)
Ambassador Book Award (2002.3|Fiction, 2002)
Time Magazine's Best Books of the Year (2001.10|Fiction (1), 2001)
Pressestimmen
»Opulent, humorvoll und elegant. Russos bisher bestes Buch«
THE NEW YORK TIMES

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Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitness-studiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat. Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In ›Diese gottverdammten Träume‹ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt.

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Miles führt einen Diner, der der Matriarchin der dahinsiechenden Kleinstadt seiner Kindheit gehört. Sein Vater ist ein Nichtsnutz und seine Frau hat ihn verlassen und möchte wieder heiraten, er hat zudem eine Teenager-Tochter. Die hat sich gerade vom „coolsten Jungen der Stadt“ getrennt, für dessen Polizisten-Vater Miles eine gepflegte Antipathie empfindet. Miles selbst schwärmt übrigens von Jugend an für seine Kellnerin und sein Traum ist Martha’s Vineyard, wo er jedes Jahr seinen Urlaub bei alten Freunden verbringt. All das und noch viel mehr Einzelheiten aus dem Alltagsleben hauptsächlich von Miles, aber auch von allen anderen, erfährt man auf über 600 der 750 Seiten. Nachdem die Geschichte lange dahinplätschert und man dann so richtig eingelullt ist, kommt es zu einem einschneidenden Ereignis, das zumindest ich nicht vorhergesehen habe und viele Leben verändern wird.

Ich habe mich aufgenommen gefühlt, in dieser Stadt, die eigentlich keine Zukunft hat, mit den täglichen Problemen der Protagonisten mitgelitten und mich über kleine Erfolgserlebnisse gefreut. Der Autor beschreibt seine Figuren warmherzig, als unterschwelliger Grundtenor bleibt allerdings die meiste Zeit eine eher niedergedrückte Normalität und ich habe unwillkürlich während des Lesens überlegt, welche Entscheidung vielleicht ein wenig mehr Zufriedenheit in die Leben der Beteiligten bringen könnte oder ob sie alle nur hilflos ihrem Leben ausgesetzt sind, auf etwas mehr Glück hoffend und immer wieder enttäuscht werdend. Das große Ereignis gegen Ende wirkt seltsamerweise gar nicht so besonders oder als habe der Roman darauf zugesteuert, sondern wirkt eher wie eine weitere unglückliche Episode in der Geschichte der Stadt .

Mich erinnerte das Buch an die alten King-Romane, in denen er auch immer zunächst ganz viel Alltag erzählt, in den sich dann beim ihm der Horror einschleicht. Die große Kunst des Autors ist es, bei all der Normalität keine Langeweile aufkommen zu lassen und das gelingt Russo meiner Meinung nach, trotz des ruhigen Tempos das dieses Buch anschlägt, sehr gut.

Weiteren Büchern des Autors wäre ich nicht abgeneigt.
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