Sarah Jio: Zimtsommer

 
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Sarah Jio: Zimtsommer
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Morning Glory
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783453358867

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Ich gehe hinunter auf den alten Steg.

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Handlungsort

Stadt
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Kontinent
Handlungsorte
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Ada kennt das große Glück. Doch an einem einzigen Tag verliert sie ihre Familie und damit alles, wofür sie gelebt hat. Von Trauer überwältigt, will Ada nur noch weg und mietet Hals über Kopf ein Hausboot in Seattle. Dort, mitten auf dem See, wartet eine alte Geschichte von großen Träumen und tragischer Liebe auf sie – und eine Begegnung, die ihr den Glauben an das Leben wiederschenkt …

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Die Frauen vom Hausboot

Wie furchtbar muss es sein, von einem Tag zum anderen die Familie zu verlieren. Genau das ist Ada passiert. Sie war sehr glücklich mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Nun ist sie verzweifelt. In New York erinnert sie alles an ihre Lieben. Daher mietet sie ein Hausboot in Seattle in der Hoffnung, wieder ins Leben zurückzufinden.
In der „Bootsstraße“ lebt sie sich gut ein. Auf ihrem Hausboot findet Ada eine alte Truhe mit Erinnerungsstücken einer Frau namens Penny. Warum steht diese Kiste immer noch da? Sie erfährt, dass früher eine Frau auf dem Hausboot lebte, die plötzlich spurlos verschwand. Ada will herausfinden, was geschehen ist.
Wir lernen eine ungewöhnliche Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven kennen, der von Ada und der von Penny. 2008 versucht Ada wieder ins Leben zurückzufinden nach dem tragischen Verlust ihrer Familie und sie möchte das Geheimnis von Penny zu ergründen. Pennys Geschichte spielt ungefähr vierzig Jahre früher und doch ist das Schicksal der beiden Frauen vom Hausboot miteinander verbunden.
Ich hatte eine Liebesgeschichte erwartet, aber das Buch ist sehr viel mehr. Um Penny rankt sich ein Kriminalfall, der ihr Leben maßgeblich beeinflusst und ist da Ada, die das Geheimnis um Penny ergründen will.
Zwei unterschiedliche Frauen, die doch so vieles gemein haben. Beide sind sie sympathisch und empathisch, beide müssen sie mit ihrem Schicksal laben. Ich konnte die Beweggründe für ihr Handeln gut nachvollziehen.
Es ist wirklich schwierig das Buch aus der Hand zu legen, wenn man einmal mit der Geschichte angefangen hat. Sie geht zu Herzen und spannend zur gleichen Zeit. Die Geschichte erzählt von Verlusten und Trauer. Aber sie zeigt auch, dass es möglich ist, wieder ins Leben zu finden und dass alles Dunkle sich auch wieder verzieht.
Obwohl ich dachte, dass der Hergang voraussehbar ist, wurde ich doch immer wieder von Begebenheiten überrascht, die ich so nicht erwartet hatte. Neben den beiden Hauptcharakteren waren aber auch die anderen Personen sehr gut geschildert.
Eine berührende Geschichte.

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Eine Wahrheit, die 50 Jahre unter Verschluss gehalten wurde.

Der Klappentext hat mir schon jede Menge fesselnden Lesestoff versprochen und weil ich mich dadurch so stark an die Familiengeheimnis-Geschichten aus Lucinda Rileys Büchern erinnert gefühlt habe, die ich - das darf ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen - wirklich klasse fand, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an »Zimtsommer«. Aber ich wurde nicht enttäuscht! Die Handlung konnte mich hervorragend unterhalten.

~ »Man kann sich nicht selbst entkommen, indem man an einen anderen Ort zieht.« ~
(S. 107)

Zuallererst lernen wir Ada kennen (in 2008, den Gegenwart-Kapiteln) und erleben mit, wie sie nach Seattle in ein altes Hausboot zieht, um dort, weit weg von ihrer Heimat in New York, ihre Trauer um ihren Ehemann und die kleine Tochter in den Griff zu bekommen. Kurz darauf springen wir in die Vergangenheit (1959) zu Penny und ihrem Leben mit ihrem wesentlich älteren Mann - einem bekannten Maler, mit dem die Ehe allerdings ziemlich enttäuschend läuft, da er depressiv ist, trinkt, nur wenig Zeit im Hausboot bei Penny verbringt und ihr zu allem Überfluss auch noch Anlass gibt, zu glauben, dass er fremdgeht.

Es gibt also zwei Erzählstränge, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Erst hat mir persönlich noch der gegenwärtige Erzählstrang mehr zugesagt, da mir Ada so sympathisch war und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Aber die Penny-Kapitel wurden nach und nach immer interessanter und spannender, weil man einfach gemerkt hat, dass sich da etwas zusammenbraut, was zu Pennys spurlosem Verschwinden führen könnte. Ich habe mir ständig gedacht, ich muss aufmerksam lesen, damit ich keinen wichtigen Hinweis verpasse, der mir verraten könnte, was mit Penny in weiterer Folge geschieht ... Aber ich war ja sowieso total auf dem Holzweg und habe tatsächlich geglaubt, was die anderen Bootsbewohner über Pennys Verschwinden berichtet haben. ;)

~ »Jeder Mensch, jedes Ding, hat eine Bestimmung in diesem Leben. Du, ich, und auch diese kleine Ackerwinde hier. Wir sind alle miteinander verbunden. Es ist unsere Aufgabe, uns immer wieder daran zu erinnern und uns bewusst zu machen, wie alles ineinandergreift, selbst wenn es sich so anfühlt, als würden die Puzzleteile überhaupt nicht zusammenpassen.« ~
(S. 308)

Ada hat in ihrem Hausboot in der Gegenwart also einige alte Gegenstände von Penny gefunden, die sie dazu gebracht haben, mit dem Fotografen Alex weitere Nachforschungen anzustellen. Ich kann verstehen, dass Ada neugierig wird, wenn alle Nachbarn nur erzählen, dass Penny damals verschwunden ist und keiner weiß, wohin. Das Spannende an der ganzen Sache war ja, dass ich einige Parallelen zwischen Penny und Ada feststellen konnte und sodann unbedingt erfahren wollte, wie das kommt.

Das Ganze ging sogar so weit, dass Ada sich durch die Spurensuche von ihrer Trauer ablenken konnte und auch in Alex im Laufe der Zeit einen Menschen gefunden hat, der ihr sehr ähnlich zu sein schien. Alex hat Ada viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht hat, was zwischen den beiden allerdings eine Nähe geschaffen hat, mit der Ada im ersten Moment nicht umgehen konnte, weil sich dadurch Schuldgefühle ihrer verlorenen Familie gegenüber gemeldet haben. Es ging in »Zimtsommer« also thematisch auch stark um die Überwindung von Trauer und um das Loslassen von Schuldgefühlen. Den momentanen Jetzt-Zustand zu akzeptieren war für Ada alles andere als leicht, aber Alex war ihr in der Hinsicht eine große Hilfe.

~ »Schätzchen, ich bin dem Glück jahrelang hinterhergelaufen«, erklärt sie und lächelt in sich hinein. »Aber am Glück wächst man nicht. Man wächst nur am Unglücklichsein.« ~
(S. 195)

Für mich war das Buch ein teilweise sehr trauriges Leseerlebnis, da die Thematiken, mit denen die Buchfiguren zu kämpfen haben, nicht gerade leichte sind. Die schönen und hoffnungsreichen Momente beim Lesen waren dann jene, mitzubekommen, wie Ada sich mit Alex' Unterstützung entwickelt und wieder zu lächeln lernt. Und fesselnd war die Entwicklung rund um Pennys Verschwinden bzw. das Lügengespinst, auf welches sich Pennys Nachbarn in jener tragischen Nacht geeinigt haben ... und das am Schluss ohnehin ganz anders - Und da war ich wirklich überrascht! - ausgesehen hat, als alle, auch ich, vermutet haben.
Und für die backaffinen Leser unter euch: Penny gibt irgendwann sogar noch ein Zimtschnecken-Rezept von sich preis, das man nachbacken kann. - Ich selbst habe das zwar nicht getan, aber laut Buchfiguren soll das Ergebnis köstlichst schmecken! :D Damit wäre dann auch der Bezug zum Buchtitel hergestellt. ;)

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Eine berührende Geschichte über das Leben und die Liebe !!

Klappentext:
"Ada kennt das große Glück. Doch an einem einzigen Tag verliert sie ihre Familie und damit alles, wofür sie gelebt hat. Von Trauer überwältigt, will Ada nur noch weg und mietet Hals über Kopf ein Hausboot in Seattle. Dort, mitten auf dem See, wartet eine alte Geschichte von großen Träumen und tragischer Liebe auf sie – und eine Begegnung, die ihr den Glauben an das Leben wiederschenkt …"

Meine Meinung:
Das Cover hat mich sehr angesprochen, denn mir gefällt die Auswahl der Farben und die Blüten, die darauf zu sehen sind.
Für mich war "Zimtsommer", das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, ich kann daher keine Vergleiche anstellen. Die Handlung spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, einmal in der Gegenwart und ein Erzählstrang erzählt die Geschichte einer jungen Frau, in der Vergangenheit. Regelmäßig findet ein Wechsel zwischen den Zeiten statt. In beiden Erzählsträngen gibt es eine Frau, von deren Schicksal berichtet wird. Mich haben beide Handlungen thematisch überzeugen können. Auch die Charaktere, allem voran Ada und Penny, haben mich sehr angesprochen. Ich kann schon sagen, dass ich mit beiden Frauen mitgelitten habe und mich durch die sensible Art, mit der die Autorin auf das Leben beider Protagonistinnen eingeht, gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen konnte. Die Charaktere wurden alle interessant, liebevoll und ihre Entwicklung sehr authentisch gestaltet. Ich mochte sowohl Penny, als auch Ada sehr gern, habe aber auch den kleinen "Jimmy" schnell in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und ich konnte der Handlung die ganze Zeit über problemlos folgen. Mich hat das Buch sehr berührt und ich habe auch die ein oder andere Träne vergossen, trotzdem war es stellenweise ein wenig vorhersehbar. Überraschen konnte mich Sarah Jio definitiv mit dem Ende der Geschichte, damit hatte ich so auf jeden Fall nicht gerechnet, dennoch gefällt mir das Ende des Buchs sehr.

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Schöne Sommerlektüre

Ada hat ihren Mann und ihre kleine Tochter verloren und versucht seitdem verzweifelt, wieder zurück ins und Spaß am Leben zu finden. Allerdings erinnert sie alles in ihrer Heimat New York an den Verlust. Und so greift sie die Gelegenheit beim Schopf und mietet ein Hausboot in Seattle und zieht dorthin. Eine Auszeit vom Job und eine andere Umgebung erscheinen ihr genau richtig, um alles zu verarbeiten und endlich einen Weg zurück ins Leben zu finden.

Schnell lebt sie sich ein in der Bootsstraße und lernt ihre Mitbewohner kennen und mögen. Allerdings gibt es da etwas, dass ihre Neugier anstachelt. Denn die Frau, die früher auf "ihrem" Hausboot lebte ist unter mysteriösen Umständen verschwunden. Als Ada die alte Truhe von Penny öffnet, fühlt sie sich direkt mit ihr verbunden und möchte gerne dem Geheimnis auf die Spur kommen.

Das Cover verspricht schon eine sommerleichte, frische Lektüre. Allerdings kann man auch hier einige ernstere Zwischentöne entdecken.

Das Buch handelt von Verlust und dem Umgang mit Trauer, aber vor allem auch von Neuanfängen und einem Weg zurück ins Leben.

Wie Ada mit ihren Gefühlen dem Nachbarn Adam gegenüber umgeht ist sehr realistisch dargestellt. Gut konnte ich mich in die einzelnen Situationen hineinversetzen.

Der Wechsel der Perspektiven - mal wird aus Ada`s Sicht, mal aus Penny`s Sicht vor 40 Jahren erzählt - hat mir gut gefallen. Denn so konnte man die Geschichten aus den unterschiedlichen Blickwinkeln besser verfolgen und nachvollziehen.

Alles in allem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn manches an einigen Stellen doch sehr vorhersehbar war. Trotzdem gab es auch hier im Buch die ein oder andere Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Das Gesamtkonzept war schlüssig und auch nachvollziehbar. Manchmal hätte ich mir jedoch gewünscht, dass einiges vielleicht ein bißchen "länger dauert" bzw. ausführlicher beschrieben worden wäre. An manchen Stellen war mir der Handlungsstrang irgendwie zu schnell bzw. das vermeintliche Ziel zu schnell erreicht.

Das Buch lässt Raum für eigene Spekulationen und Überlegungen, auch wenn zum Schluss noch eine gewisse "Auflösung" präsentiert wird. Wobei ich sagen muss, dass mir hierbei ein bißchen viel konstruiert wurde. Aber letzten Endes passte auch das Ende relativ gut zum Roman.

Durch die bildhaften Beschreibungen, und da ich den Film "Schlaflos in Seattle" gesehen habe ;-), konnte ich mir die Umgebung der Hausboote gut vorstellen und somit einige schöne Stunden im eigenen Kopfkino verbringen.

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