Aly Cha: Schnee im April

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Aly Cha: Schnee im April

Autor

ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Sweet Red Bean Rice Cake
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783036956022

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Laut NHK-Nachrichten würde der zweite Montag des Jahres der kälteste Tag in diesem Winter sein, auch wenn es bis Daikan - der Großen Kälte - noch eine Woche hin war.

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Handlungsort

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Die sechsjährige Yuki wird von ihrer Mutter eines Nachts in Osaka abgeliefert, bei ihrer Großmutter, die sie nie zuvor gesehen hat. Miho verspricht, zur Kirschblütenzeit zurück zu sein und ihre Tochter Yuki dann mit nach Amerika zu nehmen. Als jedoch im Garten die blassrosa Blüten zu fallen beginnen, wird Asako klar, dass sie ihre Enkelin von nun an für immer bei sich hat. Schon vorher ahnte sie, dass Miho nie wieder einen Fuß in ihr Haus setzen würde. Dabei wollte Asako immer nur das Beste für ihre Tochter und wollte ganz anders sein als ihre eigene Mutter. Und doch kann sie nicht verhindern, dass sich das Schicksal erbarmunglos wiederholt.

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(Aktualisiert: 26 März 2012)
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Schnee im April

In ihrem Buch "Schnee im April" erzählt Aly Cha die Geschichte von vier Frauen in Japan über den Zeitraum von 1880 bis heute. Yuki, die Jüngste der beschriebenen Charaktere wird eines nachts von ihrer Mutter Miho bei ihrer Großmutter Asako abgegeben. Miho verspricht ihrer Tochter, dass sie sie bald wieder holen kommt und dann mit ihr nach Amerika geht. Jedoch wird Asako bald klar, dass ihre Tochter nicht wieder kommen und ihre Enkelin wohl bei ihr bleiben wird.

In Rückblenden werden die Geschichten von Michiko, der Urgroßmutter von Yuki, und das Leben von Asako selbst erzählt. Über Miho erfährt der Leser nur, wieso es zum Bruch zwischen Miho und ihrer Mutter Asako kam. Das weitere Geschick von Miho und auch der weitere Lebensweg von Yuki bleiben offen und das ist ein Punkt, der mich persönlich sehr gestört hat.

Die Lebensgeschichten von Michiko und Asako sind zwar einerseits sehr unterschiedlich, haben dann aber doch wieder eine Gemeinsamkeit: Sie können ihr Leben nur meistern, wenn ein Mann an ihrer Seite ist. Stirbt dieser oder entpuppt sich als Tyrann sind sie dem Leben oder ihm hilflos ausgeliefert. Das hat mich manchmal schier wahnsinnig gemacht, andererseits passt es natürlich gut in die Zeit und spiegelt auch noch zusätzlich die Erziehung in Japan wieder.
Gerade das demütige Verbeugen, sich entschuldigen, ist an der Tagesordnung und die Frauen können fast nie über ihren Schatten springen und selbstbestimmt ihr Leben in die Hand nehmen.

Der Ton des Buches ist dabei sehr melancholisch und schon vom Gefühl her, wusste ich als Leser, dass mich kein wirkliches Happy End erwarten wird. Woran das genau liegt, kann ich gar nicht in Worte fassen, aber der Ton und die Sprache deuten jederzeit auf harte Schicksalsschläge hin. So endet das Buch zum einen zwar mit einem kleinen Hoffnungsschimmer, aber eigentlich für mich gefühlt sehr trostlos.

Was mir gut gefallen hat, dass viele Nebencharaktere schön entwickelt worden sind und teilweise doch noch für einige Überraschungen gut waren. Gerade Figuren, die zu Beginn sehr unsympathisch dargestellt worden sind, entwickelten noch überraschende Seiten und zeigten, dass sie doch mit dem Alter an Reife und auch Weisheit zulegen können. Leider war diese Entwicklung bei den Hauptfiguren oft nicht zu beobachten und sie wählten viel zu oft den einfachen Weg. Der für sie selber noch mehr Leid bedeutete, aber zumindest keine Kraft für eine Veränderung von ihnen verlangte.

Alles in allem ein Buch, dass sehr liebevoll gestaltet ist und dessen Figuren mir sehr nahe gegangen sind. Jedoch finde ich es schade, dass die Geschichte von Miho nicht weiter erzählt wurde und das Buch für mich mitten in der Handlung einfach endet. Offene Enden können in Ordnung sein, aber nicht, wenn die Welt einer Sechsjährigen zusammenbricht und damit das Buch beendet wird!

Mit einer Punktevergabe tue ich mich sehr schwer, aber das Buch bekommt 3,5 Punkte von mir.

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