Andrea Hackenberg: Schnucken gucken

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Andrea Hackenberg: Schnucken gucken
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426514269

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Fesselspiele hatte Billi sich immer ein bisschen anders vorgestellt.

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Sie stand immer auf der Seite der Schwachen und Entrechteten. Jetzt steht sie knietief im Dispo: Billi Sander, Umweltaktivistin und frisch gefeuerte Enthüllungsreporterin, landet da, wo sie nie wieder hinwollte: zu Hause in der Heide. Um wieder zu Geld zu kommen, heuert Billi im Feuilleton der Lokalzeitung an. Unter Laienschauspielern, Freizeit-van Goghs und korrupten Landespolitikern stellt sie schließlich fest: Die Heide ist tatsächlich eine Kulturlandschaft. Und ihr Exfreund sieht besser aus, als sie ihn in Erinnerung hatte …

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(Aktualisiert: 05 März 2015)

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Leichte Unterhaltung mit einem Schuß Romantik und viel Humor

Sybille "Billi" Sander ist vor einigen Jahren vom beschaulichen Grümmstein in der Heide nach Berlin gezogen. Oder vielmehr geflüchtet. Als engagierte Umweltaktivistin war sie ständig mit dem Gesetz in Konflikt. Die Ablehnung als Praktikantin bei der lokalen Zeitung und das kurze Abenteuer mit dem gutaussehenden Schürzenjäger Manolo war dann doch zu viel des Guten. Nur raus aus dem Dorf in die Landeshauptstadt Berlin. Dort lockte immerhin ein Job als investigative Journalistin. Doch auch dabei lief es für Billi nicht so gut und als sie ihre Kamera mit wichtigem Filmmaterial im Taxi vergisst, wird sie gefeuert und: Muss zurückkehren nach Grümmstein.

Andrea Hackenberg will mit "Schnucken gucken" nur eines: Ihre LeserInnen unterhalten. Und bei mir schaffte sie das mit Leichtigkeit. Ebenso leicht ist ihr Roman. Es ist eine kleine Geschichte und um der Widmung zu entsprechen: Es ist auch eine eher angepasste Geschichte. Die Charaktere handeln so, wie man es von ihnen erwarten kann. Manche sind frech, manche unsympathisch und die Verwicklungen werden für alle (moralisch) zufriedenstellend gelöst.

Billi selbst war mir eher ein Rätsel. Sie hat die Rolle einer Umweltaktivistin, aber dafür agierte sie für meinen Geschmack oft zu unüberlegt und nicht authentisch. Ein Ball mit pelztragender Gesellschaft? Dann setzen wir schnell eine große Menge verängstigter Hermeline im Ballsaal aus. Auf ihr Buchalter kann ich das kaum schieben, denn auch nach einigen Jahren ist Billi noch stolz auf diese Aktion. Sie setzt sich gegen die Ausbeutung von Tieren ein, konsumiert, aber alles an Tier, was ihr angeboten wird, nur weil das Gericht einen wohlklingenden Namen hat oder man es ihr in die Hand drückt. Sie soll taff erscheinen, wirkt auf mich aber eher als ein Fähnchen im Wind, das sich dann einsetzt, wenn es cool ist und man lautstark das Dagegen-Schild hochhalten kann.

Manolo war für mich der interessantere Charakter, aber das ist reine Geschmackssache und Jammern auf hohem Niveau. "Schnucken gucken" hat mir nämlich trotz der Kritik an Billi viel Lesevergnügen bereitet. Von den mir eher ungeliebten Anglizismen wie "nicht wirklich" abgesehen, ist Andrea Hackenbergs Sprachstil auch angenehm zu lesen. Keine Experimente - die auch in so einen Roman gar nicht passen würden. Leichte Unterhaltung mit einem Schuß Romantik und viel Humor. Die ideale Lektüre für Strand oder Couch.

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Auf die Pirsch und Schnucken gucken!

Diese Rezension beginne ich mal anders. Nicht, wie meine anderen Rezensionen, denn dieses Buch ist auch nicht so wie die anderen Bücher, die ich bereits gelesen und rezensiert habe.

Aufmerksam auf dieses Buch bin ich geworden - ganz Frau - durch die Aufmachung. Ich habe zunächst nur Pink gesehen und dann dieses süße Schaf! Da ich selbst auch einen kleinen Faible für Schafe habe, habe ich doch mal näher reingeschaut und mir dann die kleine Vorschau angeschaut - und: ich war Hin und Weg! :D Im positiven Sinne natürlich! Drei Frauen, drei Geschichten und - eine Leiche! Was soll ich schon dazu sagen? Ja, es hat mich einfach sehr interessiert, okay, ich stand geradezu in Flammen und deswegen war ich auch richtig glücklich, als mir gesagt wurde, dass ich unter den Testlesern sei! Wow! Was für ein Gefühl! Und was für eine lange und ungeduldige Wartezeit, bis ich das Buch dann endlich in meinen Händen hielt!
Doch dann war es soweit!
Packung auf und voilà! Da war es :) Ein wunderbarer Einband! Obwohl ich mich trotz allem immer gefragt habe, was es mit dem Titel auf sich hat. Doch das hat sich dann im Buch erklärt ;)

In dem Buch "Schnucken gucken" von Andrea Hackenberg geht es um drei Frauen einer Familie: Antonia, die Mutter, die junggeblieben ist und der noch immer einiges aus ihrer Vergangenheit nachhängt, ihre Tochter Franziska, bekannte Partygängerin, die ihr Leben genießt und sich leider mit ihrer diagnostizierten Kleptomanie selbst Steine in den Weg legt, und Sybille - genannt Billi - die vom Land in die Großstadt Berlin geflohen ist, um dort als Journalistin ein neues Leben anzufangen und die voll und ganz zu ihren Überzeugungen steht - mögen sie auch noch so zwielichtig durchgesetzt werden ...
Dann gibt es da noch Manolo, einen gutaussehenden Mann, den Billi schon seit Kindertagen kennt und der schon immer eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat; dessen Ehefrau Kathi, die einiges auf dem Kerbholz hat, obwohl sie nach Außen hin einen anderen Anschein verspricht und auch noch Bernd, den Polizisten.
Die Geschichte findet in der Heide statt, auf dem beschaulichen Land, wo man nur etwas ist, wenn man sich selbst beweisen kann und eine reine Weste hat. Klar, dass Antonia dort mit ihrer Vergangenheit keinen guten Stand hat.
Nun habe ich etwas über die Charaktere verraten, hier Näheres zur eigentlichen Geschichte:
Antonia, die ein Heidespa eröffnen möchte, erhält eines Tages unerwarteten Besuch von ihrer Tochter Billi - wieder einmal ist ein Job aufgrund ihrer schusseligen Art abhanden gekommen - genauso wie die Kamera, auf der Billi das Beweismaterial für eine gewaschene Story besessen hat. Damit Billi wieder Fuß fassen kann, erlangt sie mit Hilfe ihrer Mutter einen Posten als Kulturjournalisten in der ortsansässigen Zeitung. Leider kein Sprungbrett für eine gute Karriere, aber besser als nichts. Zu allem Übel ist auch noch Manolo, mit dem sie vor 17 Jahren eine heiße Nacht verbracht hatte, ihr Vorgesetzter und der ist alles andere als froh, sie wieder zu sehen. Denn auch sie hat Spuren in seinem Leben hinterlassen ... Wohin das Ganze aber noch führt, was die Eröffnung des Spas mit einer Leiche und was Rollenspiele mit der Enthüllung eines politischen Eklats zu tun haben, das müsst ihr selbst heraus finden ...

Ich habe hier nur einen kleinen Einblick in eine sehr gut erzählte und durchdachte Geschichte gegeben, die ich wirklich jedem empfehlen kann. Sie ist amüsant, witzig und so erzählt, dass man selbst in der Heide steht und den Schnucken zugucken kann ...

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