Ferdinand von Schirach: Schuld

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Ferdinand von Schirach: Schuld
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492273770

Informationen zum Buch

Seiten
208

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der erste August war selbst für diese Jahreszeit zu heiß.

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Handlungsort

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Eine junge Frau wird jahrelang von ihrem Ehemann brutal misshandelt – bis er eines Tages erschlagen wird. Ein Internatsschüler wird im Namen der Illuminaten fast zu Tode gefoltert. Das Spiel eines Pärchens gerät außer Kontrolle. Doch wie kam es dazu? Nach seinem Erfolgsdebüt »Verbrechen« legt Ferdinand von Schirach einen neuen Erzählband vor, der 15 literarisch aufbereitete Gerichtsfälle versammelt. Leise, aber sehr bestimmt stellt der Berliner Strafverteidiger die Frage nach Schuld und Unschuld, nach Gut und Böse.

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Schuld ist nicht so leicht zu definieren...

Der erste Band, „Verbrechen“ hat mir recht gut gefallen, auch wenn ich mir beim Lesen stets etwas voyeuristisch vorkam und den Kauf von „Schuld“ somit nicht in Erwägung gezogen habe. Aber geliehen ist nicht gekauft und so habe ich „Schuld“ dann doch gelesen.

Dabei habe ich, insgesamt betrachtet, „Schuld“ dann als weniger spektakulär als „Verbrechen“ empfunden. Täter und Opfer waren diesmal eher der Nachbar von Nebenan und nicht Mitglied der oberen Zehntausend oder ähnliches und die Verbrechen waren einfach „normaler“

Tatsächlich sind in diesen Geschichten häufig gerade nicht die vordergründigen Täter die wahren Verbrecher, so dass man den Begriff Schuld nur schwer definieren kann. Das moralische Rechtsempfinden ist diesmal meist nicht identisch mit dem juristischen und so bietet das Buch zumindest ansatzweise einen Einblick in die Gewissenskonflikte, die einem Strafverteidiger, aber eigentlich einem Juristen generell, bei so manchem Prozess begegnen können.

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Kurze Geschichten zu Recht und Unrecht, die nachdenklich machen

Ich habe dieses Buch in der ungekürzten Version als Hörbuch gehört, schreibe aber hier trotzdem mein Fazit zum Inhalt.

Ferdinand von Schirach erzählt kurze Geschichten aus seiner Zeit als Anwalt. Er erzählt sie einfach nur. Es gibt keine Bewertung, keine abschließenden Kommentare, nur eine Erzählung und genau das, finde ich, ist eine der großen Stärken dieses Buches. Die Geschichten sind teilweise sogar lustig, teilweise sehr brutal und erschütternd. Das Einemal zeigt sich, dass unser Rechtssystem so wie es ist, doch funktioniert, aber oft zeigt sich auch, dass es nicht so funktioniert, wie man es sich in seiner Idealvorstellung erhofft. Da bleiben Männer unbestraft, die ein 17jähriges Mädchen fast zu Tode vergewaltigen, während ein unschuldiger Mann aufgrund falscher Beschuldigungen seine Frau, seinen Job und seine Freiheit verliert.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, auch wenn es mich in meinem Rechtsdenken teilweise stark erschüttert und mich oft fassungslos zurück gelassen hat.

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