Sinead Moriarty: Wie wir waren

 
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Sinead Moriarty: Wie wir waren
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Way We Were
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783492310963

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Dan streckte die Hand aus und nahm dem Kellner zwei Champagnergläser ab.

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Handlungsort

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Alice und Ben sind das perfekte Paar, verbunden durch ihre Liebe, ihre Kinder. Bis Ben mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet nach Afrika geht. Kurz darauf erhält Alice die schlimmste aller Nachrichten: Bens Team wurde überfallen, niemand habe überlebt. Plötzlich ist sie Witwe und alleinerziehende Mutter. Alice schwankt zwischen Trauer und Wut auf Ben. Dann lernt sie Dan kennen: gut aussehend, charmant und hilfsbereit. Schließlich gibt sie seinem Werben nach und sagt Ja. Doch am Vorabend der Hochzeit klingelt das Telefon. Es ist Ben. Er lebt, und er will sein altes Leben zurück ...

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Ein klasse Familienroman!

Alice und ihre Töchter, die sechzehnjährige Jools und die elfjährige Holly sind verzweifelt, als ihr Ehemann und Vater in Afrika stirbt. Ben war Chirurg und für einen Arbeitskollegen eingesprungen um in Eritrea den Gesundheitsminister zu operieren. Was seine Familie nicht weiss ist, dass Ben zusammen mit seinem Kollegen Duncan nicht bei einer Explosion umgekommen ist, sondern gefangen gehalten wird. Zwei Jahre danach haben sich Alice und ihre Töchter unter vielen Tränen auf ein Leben ohne Ben eingestellt. Alice steht kurz vor der Hochzeit mit dem schwerreichen Dan, als ein verhängnisvoller Anruf sie am Abend vor der Hochzeit erreicht.

Die Geschichte startet an Alice und Dan’s Verlobung und erweckt den Anschein einer ganz normalen Patchworkfamilie. Doch der Prolog endet mit einem überraschenden Cliffhanger und genau von da an hat mich die Geschichte gepackt. Denn der Start in das Buch hat genau das erfüllt, was ich von einem Prolog erwarte: er hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Danach springt die Story zurück in die Vergangenheit und das Familienleben und die Beziehung von Alice und Ben werden erzählt.
In abwechselnden Kapiteln rücken in diesem Teil die verschiedenen Figuren in den Mittelpunkt. Mal Alice, mal Ben…aber auch ihre Tochter Holly. Etwas was ich sehr gemocht habe, denn so sieht man als Leser die verschiedenen Sichtweisen auf das Leben der Familie und auf die Beziehungen untereinander. Das Familienleben mit rebellischem Teenager, aber auch mit einem Mann, der mitten in der Midlife Crises steckt. ist sehr authentisch geschrieben und hat mich gefesselt. Ich denke, dass man als Leser mögen muss, wenn vorwiegend Beziehungs- und Familienprobleme thematisiert werden. Ich empfand diese Passagen als sehr flüssig zu lesen und abwechslungsreich. Denn die Autorin besticht mit einer hervorragenden Einführung in die Figuren und deren sehr gute Charakterisierung. Meine Lieblingsfigur war die aufsässige Jolls. Das Leben mit dem Teenager ist nicht einfach, denn Jools interessiert sich überhaupt nicht für schulische Angelegenheiten. Zudem ist sie naiv bis zum Umfallen, hat jedoch eine grosse Klappe und ich musste sehr oft über sie schmunzeln. Einige Kapitel sind aus der Sicht der elfjährigen Holly geschrieben. Hier hat die Autorin sehr authentisch die Gedanken, die Sprache und die Träume an ein elfjähriges Mädchen angepasst.
Sehr berührt hat mich die Beschreibung, wie schwer es der Familie fällt ohne Ben ihr Leben irgendwie weiter zu leben. Ab und zu hatte ich Tränen in den Augen, so eindrücklich war die Trauer der Frauen beschrieben.
Dann wieder kommen Kapitel, in denen das Leben von Ben und seinem Arbeitskollegen Duncan in Afrika beschrieben wird. Gerade hier spürt man die hervorragenden Recherchen der Autorin zu Eritrea, sowie die medizinischen Details zu den Operationen, die die Ärzte durchführen. Ich empfand gerade diese Kapitel als sehr spannend. Einige brenzlige Situationen waren ein hervorragender Gegenpart zu der Trauer, die die Familie in England durchmacht. Dieses Buch war wirklich ein Wechselbad der Gefühle.
Gegen Schluss wird es noch mal ungeheuer fesselnd, denn Alice muss sich zwischen der Vergangenheit und der Zukunft entscheiden. ihre Zerrissenheit wurde exzellent zum Leser transportiert. Genau dieses sehr gut ausgearbeitete Auf und ab der Gefühle, ohne ins Langatmige oder Seichte abzurutschen, hat mir sehr gut gefallen.
Dieses Buch zu beschreiben fällt mir schwer. Romantisch… spannend….traurig….fesselnd…Mir hat es ausserordentlich gut gefallen!

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Gefühlvoll erzählt

Gerade jetzt in den Wintermonaten lese ich sehr gerne Bücher, die sich um die Liebe drehen und auch zum Nachdenken anregen. Das Buch „Wie wir waren“ von Sinead Moriarty fand ich vom Klappentext her schon einmal sehr interessant. Nachdem ich es jetzt zu Ende gelesen habe, muss ich sagen, dass ich zwar nicht umgehauen wurde von dem Buch, aber wirklich enttäuscht bin ich nun auch nicht.

Die Geschichte dreht sich um das Paar Alice und Ben, die gemeinsam zwei Kinder haben und eine normale Ehe führen, in der es gute sowie auch mal schlechte Zeiten gibt. Eines Tages erhält Ben die Möglichkeit mit den Ärzten ohne Grenzen in ein Krisengebiet zu gehen und nimmt an. Alice erhält nur kurze Zeit später die Nachricht, dass ihr Mann nach einem Überfall tot sei. Sie ist am Boden zerstört und versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dabei lernt sie Dan kennen, der sie auch heiraten möchte. Doch kurz nachdem sie ihre Verlobung bekannt geben, taucht plötzlich überrascht Ben wieder auf – er ist überhaupt nicht tot …

Ich habe recht gut in die Geschichte hineingefunden. Erzählt wird sie abwechselnd aus der Sicht von Alice, Ben und Holly, der jüngsten Tochter. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Autorin schafft es die Gedanken der Proganisten gefühlvoll herüberzubringen. So hat mich die ein oder andere Passage auch sehr zum Nachdenken gebracht. Die Kapitel mit Holly zeigen die Geschichte aus der Sicht der jüngsten Tochter, die ebenfalls mit ihren eigenen Gedanken zu kämpfen hat sowie mit ihrer pubertierenden größeren Schwester.

Die Figuren wurden wirklich gut ausgearbeitet und so konnte man ihr Denken und Handeln besser nachvollziehen. War mir Ben vor seiner Entführung noch etwas zu egoistisch und unsympathisch, hat sich das nach seiner Rückkehr gewandelt. Genau das machte es auch so schwer, dass man sich als Leser auf die Seite eines Mannes schlägt, denn nicht nur Ben ist ein toller Mann, sondern auch Dan zeigt sich Alice gegenüber immer von seiner besten Seite. Am Ende hat Alice die richtige Entscheidung in meinen Augen getroffen.

Die Story ist nicht wirklich wendungsreich, sondern eher ruhiger erzählt. Große Action oder Überraschungen erlebt man hier nicht. Teilweise ist mir die Geschichte auch leider etwas zu viel vor sich hingeplätschert, aber wirklich langweilig wurde es dennoch nie. Ich habe zwar ein Buch erwartet, das etwas romantischer ist und auch ein paar Wendungen bereit hält, aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht. Deshalb gibt es von mir 4 von 5 Sternen, denn ich wurde sehr gut unterhalten.

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