Martin Suter: Small World

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Martin Suter: Small World
Verlag
ET (D)
1997
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783257230888

Informationen zum Buch

Seiten
324

Sonstiges

Erster Satz
Als Konrad Lang zurückkam, stand alles in Flammen, außer dem Holz im Kamin.

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Handlungsort

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Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang, Mitte Sechzig, stellt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit - Alzheimer - raubt, deste stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

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(Aktualisiert: 31 Mai 2014)
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Krankheitsgeschichte und Krimi

"Small World" ist eine Vermischung einer Krankheitsbeschreibung mit einem Kriminalfall. Dabei nimmt die Schilderung von Konrad Langs Leben mit Alzheimer, sein zuerst allmählicher und dann immer schneller werdender Abbau, den größeren Raum ein. Diese Beschreibung des Alzheimer-Verlaufs habe ich als sehr beklemmend und deprimierend empfunden. Es geht zunächst kontinuierlich nur bergab. Erst spät im Buch driftet der Kriminalfall ganz allmählich in die Handlung hinein, und hier weiß man als Leser lange Zeit nicht, worauf das hinauslaufen wird.

Charakterisiert wird auch die Welt, in der Konrad Lang lebt: Großindustrielle, für die er zeit seines Lebens Spielball und Lückenbüßer ist, die ihn zeitlebens herumstoßen, weil sie denken, ihn gekauft zu haben. Trotz finanzieller Sorglosigkeit ist das keine schöne Welt, keine angenehmen Menschen, keine menschliche Wärme zwischen ihnen. Eine Welt, mit der man trotz allen Reichtums lieber nichts zu tun haben möchte.

Umso überraschender für den Leser ist dann die kriminelle Tatsache, die am Ende des Buches aufgedeckt wird. Wie das zu deuten ist, ob Martin Suter hier eine Moral mitteilen möchte oder ob er einfach nur einen spannenden, geheimnisvollen und unterhaltenden Krimi schreiben wollte, ist mir nicht klargeworden. Dafür ist mir diese Welt zu fern. Und ob die Wendung, die die Alzheimer-Erkrankung Konrad Langs am Ende nimmt, realistisch ist, kann ich aus mangelnder medizinischer Bildung nicht einschätzen - mir kam sie allzu optimistisch vor.

Auch die Sprache Martin Suters liegt mir nicht hundertprozentig, manche (vermutlich schweizerischen) Ausdrücke habe ich nicht verstanden. Zum Beispiel ist mir das ganze Buch über nicht klargeworden, was "Small World" eigentlich bedeuten soll. Doch das ist wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Aber alles in allem ist "Small World" trotzdem ein spannendes und originelles Buch, und die kriminelle Verwicklung und die Art, wie sie nach und nach aufgedeckt wird, hat mir sehr gut gefallen.

Nebenbei bemerkt: Inzwischen habe ich die Verfilmung des Buches mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle gesehen und meiner Meinung nach kann man den Film in allen Details nur richtig verstehen, wenn man zuvor das Buch gelesen hat.

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