Ian McEwan: Solar

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Ian McEwan: Solar
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Solar
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783257067651

Informationen zum Buch

Seiten
405

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Er gehörte zu jener Sorte Mann - nicht wirklich attraktiv, meist kahl, klein, dick und klug -, die auf gewisse schöne Frauen erstaunlich anziehend wirkt.

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Michael Beard ist Physiker und Frauenheld. Er hat den Nobelpreis erhalten, doch ist er alles andere als nobel: Im Beruf ruht er sich auf seinen Lorbeeren aus, privat hält es ihn auf Dauer bei keiner Frau. Bis die geniale Idee eines Rivalen für Zündstoff in seinem Leben sorgt. In Solar geht es nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

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Solar

„Klimawandel und alternative Energien“ bilden den Aufhänger dieses Romans und McEwan enthält sich einfacher Erklärungsansätze und Lösungen, er weiß genauso wenig wie sich unser Klima entwickeln wird und was man dagegen tun könnte oder welche Energieformen es auch in 100 Jahren noch geben wird. Eigentlich geht es nur um den egozentrischen Helden des Romans

Michael Beard hatte eine geniale Idee, die ihm den Nobelpreis für Physik einbrachte und seitdem ruht er sich auf diesen Lorbeeren aus. Durch Vorträge (eigentlich immer der gleiche) und „seinen Namen für den Briefkopf hergeben“ verdient er genug Geld – auch für seine diversen Exfrauen, denn keine hält seine ständigen Affären lange aus. Seine zu Beginn des Buches aktuelle Frau dreht den Spieß allerdings um und hat selbst einen Liebhaber – eine Situation, mit der Beard gar nicht klar kommt.

McEwan hat dem typischen zerstreuten Professor (der schlampigste Mitbewohner, den man sich denken kann) zusätzliche negative Charakterzüge beigemischt: Beard hat Affären, hält sich für intelligenter und wichtiger als den Rest der Menschheit und findet man sollte dem eigentlich Respekt zollen. Gute Vorsätze (z.B. abnehmen) halten immer nur ein paar Tage. Obwohl er so unsympathisch ist, neigt man als Leser dazu, ihn nicht zu verdammen, sondern nur hilflos den Kopf zu schütteln und zu denken „so ist er halt“.

Und auch wenn Beard als Paradebeispiel dient, im Roman gilt für praktisch alle Personen: Die persönlichen Bedürfnisse gewinnen immer wieder gegen das „für alle Menschen sinnvollste“, sei es, wenn in einer Aktion „Künstler und Klimawandel“ stundenlang mit Motorschlitten durch die Arktis gefahren wird oder die solartechnische Lösung für alle Energieprobleme primär zur privaten Bereicherung und persönlichem Ruhm dienen soll.

McEwan entwirft ein ziemlich negatives Welt- und Menschenbild und auch wenn ich ein paar Mal amüsiert (und mit einem verzweifelten Kopfschütteln) grinsen konnte, hat mich der Roman insgesamt wenig begeistert.

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