Mark Haddon: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

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Mark Haddon: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Curios Incident of the Dog in the Night-Time
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783896672285

Informationen zum Buch

Seiten
279

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Es war 7 Minuten nach Mitternacht.

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Christopher Boone leidet an einer leichten Form des Autismus und geht zur Sonderschule. Von den komplizierten menschlichen Gefühlen versteht er wenig, aber in Mathe und Physik ist er geradezu genial. Darum will er später auch Astronaut werden. Oder Wissenschaftler. Er liebt Primzahlen, Puzzles und Polizisten. Aber er hasst Gelb und Braun. Damit er auch Fleisch und Gemüse, das diese Farbtöne hat, essen kann, hat er immer Lebensmittelfarbe dabei. Seit seine Mutter vor zwei Jahren überraschend gestorben ist, vertraut er nur noch einem Menschen auf dieser Welt: seinem Vater, der ihn allein erzieht. Die beiden verstehen sich auch gut - bis Christopher eines Nachts den Wellington, den Pudel der Nachbarin, tot im Garten findet. Der Junge mag Hunde sehr. Bei ihnen weiß er, woran er ist. Er muss unbedingt den Täter finden und nimmt die Ermittlungen auf. Streng logisch, mit Deduktionen, wie einst Sherlock Holmes. Er kann nicht ahnen, wie sehr Wellingtons Tod mit seiner eigenen Geschichte zusammenhängt.

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Christopher Boone ist 15, interessiert sich brennend für Raumfahrt, Technik und Mathematik, beherrscht Primzahlen bis in den Tausenderbereich und hat generell ein umwerfendes Faktengedächtnis. Dafür findet er Berührungen sehr unangenehm und tut sich schwer, die Mimik anderer Menschen richtig zu deuten.

Seit seine Mutter vor zwei Jahren aus dem Krankenhaus nicht zurückgekehrt ist, lebt er allein mit seinem Vater in einer englischen Kleinstadt, in der eigentlich nie etwas passiert – bis eines Tages der Hund der Nachbarin tot in deren Vorgarten liegt, aufgespießt von einer Mistgabel.

Christopher, zu dessen großen Vorbildern Sherlock Holmes zählt, will wissen, wieso der Pudel so grausam zu Tode gekommen ist, so sehr, dass er sogar seine Scheu überwindet, mit Fremden zu reden, einige weitere Verbote seines Vaters übertritt und schließlich in der Tat einige verblüffende Entdeckungen macht.

Man denkt es sich schon gleich, was mit Christopher los ist, er hat das Asperger-Syndrom, eine milde Form des Autismus. Gemäß seiner Faszination mit Ordnung, Zahlen und Fakten sind die Kapitel nicht mit fortlaufenden Zahlen, sondern mit der Primzahlenfolge überschrieben, und in seinen Bericht über das, was geschehen ist, streut er kleine Wissenshäppchen ein, die ihm gerade einfallen. Zu großen Gefühlsäußerungen ist Christopher nicht imstande, aber er schildert seine durchaus vorhandenen und tiefen Emotionen auf seine eigene eindringliche Weise.

Zum Ende hin nutzt sich die Erzählweise aus dem Blickwinkel eines Asperger-Patienten ein wenig ab, dennoch ist diese eine originelle Idee, die für meine Begriffe auch glaubwürdig umgesetzt wird (wenn ich mich recht entsinne, hat der Autor Berufserfahrung auf dem Gebiet). Manchmal nervt Christophers Zwanghaftigkeit regelrecht, aber der Einblick in seine merkwürdige Gedankenwelt hilft auch, Kinder und Jugendliche mit solchen Störungen besser zu verstehen.

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Der fünfzehnjährige Christopher liebt Primzahlen, Mathematik und seine Ratte Toby. Er lebt mit seinem Vater zusammen, der so seine Probleme mit dem eigenwilligen Jungen hat und besucht eine Sonderschule, auf der er als Einziger das Abitur in Mathe bestehen will. Christopher verkriecht sich gerne in enge, dunkle Räume, mag Metaphern nicht und hasst es angefasst zu werden.

Eines Tages findet er den Nachbarshund ermordet im Garten, und als angehender Detektiv will er den Mörder finden und macht sich auf Spurensuche. Dabei taucht er jedoch immer tiefer in seine eigene Geschichte und die seiner Familie ein... Als ich "Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" im Regal der örtlichen Buchhandlung gesichtet hatte, überzeugten mich zwei Tatsachen dieses Buch zu kaufen: Zum einen das Cover, das dem eines Kinderbuchs ähnelt und zum anderen der interessante Buchtitel (ich musste später feststellen, dass der englische Originaltitel, der auf ein Sherlock-Holmes-Zitat anspielt um einiges besser ist...)

Der Kauf hat sich wirklich gelohnt, denn nachdem man nach den ersten Seiten zwar etwas über die seltsame Kapitelbezifferung irritiert ist (Das Buch beginnt mit Kapitel 2, auf das die Nummern 3, 5 und 7 folgen) liest man die Geschichte des autistischen Christophers mit Genuss. Besonders ist hier die Sichtweise, aus der die Handlung geschildert wird, denn die Ich-Perspektive gibt authentische Einblicke in das Denken autistischer Kinder und es ist unglaublich interessant für mich alltägliche Dinge aus einer ganz anderen Sichtweise neu zu erfahren.

In diesem Zusammenhang ist der Stil bewundernswert, denn Haddon schafft es mit einer sehr kindlichen und unschuldigen Sprache die Handlung darzustellen und sie mit der richtigen Menge an Witz (der meist sehr nebensächlich und von dem Ich-Erzähler unbeabsichtig einfließt) und Gefühl zu "würzen", sodass man schon nach wenigen Seiten Sympathie für die Charaktere entwickelt. Erwähnenswert sind auch die Illustrationen, die Christopher in "seine" Geschichte einfügt, um den Leser einen besseren Einblick in seine Welt zu verschaffen; sie sind eine Mischung aus Graphiken und Kinderzeichnungen und an genau den richtigen Stellen eingesetzt.

Durch diese vielfältigen Aspekte der Gestaltung und seinen ganz eigenen, eigenwilligen Stil benötigt es in diesem Buch fast nicht an Handlung, die auch nicht wirklich im Mittelpunkt der Geschichte steht, sondern vielmehr einen Rahmen für die Schilderung der Umwelt und der Charaktere bietet. Für einen Außenstehenden ist diese Handlung überdies nicht sonderlich außergewöhnlich - eine aus dem Alltag gegriffene Familiengeschichte - und doch wird das Ganze für Christopher (und damit auch für den Leser) zu einem großen Abenteuer, dass mit Sicherheit jeden in seinen Bann ziehen wird.

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