Susanne Fuß: Driving Phil Clune

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Susanne Fuß: Driving Phil Clune
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783732334582

Informationen zum Buch

Seiten
196

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Angelinas Make-up verlief.

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Taxifahrer Herbert hat einen Traum: Er möchte einmal einen Hollywood-Star in seinem Taxi befördern, um etwas Glanz in sein ansonsten freudloses Leben zu bringen. Statt eines Stars landet jedoch nur Herberts unter Persönlichkeitsstörung leidender Bruder Harry in seinem Wagen, der nicht zuletzt durch seine Krankheit großes Talent zeigt, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Aus einer Notlüge entsteht die Idee, Harry als den berühmten US-Schauspieler Phil Clune auszugeben. Bei Herbert melden sich daraufhin viele Kollegen, die für die Vermittlung des vermeintlichen Stars als Fahrgast erkleckliche Summen bezahlen. Das Geschäft brummt. Doch die Situation verkompliziert sich schlagartig, als der echte Phil Clune in Berlin zu Dreharbeiten eintrifft. Die darauf folgenden, vielfältigen Verwechselungen führen am Ende alle Beteiligten zu einem rasanten Finale auf der „German autobahn“ – jeden auf der Suche nach seinem ganz persönlichen Stück Freiheit.

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(Aktualisiert: 22 Juni 2016)

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Eine wilde Taxifahrt durch Berlin

Taxifahrer Herbert ist so durchschnittlich, wie ein Mann in den mittleren Jahren nur sein kann. Zaghaft bei Frauen, verantwortungsbewusst, Cineast, braver Sohn und von heimlichen Sehnsüchten geplagt. Insgeheim träumt er nicht nur von einer Beziehung zu Kollegin Rita, sondern auch davon, endlich mal einen richtigen Hollywoodstar in seinem Taxi zu den Filmstudios Babelsberg zu befördern. Während sich sein unter einer Persönlichkeitsstörung leidender Bruder Harry eigenhändig aus der Psychatrie beurlaubt, fährt Herbert weiter seine Runden durch Berlin. Bis Harry unerwartet in seinem Taxi landet und den Hollywoodstar mimt.

Susanne Fuß hat mit "Driving Phil Clune" eine klassische Verwechslungskomödie geschrieben. Das auftretende Personal absichtlich überzeichnend und mit Klischees versehen, jagt eine skurrile Verwicklung die nächste. Abwechselnd lässt sie Herbert und Harry zu Wort kommen, was die Leserinnen zwingt, sich auf zwei völlig unterschiedliche Protagonisten einzulassen. Der eine extrovertiert, der andere introvertiert.

"Driving Phil Clune" bietet jede Menge humorvollen Stoff jenseits des Mainstream. Natürlich, sehr ausgefeilte Personen, eine Handlung auf verschiedenen Metaebenen, heiße Erotik und atemlose Action darf man nicht erwarten. Dies ist der Form geschuldet und passt perfekt zum Buch. Die Autorin schreibt Drehbücher und so kommt man nicht umhin zu denken: "Driving Phil Clune" ließe sich auch hervorragend verfilmen.

Obwohl mir das Buch als Gesamtkonzept gut gefallen hat, konstruiert Susanne Fuß für meinen Geschmack am Ende etwas zu viel der abstrusen Vorfälle. Drückt man hier ein Auge zu, so kann man nur eine klare Empfehlung aussprechen.

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Fulminantes Berliner Roadmovie

Taxifahrer Herbert hat es nicht leicht. Im Job ärgern ihn die Taxigäste, zuhause die demente Mutter, und Kollegin Rita scheint nicht zu merken, dass er für sie schwärmt. Da ist es doch viel leichter, sich in die Welt der Hollywoodstars zu denken und davon zu träumen, einen von ihnen als Fahrgast zu haben. Als sein Bruder auf den Plan tritt, nimmt Herberts Leben ein völlig andere Wendung. Beflügelt durch die kriminelle Energie des frisch aus der geschlossenen Anstalt entlassenen Harry bauen die beiden Brüder ein ausgeklügeltes Lügengespinst um den Hollywoodstar Phil Clune auf, das ihnen beiden Ruhm, Ehre und nicht zuletzt Geld einbringt. Aber was wohl der echte Phil Clune dazu meint? Die beiden erfahren dies schneller als ihnen lieb ist...

Wow, was für ein fulminantes Debüt! Susanne Fuß hat mit dieser rasanten und schwarzhumorigen Verwechslungskomödie für viel Gelächter in meinem Wohnzimmer gesorgt. Der schüchterne Taxifahrer Herbert, sein abgedreht-bauernschlauer Bruder Harry, die liebenswert-demente Käthe und weitere gelungene Figuren haben mich sehr schnell um den Finger gewickelt und mir ein tolles Leseerlebnis beschert.

Die Geschichte funktioniert dank eines ausgefeilten Plots; das abgefahrenen Tempo und die hohe Gagdichte lassen die Seiten nur so dahin fliegen. Mit dem Setting Berlin und einem hochkarätigen Stargast (warum musste ich nur immer an Clooney denken? :breitgrins:) ist die Atmosphäre streckenweise glamourös, aber bodenständige Szenen in der Kneipe oder in Käthes Wohnung sorgen dafür, dass der Leser auf dem Teppich bleibt.

Das Verwirrspiel zwischen den verschiedenen Parteien ist absurd überzeichnet und wirklich dick aufgetragen, was mich aber überhaupt nicht gestört hat - Klotzen und nicht Kleckern hat sich die Autorin wohl gedacht und mich damit von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Wer Lust auf eine leichte, witzige und überdrehte Sommerlektüre hat, kann damit nichts verkehrt machen.

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Witzige Lektüre für Zwischendurch

Das Buch "Driving Phil Clune" der Autorin Susanne Fuß erzählt die Geschichte des Berliner Taxifahrers Herbert, der davon träumt, einmal einen amerikanischen Filmstar zu chauffieren. Aus einer Notlüge gegenüber Taxikollegin Rita heraus entsteht die Geschichte, dass der berühmte Phil Clune bei ihm im Taxi gesessen habe. Herberts Bruder Harry findet Gefallen an der Geschichte, so dass er sich daraufhin vor Herberts Kollegen immer wieder als Phil Clune ausgibt. Doch auf einmal taucht der echte Phil Clune in Berlin auf. Und nicht nur das: Harry wird mit ihm verwechselt und entführt...

Die Charaktere sind durchweg liebenswert. Der bodenständige Herbert, seine etwas verdrehte Mutter, die gutgläubige Rita, Harry mit seinem Schauspieltalent und der verwirrte, echte Phil Clune - sie alle füllen das Buch mit Leben und ziehen den Leser in ihren Bann.

Auch wenn die Handlung in großen Teilen vorhersehbar ist, schafft es Susanne Fuß durch ihren angenehmen Schreibstil, dass das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Es gibt viel zu lachen; besonders gut haben mir persönlich die Gespräche auf denglisch gefallen, die Harry als Phil Clune mit den Taxifahrern führt.

Etwa ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte rasant Fahrt auf, ähnlich wie es Gerüchten zufolge die deutschen Autofahrer gerne mal tun. Manches ging mir allerdings etwas zu schnell bzw. zu glatt über die Bühne. Dass die Autorin bei den vielen Verwechslungen zwischen den Phil Clunes öfter den leichteren Weg gewählt hat, ist zwar nicht immer realistisch, passt aber andererseits zur Kürze und der lockeren und unkomplizierten Art des Buches.

Ein Buch, das keinerlei literarischen Anspruch erhebt, jedoch genau das liefert, was der Klappentext verspricht: Eine gute Lektüre für zwischendurch - mit viel Charme, Witz und Unterhaltswert.
Empfehlenswert für einen gemütlichen Couchnachmittag oder auch als Urlaubslektüre.

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