Sylvia Lott: Die Inselfrauen

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Sylvia Lott: Die Inselfrauen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734100598

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ein heiseres, tiefes Tuten ließ Nina zusammenfahren.

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Handlungsort

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Auf der Suche nach einer beruflichen Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Borkumer Frühstückspension ein, in der sie einst den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite ― bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging ...

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Schöne Sommerunterhaltung, aber mehr nicht

Nina ist ausgebrannt und braucht dringend eine Auszeit. So beschließt sie, die kommenden Wochen in der Pension auf Borkum zu verbringen, in der sie als junge Frau vor vielen Jahren den besten Sommer ihres Lebens erlebt hat.
Wie es aussieht, wird dies nun auch der letzte Sommer der alten Pension werden, denn die Inhaberin Tante Theda kann nicht mehr und will verkaufen. Doch nun steht noch einmal Seele baumeln lassen und wieder zu sich finden auf dem Programm für Nina.

Ihre Nichte Rosalie arbeitet in der Pension und unterstützt Theda. Die drei Frauen aus drei Generationen verstehen sich gut. Nach und nach kitzelt Rosalie aus Nina heraus, was damals im Sommer 1967 passiert ist, eine Zeit, an die sich Nina anfangs nicht gerne erinnert, war es doch der schönste Sommer ihres Lebens und endete doch so fürchterlich!
Nebenbei schreibt Rosalie eine Arbeit für ihr Studium und beschäftigt sich hierfür mit Frauenschicksalen auf Borkum. Immer wieder fließen so weitere Randgeschichten in die eigentliche Handlung mit ein.

Mir persönlich hätten aber auch die Geschichten der 3 Frauen gereicht, die Zusatzinformationen waren interessant, mir hätte aber auch nichts gefehlt, wenn sie nicht im Buch gewesen wären. Rosalie, Nina und Theda erleben in der Gegenwartshandlung genug, außerdem gibt es ja noch das Rätsel um den Sommer 1967 und was damals geschehen ist.

Ich habe schon mehrere Bücher von Sylvia Lott gelesen, mein Favorit ist und bleibt „Die Glücksbäckerin von Long Island“. „Die Inselfrauen“ ist ebenfalls eine schöne Geschichte, mir an einigen Stellen aber zu vorhersehbar gewesen und zwar durchaus eine angenehme Unterhaltung, aber ohne das gewisse Extra, das ich mir erhofft hatte!

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Die Inselfrauen

In einer Frühstückspension auf der Insel Borkum treffen Frauen aus drei Generationen einer Familie aufeinander. Da ist zum einen Tante Theda, der die Pension gehört. Die alte Dame ist kurz davor die Pension zu verkaufen, da es keinen Nachfolger gibt und sie sich so langsam zur Ruhe setzen möchte. Doch so lange soll die Pension noch fortgeführt werden und so hilft, wie seit vielen Generationen üblich, ein junges Familienmitglied während der Saison in der Pension mit. Rosalie ist mit Begeisterung dabei. Vor allen Dingen freut sie sich auf das Wiedersehen mit ihrer Tante Nina. Diese kommt aber nur als Gast, nachdem sie sich aufgrund eines Burnouts und damit längerer Erkrankung vor Wiederaufnahme des Jobs noch etwas erholen möchte.

Nina wird während ihres Aufenthaltes auf der Insel an eine frühere Zeit auf Borkum erinnert. Als junge Frau verbrachte auch sie ihre Ferien als Aushilfe bei Tante Theda. Einzelne Details dieser Zeit berichtet Nina nun auf Nachfrage ihrer Nichte Rosalie. Hierbei treten schöne Erinnerungen zutage, aber es werden auch alte Wunden wieder aufgerissen. Damals verliebte sich Nina in den jungen Fischer Klaas. Und nun scheint die Vergangenheit Nina einzuholen. Aber möchte sie das auch zulassen?

Rosalie recherchiert nebenbei noch für ihre Examensarbeit als zukünftige Lehrerin. Dabei knüpft sie Kontakte zu Personen, die auch ihre Tante aus der Vergangenheit kennt. So nimmt Rosalie die Zügel in die Hand und spielt ein wenig Schicksal.

„Die Inselfrauen“ ist ein zauberhafter Wohlfühlroman. Hier gibt es Glücksgefühle, Liebe und ganz viel Meer. Dabei werden alle Sinne berührt. Drei Frauen und ihr Leben und Schicksal werden beleuchtet und neue Weichen für die Zukunft gestellt. Besonders gut gelungen sind auch die Rückblicke in Ninas Jugend mit den damals aktuellen Themen freie Liebe, Rechte der Frauen, etc. Und auch die Musik kommt im Roman nicht zu kurz.

Ein Buch zum Entspannen und Glücklichsein.

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Der Sommer der Suche

Als junge Frau hat die 61-jährige Journalistin Nina in den Ferien in der Pension ihrerTante Theda auf Borkum gejobbt und in einem Sommer mit Klaas die Liebe ihres Lebens getroffen. Doch alles war von einem auf den anderen Tag vorbei, und Nina hat sich ihr ganzes Leben danach nicht von dieser zerbrochenen Liebe erholt. Nun kehrt Nina nach vielen Jahren der Abwesenheit zur Erholung von ihrem Burn-out in die Pension ihrer Tante Theda auf die Insel Borkum zurück und trifft dort ihre Nichte Rosalie an, die Tante Theda dort für einige Zeit zur Hand geht, bevor sich die alte Dame endgültig entscheidet, die Pension zu verkaufen. Gemeinsam verleben die drei Frauen eine Zeit der Erinnerung, der neuen Erfahrungen und der Entscheidungen für ihr weiteres Leben. Wird es mit der Pension Theda weitergehen?

Sylvia Lotthat mit ihrem Buch „Die Inselfrauen“ einen wunderschönen, unterhaltsamen und emotionalen Roman vorgelegt, voller Musik und feiner Backwarenkunst, aber auch voller Herzschmerz und Vergänglichem. Der Schreibstil ist herrlich flüssig, der Leser spürt beim Lesen den Wind in den Haaren und den salzigen Geruch der Nordsee in der Nase. Die Landschaftsbeschreibungen sind so detailliert, dass man das Gefühl hat, sich sofort auf der Insel Borkum zurechtfinden zu können. Auch die spezifischen Eigenheiten der Borkumer wurden durch Redewendungen in Plattdeutsch sowie deren Sitten und Gebräuche sehr schön in die Handlung integriert. Die Geschichte selbst setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zum einen aus dem Gegenwartsteil im Jahre 2010 und zum anderen aus Ninas Erfahrungen in der Vergangenheit im Jahre 1967. Unterstützt wird die Handlung noch durch eingefügte Geschichten und Legenden, die das Leben der Borkumer Frauen in vergangenen Jahrhunderten beschreiben und Teile von Rosalies Diplomarbeit darstellen.

Die Charaktere wurden von der Autorin liebevoll skizziert, wirken sehr authentisch und lebendig. Sie haben durchweg Ecken und Kanten, wirken manchmal nüchtern, rauh oder unnahbar, aber dann wieder gefühlsbetont und mit dem Herz auf der Zunge. Nina ist eine sehr sympathische Frau, die den Verlust ihrer ersten großen Liebe nie verwunden hat und deren Leben zwar den im Teenageralter gewünschten Verlauf genommen, ihr aber stattdessen nie mehr wirklich die Erfüllung gebracht hat, die sie sich erträumte. Mit 61 stellt sie nun fest, dass sie eigentlich recht allein ist und sich immer mehr von den Menschen zurückgezogen hat, um nicht nochmals so enttäuscht zu werden. Während ihres Aufenthalts auf Rügen und der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit kann man wunderbar beobachten, wie sich Nina immer mehr öffnet und sich entwickelt. Die alte Theda ist mit ihren 80 Jahren der vielen Arbeit müde und will ihr Lebenswerk verkaufen. Doch ihr Herz hängt daran und macht es ihr schwer, eine Entscheidung zu treffen. Da kommen ihre Nichte und ihre Großnichte gerade recht, um wieder etwas Schwung in die Pension und sie auf andere Gedanken zu bringen. Rosalie steht kurz vor dem Abschluss ihres Lehrerexamens und stellt plötzlich ihre Berufswahl in Frage. Auch ihre langjährige Beziehung zu ihrem Freund Fabian steht auf dem Prüfstand, zumal dieser für einen Job auf die andere Seite der Welt gezogen ist und die Beziehung momentan nur über SMS und Skype weiterläuft. Auch die anderen Protagonisten sind wunderbar in Szene gesetzt und bereichern die Handlung mit ihren eigenen Geschichten.

„Die Inselfrauen“ ist ein herrliches Buch über den Umbruch im Leben, über die Suche nach sich selbst und den Kampf für das Glück im Leben, über die Musik, die einen über alle Jahrzehnte begleitet und über Entscheidungen, die gefällt werden müssen, um wieder in Zufriedenheit leben zu können. Ein wunderbares und emotionales Buch, dass jeden berühren wird. Absolute Leseempfehlung!

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Ein Buch fürs Herz

Meine Meinung:

Nina fährt bedingt durch eine gesundheitliche Auszeit aus dem Berufsleben nach vielen Jahren wieder nach Borkum. Dort hat sie 1967 als Endjugendliche einen Sommer in der Pension einer Verwandten verbracht. Jetzt im Jahr 2010 ist ihre Nichte Rosalie dort ebenfalls für einen Sommer in der Pension. Das Buch erzählt hauptsächlich die Geschichte der zwei Frauen in den beiden Zeitebenen 1967 und 2010 auf Borkum (und manchmal auch abseits). Dazu kommen noch ein paar historische Einblicke in die Geschichte Borkums und auch die Geschichte (zumindest die Gegenwärtige) der Pensionsinhaberin Tant' Theda fließt mit ein.

Die Autorin gibt durch Vor- und Nachwort Einblicke darauf wie es zu der Geschichte kam und was sie inspiriert hat. Man kann es beim lesen sehr gut Nachempfinden.

Typisch für das Buch sind die Anspielungen auf vielerlei Musik (siehe auch Vorwort und Inspiration zum Buch) sowie die Erzählungen über Norddeutsche (Ostfriesische?) Backwaren die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Dazu findet man am Ende des Buch passend auch die Rezepte (ausprobiert habe ich sie mangels Gelegenheit aber noch nicht).

Fazit:

Ohne das ich jemals auf Borkum war bekommt man gute Eindrücke sowohl vom Borkum in den 60ern als auch heute und es macht Lust auf Nordseeurlaub. Ein Buch fürs Herz!

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Inselfrauen

INHALT
Journalistin Nina, Anfang 60, reist nach 40 Jahren wieder auf die Insel Borkum, um sich nach ihrem Burnout eine Auszeit zu nehmen. Vor Ort erinnert sie vieles an ihre Jugendliebe, den Krabbenfischer Klaas, die leider dramatisch endete. Bis heute gibt es zwischen beiden ungelöste Fragen, da trifft es sich gut, dass Klaas momentan zufällig auch auf der Insel weilt...

Die 25-jährige Lehramtsstudentin Rosalie wohnt wie ihre Tante Nina in der Pension Bi Theda, einer älteren Verwandten. Tante und Nichte verstehen sich blendend und weil Rosalie gerade an ihrer Examensarbeit über die Borkumer Inselfrauen sitzt, kommen auch längst vergangene Geschichten aus den Jahren 1967 und 1968 zur Sprache...

MEINUNG
Sylvia Lotts Roman "Die Inselfrauen" konnte mich vollkommen von sich überzeugen. Denn hier gehen Inselflair und Liebesgeschichte eine harmonische Verbindung ein.
Die insgesamt 479 Seiten lesen sich sehr flüssig. Als Leser findet man sich trotz der wechselnden Erzählzeiten - 2010 und 1967 - innerhalb der Handlung gut zurecht und taucht Seite für Seite tiefer in die Geschichte und damit in das pralle Inselleben ein. Es ist ein bisschen wie Urlaub für die Seele.

Die beiden Hauptprotagonistinnen Nina und Rosalie bilden das damalige und heutige Frausein ab. Es geht um Werte und Selbstverwirklichung. Heute wie damals ist die Vereinbarung von Karriere und Familie ein großes Thema. In beiden Fällen ist es die Liebe zu einem Mann und zur Insel, die verzweifeln, aber auch träumen lässt. Vor allem die romantische Komponente kommt nicht zu kurz, was vor allem die weibliche Leserschaft freuen wird. Emotionale Dramen liest doch jeder gern oder?

An Lotts Roman hat mir besonders Ninas Geschichte gefallen, die Ende der 60er spielt und das damalige Lebensgefühl transportiert. Hier fand ich die Idee, zeitgenössische Musiktitel in den Text einzubinden, sehr gelungen und passend.

Das sommerlich-leichte Cover versprüht eine Menge Urlaubsfeeling.

FAZIT
Ein leichter und unterhaltsamer Roman, der sich perfekt als Sommerlektüre eignet.

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Sommer, Sonne, Nordsee

Inhalt:

Nina, eine erfolgreiche Auslandskorrespondentin, kommt im Sommer 2010 nach Borkum um sich zu erholen. Als Jugendliche hat sie einen unvergesslichen Sommer dort verbracht, und die Vergangenheit holt sie nahezu auf Schritt und Tritt ein. Sie ist bei Tant Theda einquartiert, desgleichen ihre Nichte Rosalie, die Material für ihre Examensarbeit sammelt.

Rosalie macht Ninas Zeitreise als aufmerksame Zuhörerin mit. Derweil plagen Tant Theda ganz andere Sorgen, denn für sie ist die Zeit nicht stehengeblieben.


Meine Meinung:

Schon das Cover verspricht uns Sommer, Sonne, und Wasser, und davon bekommen wir denn auch genug.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, und besonders die des Jahres 1967 war für mich wie eine Reise in meine Kindheit und Jugend. Ich war noch nie auf Borkum, war noch nicht mal in Ostfriesland, aber trotzdem gibt es unglaublich viele Parallelen zur Nordseeküste Schleswig-Holsteins, wo ich aufgewachsen bin.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, passend zu der vorherrschenden Stimmung; es gibt aber durchaus auch nachdenkliche, traurige Ereignisse.

Man erfährt etwas über Borkum und die Frauengestalten, die ihre Spuren hinterlassen haben.

Sylvia Lott ist es wieder einmal gelungen, die Atmosphäre zum Greifen nahe darzustellen. Man möchte sofort seine Koffer packen und auf Borkum Urlaub machen.

Wem das nicht vergönnt ist, der braucht nur in dieses Buch einzutauchen, schon ist er/sie auf Borkum, trinkt Tee mit Kluntjes und isst Thedas Krintstuut. Das Letztere kann man tatsächlich tun, denn im Anhang des Buches finden sich drei Rezepte -- jeweils die Lieblingsvariante der drei Protagonistinnen. Mit Ninas Rosinenstuten kommen auch Veganer auf ihre Kosten.

Das Buch ist 'Urlaub im Kopf', und absolut empfehlenswert für die kleine Auszeit die jeder einmal braucht.

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Ein wunderbares Buch, das mich zurück zur Nordsee bringt!

Zum Inhalt:

Zwei Menschen, vom Schicksal entzweit. Eine Insel, die sie verbindet. Eine Liebe, die nie vergeht ....

Auf der Suche nach einer beruflichen Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Borkumer Frühstückspension ein, in der sie einst den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite — bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging ...



Über die Autorin:

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling", „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und „Die Lilie von Bela Vista“. Sylvia Lotts neuer Roman „Die Inselfrauen“ spielt auf ihrer Lieblingsinsel Borkum.

Mehr über die Autorin findet ihr hier.



Mein Fazit und meine Rezension:

Wie viel Zeit bleibt uns? Wann kommt die richtige Zeit? Ist sie es vielleicht jetzt schon? Welchem Plan folgt die Liebe?

All diese Fragen habe ich mir im Laufe des Buches gestellt und ja, ich war wirklich etwas philosophisch und auch ab und an melancholisch angehaucht.

Habe ich vielleicht schon etwas verpasst? Waren all meine Entscheidungen richtig? Was ist eigentlich "richtig" und was ist "falsch"? Und woher weiß ich das?

Diese Fragen haben sich sodann angeschlossen. Mich hat das Buch sehr berührt und das allein aus vielerlei Aspekten:

Die Protagonistin trägt den Namen "Nina", sie liebt das Schreiben, ist Journalistin, hat in ihrem Leben eine traumatische Erfahrung mit der Liebe machen müssen und ist dann in ein tiefes Loch gefallen als ihr Körper sagte "AUSZEIT!" - Diagnose: Burn-Out.
Okay, wo soll ich hier nur mit den Parallelen anfangen?! Wer mich kennt, der liest sie schon in diesen Worten heraus - wer mich nicht kennt, der sieht zumindest den Namen und die Leidenschaft zum Schreiben (und auch Lesen) auf Anhieb. Auf weitere Parallelen gehe ich nicht ein, doch ich drücke es so aus: anfangs glaubte ich, die Autorin kennt mich einfach und zeigt mir da meine Zukunft auf!

Nina flüchtet aus ihrem Leben, nachdem sie einen schlimmen Rückschlag erlitten hat und versucht sich auf der Insel Borkum zu "berappeln".
Auch ich würde gerne von meinem Leben "reiß aus" nehmen, einfach meine Koffer packen, in den Norden fahren und mich dort in einem kleinen Ort - gerne auch einem Siel - niederlassen und erst einmal zu mir selbst finden.

Aber lassen wir das mit den Gemeinsamkeiten, ich gehe davon aus, dass sich - auch ohne die Namensgleichheit - sehr viele Leserinnen angesprochen fühlen und sich genau dort sehen, wo Nina momentan steht! Ein wirklich gelungener Anfang, um den Leser gänzlich zu fesseln!

Nina zieht sich auf eine Insel zurück, mit der sie viele schöne, aber auch schmerzliche Erinnerungen ihrer Jugend verbindet: nach Borkum zu Tant' Theda, die sie herzlich in ihrer Pension aufnimmt. Alles scheint beim Alten zu sein, doch ist es das nicht. Auch auf Borkum hat der Fortschritt nicht halt gemacht: so entstehen vor den Stränden Windparks, alte und auch bekannte Lokalitäten sind verschwunden und auch die gut gehende und von Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebte Pension von Tant' Theda neigt sich dem Ende zu: die 80jährige Theda möchte sie verkaufen. Einzig und allein Rosalie, Ninas Nichte, hilft Theda mit ihren noch verbliebenen Gästen und recherchiert ihrerseits für eine Examensarbeit über die Geschichte der Insel Borkum und ihre Bewohner. Eine dieser Geschichten ist auch die von ihrer Tante Nina und ihrer Jugend auf Borkum, ihrer ersten Schüchternheit und anfänglichen Verliebtheit, die in eine große und leider auch tragische Liebe mündete. Doch alles zu seiner Zeit.

Nina möchte mit diesem Leben abschließen, hat die schmerzlichen Erinnerungen an diese Zeiten und auch Menschen geflissentlich weggeschlossen und den Schlüssel dazu wohl auch weggeworfen. Doch nach und nach, scheint die Insel Borkum, die frische Meeresluft, die Leute und der überwältigende Charme der Landschaft Nina aufzutauen und die Erinnerungen hervorzuholen, um ihr endlich neuen Mut zu geben, mit diesen abschließen zu können.

Nina ist ein tiefgehender und sehr persönlicher Charakter. Ich habe mich während dem Lesen oftmals gefragt, wie viel von der Autorin wohl in diesem Charakter stecken mag und ob nicht auch noch viel autobiographisches vorhanden ist. Sie hat viel zu verarbeiten, besser gesagt aufzuarbeiten und bringt sich mit ihren Gedanken oftmals immer tiefer in die Depression hinein. Ich kann mich mit ihr sehr identifizieren und habe sie während dem Lesen eher als eine Art "Freundin" als ein für mich fremder Charakter aufgefasst.

Rosalie ist ein aufgeschlossener und fröhlicher Mensch. Doch auch sie hat mit ihren Problemen zu kämpfen und das ist nicht nur die Examensarbeit, auch ihr Freund Fabian, der derzeit in China lebt, und ihre gemeinsame Zukunft schlagen ihr aufs Gemüt. Rosalie möchte einen Fahrplan vom Leben, doch dieser verläuft nicht ganz so, wie sie es sich erträumt hat ...

Tant' Theda ist die liebenswerte Seele von Borkum und der Familie. Sie ist alteingesessen, hat schon viel erlebt und möchte jetzt, im Alter von 80 Jahren, endlich zur Ruhe kommen und an sich denken. Die Pension kann sie einfach nicht aufrecht erhalten, weswegen ein Verkauf angedacht ist. Doch innerlich ist auch sie damit nicht einverstanden. Obwohl sie dem Leser zunächst schroff rüber kommt, so hat sie doch eine liebenswerte und einfach nordische Art an sich, bei der man einfach nach einer Weile sagen muss "bei Tant' Theda möcht' auch ich Urlaub machen".

Alle drei Frauen verbindet nicht nur dieselbe Familie, sondern auch alle der Hang zu Problemen. Alle möchten ihre Probleme lösen und denken, sie hätten mehr Erfolg als die anderen Beiden, doch im Grunde genommen tun sie dasselbe: alle grübeln vor sich hin, verschweigen ihre wahren Gedanken und erst am Ende sehen sie, was ihnen wirklich gut tut und (was/wer) ihnen wirklich fehlt.

In dem Buch geht es nicht allein um Problembewältigungen, wie packe ich ein Problem an und wo finde ich genau die Lösung zu meinem Problem. Es geht vielmehr darum, der Zeit eine Chance zu geben, aber auch sich selbst. Man sollte mehr Vertrauen und Zuversicht in sich selbst haben, seinem Instinkt vertrauen und folgen und vor allen Dingen: sich selbst dabei nicht aus den Augen verlieren!

Die Geschichte ist ein kleiner Hoffnungsträger und zeigt dem Leser, dass auch wenn das Leben nicht seinen gewohnten Gang nimmt und man denkt, man hat einige Fehlentscheidungen getroffen, sich letzten Endes alles zum Guten wenden kann. Denn den Weg, den unser Leben nimmt, entscheiden letzten Endes immer noch wir selbst und ob es der "richtige" ist, das sagt uns unser Herz!

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